Cannabis-Grundkurs für Ärzte und andere Fachkräfte

Immer häufiger werden Mediziner, Fachärzte, Krankenschwestern oder Pfleger von Patienten auf das therapeutische Potenzial von Cannabis angesprochen. Bislang bleiben in solchen Situationen viele Fragen offen, da die Befragten ihrerseits nicht unbedingt mit der Materie vertraut sind. Hier nun hat das Hanfsamenunternehmen SensiSeeds auf eine sehr gelungene Weise Abhilfe geschaffen. Denn dessen Abhandlung zu vielen Aspekten des medizinischen Cannabis ist nicht nur kompetent und umfangreich, sondern auch flüssig und unterhaltsam zu lesen. Ergänzt wird der kompakte Überblick über medizinischen Einsatz, Produkte, Kenntnislage und Rechtssituation um weiterführende Links mit detaillierten und landespezifischen Informationen zum Einsatz von Cannabinoiden in der Medizin.

Wir finden, das ist ein tolles Kommunikationsangebot – nicht nur für Mediziner -, das man bei Sensiseeds übrigens nicht als Einbahnstraße versteht, sondern als Einladung zum Dialog. Kontaktaufnahme und Fragen sind erwünscht.

Alles Weitere auf der Website Sensiseeds. com unter https://sensiseeds.com/de/blog/cannabinoide-der-medizin-ein-uberblick-fur-arzte-und-fachpersonal/

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Cannabis bei posttraumatischer Belastungsstörung

Immer mehr US-Staaten wägen eine Legalisierung von Cannabis ab, um Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) bei Kriegsheimkehrern zu behandeln. Doch für viele Vetranen ist diese Debatte schon gelaufen. Sie verwenden Cannabis in wachsendem Maße, ob es nun illegal bleibt oder nicht. Auch die fehlende Anerkennung durch den Vetranenverband, weil Wirksamkeitsnachweise durch größere Studien noch ausstehen, spielt hierbei keine Rolle.

Teilweise kommt die Forschung zwar zu gegenteiligen Aussagen, doch viele ehemaligen Soldaten berichten, dass Cannabis ihnen helfe Angst, Schlaflosigkeit und Alpträume zu handhaben – während verschriebene Medikamente wie Klonopin und Zoloft nicht wirkten oder sie sich wie Zombies fühlen ließen. Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen Behandlungsversuche mit Cannabis wenig geholfen oder gar die Lage durch eine neue Abhängigkeit und anderes verschlimmert haben. Einige Fallberichte finden Sie im unten verlinkten Originalartikel von CBSNews.

Alles in allem gibt es trotz berechtigter Einwände genügend Hinweise auf positive Wirkungen von medizinischem Cannabis bei Posttraumatischen Belastungsstörungen, um generelle Verbote infrage zu stellen und weitere Forschung an der Thematik zu rechtfertigen.

Mehr dazu im Originalartikel auf cbsnews.com vom 22.03.2016 unter http://www.cbsnews.com/news/more-veterans-using-marijuana-for-ptsd/

Erster Patient in Deutschland darf Cannabis anbauen

Anfang April hat das Bundeverwaltungsgericht in einem wegweisenden Urteil das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verpflichtet, einem 52-jährigen MS-Patienten die Erlaubnis zum Eigenanbau von Cannabis zu erteilen. Genauer müsste es wohl heißen, „dem Mann bei seiner effektiven Eigenbehandlung keine Steine mehr in den Weg zu legen“. Denn der 52jährige Michael F. hat seit dem Jahr 2000 einen langen Hürdenlauf hinter sich gebracht, bei dem er sich behördlichen Schikanen widmen musste, statt sich auf die Linderung und Heilung seiner Krankheit konzentrieren zu können. Und leider ist auch das Urteil zwar eine wichtige genommene Hürde, doch noch lange nicht die letzte. So hat Michaels Anbaugenehmigung „Nebenbestimmungen“ und ist kein beliebig übertragbares Präzedenzurteil.

Die Patienten werden vorerst weiterhin jede Erleichterung durch dauerhaften Druck auf die Behörden erkämpfen müssen. Hier erfahren Sie mehr.

Quelle: Sensiseeds.com, 22.04.2016, https://sensiseeds.com/de/blog/erste-anbaugenehmigung-fur-medizinisches-cannabis-deutschland

Cannabis und Chemo: Es geht auch gemeinsam

Und wieder macht ein Fall von Heilung eines „unheilbaren“ Lungenkrebses die Runde: der 50-jährige Darren Miller ist der Meinung, dass er ein solches „Wunder“ einer Kombination aus Cannabisöl und Chemotherapie verdankt. Miller leidete an Lungenkrebs, einer Krebsform, die für geringe Überlebensraten bekannt ist. Auch Darrens Überlebensaussichten standen nicht zum besten – bis er nach umfangreichen Recherchen und Lektüre vieler Erfahrungsberichte seine Chemotherapie um die Anwendung von Cannabisöl erweiterte und damit das Blatt komplett wendete. Dabei hatte Darren nicht nur vor, sein Leben zu verlängern, sondern er wollte es dauerhaft retten.

Mittlerweile ist Darren Miller dabei, seine Erfahrungen mit seinem Lungenkrebs-Bekämpfungs-Rezept weiterzugeben, um Anderen zu helfen, den Weg zur Heilung zu finden. Das Programm, dass er mit seiner Frau leitet, heißt „Compassionate Cannabis“. Ein vielversprechender Name – lesen Sie hier mehr dazu.

Quelle: Trueactivist.com, 16.02.2016, http://www.trueactivist.com/50-year-old-man-cures-lung-cancer-with-cannabis-oil-stuns-cbs-news/

Wunschgewicht mit Cannabis?

Wie Focus und Huffingtonpost berichteten, fand man an der US-amerikanischen San Diego State University heraus, dass Cannabis beim Abnehmen behilflich sein kann. Die Studie beruht auf Daten, die über 20 Jahre lang von der amerikanischen Gesundheitsbehörde erhoben wurden, und darauf hindeuten, dass Cannabis die Wahrscheinlichkeit von Fettleibigkeit verringern kann. Sowohl über direkte, als auch über indirekte Effekte.

Durch Cannabis allein sollte man allerdings auf keine Wunder hoffen: eine ausgewgene Ernährung und ausreichend Bewegung sind immer noch die besten Maßnahmen zum Traumgewicht.

Näheres hier im Focus-Artikel bzw. Video.

Quelle: Focus.de, 22.02.2016, http://www.focus.de/gesundheit/videos/daten-aus-20-jahren-forschung-studie-zeigt-so-kann-sich-cannabis-auf-das-gewicht-auswirken_id_5306123.html

Verbotene Heilung: die Wahl zwischen Krebstod und Knast

Sterben oder das Gesetz brechen: Welche Wahl würden Sie an dieser Stelle treffen? Randal Ray Robertson aus Pennsylvania stand vor dieser Wahl. Nachdem ihm ein selten vorkommender Gallengang-Krebs diagnostiziert und eine verbleibende Lebenszeit von 9– 1 Monaten prognostiziert wurde, entschied er sich fürs Überleben. Dafür riskierte er es, inhaftiert zu werden und griff zu medizinischem Cannabis. Das sollte sich als eine Wahl herausstellen, die Randal voraussichtlich ein normales, krebs-freies Restleben beschert und seiner Familie eine Menge Schmerz erspart. Seine Geschichte teilte er im November 2015 dem Sender ABC27 mit. Seitdem geht sie viral und wurde viele tausend Mal auf Facebook geteilt.

Zunächst hatte ABC27 seine Identität geschützt, doch angesichts des überragenden Heilerfolgs trat Randal Robertson aus dem Schatten – mit einer Botschaft an die Gesetzgeber. Lesen Sie hier mehr zu Einzelheiten und  Verlauf dieser spannenden Story – und über die Steine, die sie ins Rollen bringt.

Quelle: ABC27.com, 16.02.2016 (14.03.2016), http://abc27.com/2016/02/16/update-cancer-patient-illegally-healing-with-medical-marijuana-identifies-himself/

[Fallbericht] Mit Cannabisöl gegen „unzerstörbaren“ Hirntumor

Kelly Hauf hat nicht nur ein bemerkenswert tolles Aussehen, sondern auch eine bemerkenswerte Geschichte. Zwar keine ganz einfache Geschichte, doch eine, die es lohnt, erzählt zu werden, weil sie immer und überall passieren kann:

Als Kelly 38 Jahre alt war, stellten sich plötzlich schwere Kopfschmerzen ein, die nicht wieder verschwanden. Ihr Arzt ordnete sofort einen CT-Scan an, dessen Ergebnis Kellys Leben für immer veränderte: Im linken Hirnlappen hob sich eine drei Zentimeter lange Masse vom restlichen Gewebe ab. Dazu Kelly in eigenen Worten:

Der Chirurg empfahl eine sofortige Hirnoperation. Doch nach einigen Diskussionen und wegen des langsamen Tumorwachstums sowie des Fehlens benachbarter Ödeme, befand er es dann doch für vertretbar, die Operation zu vertagen und den Tumor zunächst per dreimonatlicher Magnetresonanztomographie zu beobachten. Der Tumor blieb dann für gut drei Jahre stabil, um mit einem Mal um 25 Prozent zu wachsen.

Am 4.9.2003, meinem 41. Geburtstag, fand die Operation im Cedars Sinai in Los Angeles statt. (…) Der Eingriff war augenscheinlich ein Erfolg und weder Bestrahlung noch Chemo wurden empfohlen. Doch es ist unwahrscheinlich, dass jede Krebszelle gefunden und entfernt wird und die Natur von Gliomen (dieses Typs Hirntumor) ist, im Laufe der Zeit zurückzukehren. Die dreimonatlichen Magnetresonanztomographien mussten fortgesetzt werden und für mich und meinen Mann wurde das Leben „von MRI zu MRI“ zur Normalität.

Eines Tages, als alle anderen Mittel nach und nach versagt hatten, stieß Kelly dann auf Cannabisöl und startete einen Versuch, ihren Hirntumor damit zu behandeln. Die Einzelheiten, welche Öle sie verwendete und welche Maßnahmen sie noch ergriff, können Sie hier im englischsprachigen Originalartikel sehr ausführlich nachlesen. An dieser Stelle sei nur erwähnt, dass die Resultate sensationell waren. Oder sollte man vielleicht doch eher sagen: erwartungsgemäß?

Quelle: „Woman Credits Cannabis Oil With Treating Her Brain Cancer“ auf http://www.medicalmarijuana.co.uk; www.medicalmarijuana.co.uk/woman-credits-cannabis-oil-with-curing-her-brain-cancer/

Grundkurs Cannabis: Hanf Dampf in allen Gassen

Falls Sie schon immer einmal alles Wesentliche über Hanf und Heilung – insbesondere im Hinblick auf Krebserkrankungen – kompakt und auf einen Blick haben wollten, dürfte Sie die Info-Sammlung „Cannabis als Medizin (Schwerpunkt Krebs)“ auf dem Hanf-Dampf-Blog interessieren. In der Kurzübersicht zu seiner Sammlung hat der Autor folgende Themen zusammengetragen:

  • Belege für die Wirksamkeit von Cannabis
  • Generelles zur Wirksamkeit
  • Eine kleine Hanfkunde
  • Informationen über Cannabis-Öle
  • Konsumformen
  • Schlusswort
  • Linksammlung
  • Rechtliches
  • Anhang mit politischen Informationen (optional)

Alle Kapiteln bieten weiterführende Links und Infos. Dabei ist die Info-Sammlung keine blind-euphorische Promotion, sondern echte Aufklärung, da der Autor auch auf Kritikpunkte und Beschränkungen der Cannabis-Nutzung eingeht.

Sie erreichen die Infosammlung unter https://hanfdampfinallengassen.wordpress.com/cannabis-als-medizin-schwerpunkt-krebs/.

Regelschmerz Ade mit Cannabis-Tampons?

Ein mit Cannabis versetzter Tampon soll Regelschmerzen lindern. Sogar den berüchtigten Krämpfen soll das in den USA auf den Markt gekommene Produkt Einhalt gebieten. Der Gleitgel-Hersteller Foria versetzt dafür seine Zäpfchen auf Kakaobutter-Basis mit den Cannabiswirkstoffen THC und CBD. Das psychoaktive THC soll seine schmerzlindernde Wirkung dabei ausschließlich im Unterleib entfalten, ohne ins Gehirn vorzudringen. Ob und wann es eine Markteinführung in Deutschland gibt, ist allerdings unklar.

Weitere Infos finden Sie auf den Seiten von EditionF.com unter https://editionf.com/Tampon-Regelschmerzen-lindern-Foria und auf der Website des Herstellers der Cannabis-Tampons unter http://foriapleasure.com.

Sicherheit und Effizienz von Cannabisöl bei Demenz

Sicherheit und Effizienz von medizinischem Cannabisöl für Verhaltens- und Psychologie-Symptome von Demenz

In einer offenen Studie an elf Alzheimer-Patienten führte eine Gruppe von sieben Wissenschaftlern Messungen zur Effizienz und Sicherheit von THC-haltigem Cannabisöl durch. Speziell THC gilt als potentielles Mittel zur Linderung der psychischen Symptome und Verhaltensstörungen bei Demenz. Die Patienten wurden vier Wochen mit Cannabisöl als Zusatz zur Therapie mit Pharmazeutika behandelt und beobachtet. Zehn Patienten beendeten die Studie, bei der signifikante Rückgänge maßgeblicher Symptomer wie Wahnvorstellungen, Reizbarkeit, Aggression oder Apathie festgestellt wurden. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass medizinisches Cannabisöl als sicherer und vielversprechender Zusatz in der Behandlung anzusehen ist.

Erschienen ist die Studie im Journal of Alzheimer’s Disease am 12. Januar 2016. Sie kann auf iospress.com kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Quelle: PubMed.gov, 16.01.2016, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26757043