Neues Cannabis-Gesetz betrifft NICHT RSO

Jeder neue Durchbruch auf dem Weg in die Cannabisfreigabe wird euphorisch gefeiert – mitunter etwas zu euphorisch. Auch wir beobachten mit großer Freude, wie die rechtlichen Hürden für Patienten langsam abgebaut werden. Eins möchten wir aber an dieser Stelle ganz deutlich machen:

Der neue Gesetzesentwurf der Deutschen Bundesregierung berührt NICHT den Handel und den Besitz von hochpotentem Cannabis-Öl (RSO).

Dieses ist nach wie vor illegal und nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Wir hoffen, dass wir zumindest die Entkriminalisierung von RSO noch miterleben dürfen und wünschen allen, die mit uns darauf warten, viel Gesundheit und einen langen Atem.

Detailliertere Informationen zum geltenden Recht laut Gesetzesentwurf finden Sie z.B. auf den Seiten von Cannabis-Oel.de unter http://www.cannabis-oel.de/deutschland-legalisiert-cannabis-als-medizin/.

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[Video] Der Fall Michael F. – Cannabis vom Anwalt

Über den Fall des kranken Michael F., der das Recht auf Cannabis-Anbauvor Gercht erwirkt hat, sendete der SWR am 16.04.2016 eine Reportage. Da Michael F. selbst zu geschwächt für ein Interview war, trat seine Frau vor die Kamera. Erkannt werden wollte sie allerdings nicht, da sie wegen des Cannabis-Eigenanbaus befürchtete, Schwierigkeiten mit Nachbarn oder dem Vermieter zu bekommen – obwohl das Ehepaar die Erlaubnis zum Anbau hat und trotz der Tatsache, dass keine bessere Behandlungsmöglichkeit in Sicht ist.

Hier geht es zum Video: http://www.swr.de/landesschau-bw/mannheim-durchbruch-fuer-cannabis-anbau/-/id=122182/did=17283914/nid=122182/qeiamm/index.html

Hanfpatienten und ihre „heimlichen Kollaborateure“

Bislang erlaubt die Rechtssprechung laut Betäubungsmittelgesetz (BTMG) Ärzten die Verschreibung von Cannabis-Fertigarzneien ohne größere Probleme. Mittlerweile wird dabei gelegentlich sogar auf den Geldbeutel der Patienten Rücksicht genommen.

Bei Medizinhanfblüten hingegen ist das BTMG noch lange nicht so gnädig. Hier muss der Patient erst einmal „austherapiert“ sein, bevor „der Arzt mit dem Patienten einen Ausnahmegenemigungs-Antrag an die Bundesopiumstelle stellen kann“. Und obwohl dieser Antrag häufig bewilligt wird, arbeiten nur sehr wenige Ärzte mit den Patienten zusammen. Diese beteiligten Ärzte wiederum helfen trotz der Deckung ihres Handelns durch geltendes Recht meist eher zähneknirschend und möglichst nur klammheimlich. Die Gründe dafür sind zahlreich und aus persönlich-eigennütziger Perspektive durchaus nachvollziehbar. Lesen Sie hier im vollen Artikel, warum die Ärzte nicht einfach Cannabis verschreiben, und was Patienten tun können, um den zähen Stillstand zu lösen.

Quelle: Hanf-Magazin.com, 13.04.2016, http://www.hanf-magazin.com/medizin/cannabismedizin-allgemein/wenn-hanfpatienten-mitwirkende-aerzte-suchen/

Erster Patient in Deutschland darf Cannabis anbauen

Anfang April hat das Bundeverwaltungsgericht in einem wegweisenden Urteil das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verpflichtet, einem 52-jährigen MS-Patienten die Erlaubnis zum Eigenanbau von Cannabis zu erteilen. Genauer müsste es wohl heißen, „dem Mann bei seiner effektiven Eigenbehandlung keine Steine mehr in den Weg zu legen“. Denn der 52jährige Michael F. hat seit dem Jahr 2000 einen langen Hürdenlauf hinter sich gebracht, bei dem er sich behördlichen Schikanen widmen musste, statt sich auf die Linderung und Heilung seiner Krankheit konzentrieren zu können. Und leider ist auch das Urteil zwar eine wichtige genommene Hürde, doch noch lange nicht die letzte. So hat Michaels Anbaugenehmigung „Nebenbestimmungen“ und ist kein beliebig übertragbares Präzedenzurteil.

Die Patienten werden vorerst weiterhin jede Erleichterung durch dauerhaften Druck auf die Behörden erkämpfen müssen. Hier erfahren Sie mehr.

Quelle: Sensiseeds.com, 22.04.2016, https://sensiseeds.com/de/blog/erste-anbaugenehmigung-fur-medizinisches-cannabis-deutschland

Cannabis als Medizin – öffentliche Petition

Aktualisierung

Zitat cannabis-medizin-petition.de:

„Insgesamt 33.342 Bürger haben die Petition unterstützt, darunter 16.225 innerhalb der Zeichnungsfrist zwischen dem 13. August und dem 10. September 2014 online auf der Internetseite des Petitionsausschusses sowie 17.117 auf Unterschriftenlisten.

Das Quorum für eine öffentliche Beratung der Petition im Petitionsausschuss sind 50.000 Unterstützer. Das Quorum wurde daher nicht erreicht. Eine Petition kann nach Angaben des Petitionsausschusses aber auch dann öffentlich beraten werden, wenn das Quorum nicht erreicht wurde. Letztlich sei der Inhalt der Petition entscheidend.“ [Weiterlesen]

Für weitere Informationen zur Petition besuchen Sie bitte die Website www.cannabis-medizin-petition.de oder klicken Sie auf das unten stehende Bild.

Screenshot eines Teils der Website zur Petition; www.cannabis-medizin-petition.de.

Bildschirmfoto eines Teils der Website zur Petition; www.cannabis-medizin-petition.de.

[Video] Cannabis als Medizin: Anhörung zur Rechtslage (Bundestag)

Aus der Videobeschreibung des Nutzers bewusstseinsbeweger:

„Öffentliche Anhörung zum Antrag der Abgeordneten Dr. Harald Terpe, Birgitt Bender, Maria Klein-Schmeink, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Zugang zu medizinischem Cannabis für alle betroffenen Patientinnen und Patienten ermöglichen BT-Drucksache 17/6127; Berlin, den 09.05.2012

Prof. Dr. Lorenz Böllinger, Sprecher des Schildower Kreises zu grundsätzlichen rechtlichen Fragen beim Thema Cannabis als Medizin

Quelle: Deutscher Bundestag“

Video: bewusstseinsbeweger: „Lorenz Böllinger (Schildower Kreis) zu rechtlichen Fragen beim Thema Cannabis als Medizin“ auf Youtube.com, 17.03.2013; http://youtu.be/BreVHlUIWDU