CBD schützt vor Ebola-Virus

Cannabinoide wirken gegen Pilze, Bakterien und Viren – könnten sie sich als Waffe im Kampf gegen Ebola bewähren?

Im Folgenden lesen Sie einige auf Deutsch übersetzte Passagen des Artikels „CBD Protective Against Ebola Virus“ von Dr. David B. Allen, zuerst veröffentlicht am 10.10.2014 auf Cannabisdigest.ca. Den vollen Artikel mit Endnoten finden Sie unter http://cannabisdigest.ca/cbd-protective-ebola-virus/.

„Es gibt gute wissenschaftliche Belege dafür, dass Cannabinoide, besonders Cannabidiol (CBD), das Immunsystem unter Kontrolle halten und somit Schutz vor viralen Infektionen bieten können. (4) Es wurde bereits festgestellt, dass Cannabis Pilze und Bakterien hemmt; es kann als neue  Klasse von Antimikrobiotika angesehen werden, weil sich seine Wirkmechanismen  von anderen Antimikrobiotika unterscheiden. (1)

Ebola ist ein komplexer RNA-Virus, der bewirkt, dass die Zelle ihn durch Pinozytose umfließt [einhüllt], dann kapert der Virus die Zelle um sich zu vermehren. Bei dieser Vermehrung kann es zu vielen Mutationen im RNA-Code kommen, die es schwierig bis unmöglich machen, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Es gibt US-Patente, die beweisen, dass Cannabinoide eine signifikante anti-virale Wirkung zeigen. (3) (4) […]“

Im Mittelteil des Artikels geht Allen detaillierter auf die Wirkmechanismen von Ebola und die Wirkweise von Cannabinoiden ein. Er führt einige belegte positive Effekte von Cannabis auf die Bekämpfung von Hirntumoren, HIV und anderen Leiden an. Schließlich plädiert er:

„[…] Die US-Patente beweisen: Eine Herunterregelung des Immunsystems durch Cannabinoide kann ein Schlüssel für das Überleben von HIV sein, was durchaus auf das Überleben von Ebola-Patienten übertragbar sein könnte. Der direkte [Virus-]abtötende Effekt von Cannabinoiden ist für HIV-Infektionen belegt (4), aber noch nicht für Ebola. […]

Da Cannabis sehr sicher ist, besonders unter ärztlicher Aufsicht, glaube ich, dass es überaus wichtig für die medizinische Gemeinschaft ist, klinische Studien zur Überlebensrate von Ebola an Menschen durchzuführen – ungeachtet der politischen Beschränkungen.“

Aktivierung des CB2-Rezeptors lindert HIV-assoziierte neurokognitive Störungen

Der folgende Text ist die auszugsweise Übersetzung des Abstracts einer kürzlich erschienen Studie von Purohit et al. (siehe Quelle am Ende des Beitrags).

Cannabinoid-Rezeptor-2 und HIV-assoziierte neurokognitive Störungen

Abstract

Trotz weit verbreiteter Anwendung der Hochaktiven antiretrovirale Therapie (HAART), sind milde Formen von HIV-assoziierten neurokognitiven Störungen (HAND) nach wie vor weitverbreitet. Patienten, die mit HAART behandelt wurden, zeigen niedrige Virämie-Spiegel und subtile, aber biologisch wichtige Anzeichen von Makrophagen im Hirn und einer Aktivierung der Mikroglyazellen. Es sind begleitende Strategien notwendig, um HIV-1-Infektionen zu eliminieren und die Immunaktivierung sowie die damit verbundene Entzündung des Nervengewebes zu unterdrücken.

In diesem Zusammenhang stellt die Aktivierung des Cannabinoid-Rezeptors-2 (CB2) eine vielversprechende Methode dar, HAND zu mildern, indem sie die HIV-Replikation hemmt, Entzündungen abklingen lässt, die Chemokin-ähnliche Aktivierung der viralen neurotoxischen Proteine unterdrückt (zum Beispiel Tat und HIV-1gp120) und damit dem Verlust von Neuronen und Synapsen vorbeugt. Die Hemmung der HIV-Replikation auf sogar niedrigem Niveau kann neuronale Verletzungen vermindern, indem sie die Produktion von Neurotoxinen abnehmen lässt.

[…]

Es wurde angeregt, dass CB2-Antagonisten außerdem HAND bei HIV-infizierten Patienten auf HAART bessern könnte. Darüber hinaus könnte die CB2-Aktivierung Hirnschäden [vorbeugen*], indem sie die Abhängigkeit von Drogen mildert.

Quelle: Purohit, V., Rapaka, R.S., Rutter J.: „Cannabinoid Receptor-2 and HIV-Associated Neurocognitive Disorders“ in J Neuroimmune Pharmacol., Ebub (vor Druck) 12.07.2014; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25015040

* „blunt“ im englischsprachigen Original