Sind Sie bereit für die letzten Geheimnisse des Cannabis?

Je mehr Cannabis imagemäßig aus der Drogen-Schmuddelecke herauskommt, desto mehr Interesse entwickeln Forscher weltweit, seine Funktionsweise zu verstehen – und die Arten, wie es Krankheiten bekämpfen könnte. Auf dem Gesundheitsportal Curenote können Sie nun ein ausführliches Dossier zur Geschichte dieser Forschung und zu Cannabis selbst lesen. Dessen Überschrift lautet: „Science Seeks to Unlock Marijuana’s Secrets: Are you Ready to Know?“ Es stellt zunächst kurz dar, wie es in den USA und weltweit dazu kam, dass sich die harte Diskriminierung langsam löste und wie daraufhin das Interesse vonseiten der Wissenschaft Schritt für Schritt erwachte. Als nächstes zeigt es, welch mannigfaltige Fragen und neuen Sachzwänge sich durch den neuen Umgang und die neuen Sichtweisen auf die Substanz ergeben.

Schließlich geht es sprichwörtlich ans Eingemachte: die Chemie, die innere Wirkung, die Erforschung dieser Aspekte und die Geschichte des Ganzen. Letztgenannte enthält einen Reichtum an schillernden Irrungen und Wendungen, dass man fast meint, die Pflanze selbst hätte das Ganze mit ihren Wirkungen beeinflusst. Und das Dossier legt noch an Vielfalt und Spannung zu, da anschließend noch eine biologische, eine medizinische und eine genetische Sichtweise auf die Thematik folgen. Lesen Sie hier den vollen Artikel auf Curenote.org vom 12.05.2016: http://curenote.org/science-seeks-to-unlock-marijuanas-secrets-are-you-ready-to-know/

Cannabinoid-Rezeptor: bislang unbekannte Schlüsselfunktion

In einer Studie mit Beteiligung der Berliner Charite stellten Forscher fest, dass der Cannabinoid-Rezeptor Typ 2 die Informationsverarbeitung innerhalb des Hippocampus beeinflusst. Das Hirnareal des Hippocampus ist an der Bildung von Langzeiterinnerungen beteiligt. Bislang war angenommen worden, dass der Rezeptor „nur“ Teil des Immunsystems ist, aber keine Funktion im Nervensystem innehat. Nun zeigt sich, dass er dort sogar eine wichtige Rolle spielt und im Hippocampus die Erregung von Nervenzellen reguliert. Die Erkenntnisse der Forscher werden als relevant in Bezug auf die künftige Behandlung von Erkrankungen wie Schizophrenie, Alzheimer und Depression eingeschätzt.

Quelle: esanum.de, 02.05.2016, https://www.esanum.de/forscher-der-charite-entdecken-neue-funktion-von-cannabinoid-rezeptor/

[Fallbericht] Cannabis-Öl bei Lungenkrebs

Der folgende Fallbericht wurde uns vom Patientenberater Hans Grewe aus Amsterdam zugesendet. Persönliche Daten und Hinweise auf die Identität der Patientin wurden entfernt.

Es geht um den Fall einer Frau und Mutter (Anfang 40), die Anfang des Jahres 2015 erfährt, dass sie an Lungen- und Rippenfellkrebs leidet – laut Aussage der Ärzte besteht keine Chance auf Heilung und ihre Lebenserwartung wird auf 24 Monate geschätzt.

Gut ein Jahr später entscheidet Sie sich für eine Therapie mit Cannabis-Öl (RSO). Nach einige Wochen der Einnahme berichtet die Schwester der Erkrankten über deren Zustand:

„Meiner Schwester geht es so viel besser. Ihre Schmerzen sind gelindert, sie schläft wieder ruhiger und ich bilde mir ein, sie sieht bereits viel gesünder aus. Zur Zeit ist sie in der Klinik, um eine Hyperthermie durchzuführen und ich bin gespannt, ob die Ärzte dort eine Veränderung feststellen können.

Auf jeden Fall hat sich ihre Lebensqualität durch das Cannabis-Öl enorm gesteigert.

Zu Beginn der Einnahme des Öls hatte sie schon ein paar Probleme. Sie fühlte sich ‚wie besoffen‘, wenn sie nachts auf die Toilette musste. Ich habe ihr dann geraten, sie soll die Dosis nicht so schnell steigern. Viel hilft nicht viel. Und so handelt sie jetzt auch.“

Wir wünschen der Patientin und ihrer Familie alles Gute! Sollten wir Neuigkeiten erfahren, werden wir diese gern mit Ihnen teilen.

Australien: erstes Bundesland vor Cannabis-Legalisierung

Vielleicht hat Paul Lawrence den Stein ins Rollen gebracht. Lawrence hatte die Australische Regierung beschuldigt, eine potentielle Heilmethode für Krebs zu „ignorieren“. Der 53-jährige spricht aus eigener Anschauung: In einer 43 stündigen Operation waren ihm mehrere Titanstäbe in die Wirbelsäule implantiert worden, nachdem eine seltene Krebsform dort einen Tumor von der Größe eines Footballs ausgebildet hatte. Neben dem Tumor wurden Paul drei Rückenwirbel entfernt. Zuvor war ihm noch gesagt worden, dass er wohl kaum überleben werde.

Inzwischen sind 6 Jahre vergangen und Paul Lawrence kämpft darum, die Droge zu legalisieren, die für ihn effektiver war als alle von den Ärzten versuchten Behandlungen. Die Ärzte konnten den Krebs nicht vollständig aus seinem Körper entfernen, doch sie konnten ihm Zeit kaufen. Das allerdings zu einem hohen Preis:

„Ich nahm bis zu zehn Pillen pro Tag. Ich bekam das, was ich eine „Vergiftungs-Kernschmelze“ nannte – verdammt viel schlimmer als ein Alkoholkater. Eines Tages war ich nicht mehr fähig, meinen Sohn zur Schule zu bringen. Daraufhin ging ich auf kalten Entzug von allem. Es dauerte zwei Monate, bis die schwere Wolke sich von meinem Geist hob und Klarheit zurückkam.“

Paul forschte nach Alternativen und begann Cannabis in verschiedenen Formen zu nehmen: von Öl unter der Zunge bis zu frischen Blättern in seinen Smoothies. Nebenwirkungen waren Hunger- und Müdigkeitsgefühle. Ansonsten: „Meine jetzige Lebensqualität ist im Vergleich zu der, die ich vor zwei Jahren hatte, absolut unglaublich.“

Lawrence glaubt ohne jeden Zweifel, dass Cannabis effektiv und sicher ist:

„Es gibt eine Heilmethode für Krebs. Warum hüpft nicht die ganze Welt vor Freude und umarmt sie? Ich verstehe es nicht …“

Mehr zu Pauls Fall sowie eine Einschätzung seines Onkologen lesen Sie hier (Achtung, explizite Bilder).

Im Februar 2016 schließlich brachte die australische Regierung Gesetze auf den Weg, die den Anbau von medizinischem Marijunana legalisieren sollen. Die Regierung des Bundesstaats New South Wales gab an, den Gebrauch von Cannabis bei Erwachsenen im Endstadium zu erproben.

Am Dienstag den 12.4. ist dann ein konkretes Gesetz durch die Regierung des Bundesstaats Victoria verabschiedet worden. Es ermöglicht Patienten in „außergewöhnlichen Umständen“ an medizinisches Cannabis zu gelangen und soll einen sicheren Rahmen schaffen, in dem die schmerzlindernde Droge hergestellt, in Umlauf gebracht und in qualitativ hochwertiger Form verfügbar gemacht wird. Ein „Office of Medicinal Cannabis“ soll Produktion und Verschreibung durch Ärzte überwachen. Weitere Einzelheiten zu Regelungen und Ablauf der neuen Gesetze lesen Sie hier.

Quellen: Yahoo News, 06.04.2016, https://au.news.yahoo.com/a/31284485/there-is-a-cure-cancer-patient-demands-marijuana-be-legalised-in-australia/ und Mashable.com, 12.04.2016, http://mashable.com/2016/04/12/medical-cannabis-victoria/

Video: Israelischer Junge erfährt Linderung durch medizinisches Cannabis

Ein Fallbeispiel aus Israel: Ein zweieinhalbjähriger Junge leidet unter ständigen Anfällen schwerer Epilepsie und den Folgen einer zerebralen Kinderlähmung. Seitdem die zunächst skeptischen Eltern Cannabisöl zur Behandlung verwenden, sind fast alle Symptome verschwunden. Zuvor hatte keine Behandlung gewirkt. Das Video finden Sie untert http://www.citynews.ca/2016/04/02/video-israeli-boy-finds-relief-through-medical-marijuana/.

[Video] Der Fall Michael F. – Cannabis vom Anwalt

Über den Fall des kranken Michael F., der das Recht auf Cannabis-Anbauvor Gercht erwirkt hat, sendete der SWR am 16.04.2016 eine Reportage. Da Michael F. selbst zu geschwächt für ein Interview war, trat seine Frau vor die Kamera. Erkannt werden wollte sie allerdings nicht, da sie wegen des Cannabis-Eigenanbaus befürchtete, Schwierigkeiten mit Nachbarn oder dem Vermieter zu bekommen – obwohl das Ehepaar die Erlaubnis zum Anbau hat und trotz der Tatsache, dass keine bessere Behandlungsmöglichkeit in Sicht ist.

Hier geht es zum Video: http://www.swr.de/landesschau-bw/mannheim-durchbruch-fuer-cannabis-anbau/-/id=122182/did=17283914/nid=122182/qeiamm/index.html

Hanfpatienten und ihre „heimlichen Kollaborateure“

Bislang erlaubt die Rechtssprechung laut Betäubungsmittelgesetz (BTMG) Ärzten die Verschreibung von Cannabis-Fertigarzneien ohne größere Probleme. Mittlerweile wird dabei gelegentlich sogar auf den Geldbeutel der Patienten Rücksicht genommen.

Bei Medizinhanfblüten hingegen ist das BTMG noch lange nicht so gnädig. Hier muss der Patient erst einmal „austherapiert“ sein, bevor „der Arzt mit dem Patienten einen Ausnahmegenemigungs-Antrag an die Bundesopiumstelle stellen kann“. Und obwohl dieser Antrag häufig bewilligt wird, arbeiten nur sehr wenige Ärzte mit den Patienten zusammen. Diese beteiligten Ärzte wiederum helfen trotz der Deckung ihres Handelns durch geltendes Recht meist eher zähneknirschend und möglichst nur klammheimlich. Die Gründe dafür sind zahlreich und aus persönlich-eigennütziger Perspektive durchaus nachvollziehbar. Lesen Sie hier im vollen Artikel, warum die Ärzte nicht einfach Cannabis verschreiben, und was Patienten tun können, um den zähen Stillstand zu lösen.

Quelle: Hanf-Magazin.com, 13.04.2016, http://www.hanf-magazin.com/medizin/cannabismedizin-allgemein/wenn-hanfpatienten-mitwirkende-aerzte-suchen/

Medizinisches Cannabis: Schritt für Schritt in die Legalität

Positive Rauchsignale von Skandinavien bis Südamerika

Cannabisverkauf – ein Geschäft im Schatten

Das Geschäft mit Cannabis umgibt selbst dort, wo es im legalen Rahmen statt findet, oft eine schattenhaft Aura. Dazu muss man nicht weit schauen: Schon die niederländischen Coffeeshops stehen vor der so genannten achterdeurproblematiek – dem Hintertürproblem. Denn auch, wenn der Verkauf von Cannabis in den Niederlanden in einem strengen Rahmen geduldet wird, sind Anbau und Einfuhr illegal. Daraus ergibt sich eine skurrile Situation: Den Coffeeshops ist es gestattet, etwas zu verkaufen, das es eigentlich gar nicht geben darf. Und durch das Risiko der Anlieferer, in flagranti ertappt zu werden, diktieren diese hohe Preise, die sich von denen auf dem Schwarzmarkt kaum unterscheiden.

Grünes Licht aus den USA

Seit Anfang 2014 der Cannabisverkauf im US-Bundesstaat Colorado legalisiert wurde, weht ein frischer, neuer Wind durch die Szene. Colorado und auch andere Staaten in den USA haben massiv dazu beigetragen, dass der Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken weltumspannend neu diskutiert und ausgehandelt wird. Zu verdanken ist dieser Umstand zum einen einer starken Lobbyarbeit von (Medi-)Cannabis-Interessenverbänden und dem wachsenden wissenschaftlichen Interesse an der Pflanze und ihren Wirkstoffen als Heilmittel.

Neue Chancen in der Zukunft

Cannabis, gerade medizinisches Cannabis, ist ein Markt mit Zukunft. Von Skandinavien bis Südamerika gibt es immer mehr Menschen, die schon jetzt die Weichen stellen, um nach der vollständigen Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken auf diesem neuen Markt mitzumischen. Einer dieser Visionäre ist der Niederländer Hans Grewe, ehemaliger Grower, Patientenberater und Cannabis-Netzwerker. Sein Ziel ist nach eigenen Angaben die Etablierung der ersten Europäischen Cannabis-Klinik. In einem Facebook-Beitrag schildert er, wie die Netzwerkarbeit für die Umsetzung dieses Projekts aussehen kann:

„Von Ende März bis Ende April hatte ich ein paar erfolgreiche und informative Wochen mit neuen Ideen, Gesprächen und Abschlüssen:

In einem Dörfchen nicht unweit vom kolumbianischen Städtchen Santa Marta wurde mit dort anbauenden Growern ein Konzept für drei neue medizinische Cannabissorten besprochen und abgesegnet. In der ersten Phase werden die Samen für die neue Gattung erzeugt. Die Pflanzen werden in mehreren Schritten biologisch angebaut, gezüchtet und dann in letzter Instanz erforscht und getestet. Es ist unser Antrieb die Kultur der Pflanze, die bei weitem nicht ausgeschöpft ist, weiter voran zu treiben und neue Wege zu beschreiten, um den Krankheiten die Stirn zubieten. […]“

Kolumbianisches Cannabis?

Tatsächlich hat Kolumbien – bei vielen verschrien als Kokainkanone Südamerikas – in letzter Zeit häufig in den Medien von sich reden gemacht, und zwar explizit im Zusammenhang mit medizinischem Cannabis. Bereits im Jahr 2014

„hatte der Präsident Kolumbiens, Juan Manuel Santos, die Sympathie seiner Regierung für ein medizinisches Cannabis-Programm kundgetan und angekündigt, Cannabis zu medizinischen Zwecken auch in Kolumbien zu legalisieren“,

schrieb der Deutsche Hanfverband am 23. Dezember 2015. Und weiter:

„Die Regierung argumentiert, sie wolle Patienten die Möglichkeit geben, ihr Gras nicht weiter vom Schwarzmarkt und somit den kolumbianischen Kartellen zu beziehen. Kolumbien stehe somit an vorderster Front der Länder, die natürliche Ressourcen nutzen, um Krankheiten zu bekämpfen, sagte der Präsident […].

Wer zukünftig Cannabis als Medizin anbauen möchte, kann sich um eine staatliche Anbaulizenz bewerben, die von der Drogenüberwachungsbehörde des Landes ausgestellt wird.“

Laut einem Bericht des Deutschlandradios soll das kolumbianische Cannabis zwar auch der eigenen Bevölkerung zugute kommen, vor allem soll die Pflanze aber legal in den Export gehen.

Von Kolumbien nach Dänemark

Hans Grewe weiter:

„Zwei sehr gute Gespräche fanden in Dänemark statt. Da es in der Schweiz und Österreich in Sachen europäische Cannabis-Klink momentan leider kein Vorankommen gibt, suchen wir auch hier neue Ansprechpartner. Dazu zählt ein politischer und sehr interessanter Kontakt innerhalb der Liberalen. Auch ein Facharzt aus der Uniklink in Odense ist sehr interessiert an künftigem Austausch und Zusammenarbeit in Sachen Cannabis-Öl.
Viele Parlamentarier sind für die Legalisierung von Cannabis (Sozialdemokraten, Sozialisten, Sozialliberale, Liberale und Grüne). Die konservativen Parteien, die momentan an der Macht sind, sind allerdings dagegen. Es gibt sogar eine Hanfpartei, die aber nicht im Parlament sitzt.“

Dänemark gehört zu den Ländern, die den Konsum von Cannabis tolerieren, der Besitz und Handel ist jedoch illegal. Allerdings werden seit einiger Zeit politische Debatten darüber geführt, die geltenden Gesetze und Bestimmungen zu ändern. Am 11. Dezember 2015

„begann das Parlament einen Gesetzesvorschlag der [Partei] Alternativet zu diskutieren, nach dem Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert werden soll. […] eine Reihe von Parteien unterstützt die Alternativet, gemeinsam könnten sie den Vorschlag mit einer knappen Mehrheit durch das Parlament winken“,

so Philip Tees in einem Beitrag für die Copenhagen Post.

Tatsächlich gibt es bereits ganz konkrete Vorschläge, wie eine Legalisierung Dänemark auch wirtschaftlich stärken könnte:

„Die kleinen Inseln Dänemarks kämpfen ums Überleben, könnten aber bald eine neue Bestimmung als Cannabis-Farmen bekommen, wenn das Parlament dem Antrag auf Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke zustimmt“,

schrieb Tess in einem weiteren Artikel für die Copenhagen Post vom 04. März 2016.

Weltweite (Hanf-)Seilschaften

Die hier vorgestellten Personen und Organisationen, die eine Legalisierung bzw. neue Strukturen und Möglichkeiten im Cannabusiness vorantreiben stellen nur einen kleinen Ausschnitt derer dar, die anderswo auf der Welt ähnliches tun und ähnliches hoffen – wie auch Hans Grewe, der sich wünscht,

„dass sich die politische Situation in Sachen Cannabis in Europa weiter zum Guten entwickelt und wir in absehbarer Zeit eine Cannabis-Klinik realisieren können … vielleicht sogar mit potentem neuen Mediwiet aus Kolumbien […]“

Im Sinne aller Patienten, die von diesem und ähnlichen Vorhaben profitieren könnten, wünschen wir das auch.

Cannabis-Grundkurs für Ärzte und andere Fachkräfte

Immer häufiger werden Mediziner, Fachärzte, Krankenschwestern oder Pfleger von Patienten auf das therapeutische Potenzial von Cannabis angesprochen. Bislang bleiben in solchen Situationen viele Fragen offen, da die Befragten ihrerseits nicht unbedingt mit der Materie vertraut sind. Hier nun hat das Hanfsamenunternehmen SensiSeeds auf eine sehr gelungene Weise Abhilfe geschaffen. Denn dessen Abhandlung zu vielen Aspekten des medizinischen Cannabis ist nicht nur kompetent und umfangreich, sondern auch flüssig und unterhaltsam zu lesen. Ergänzt wird der kompakte Überblick über medizinischen Einsatz, Produkte, Kenntnislage und Rechtssituation um weiterführende Links mit detaillierten und landespezifischen Informationen zum Einsatz von Cannabinoiden in der Medizin.

Wir finden, das ist ein tolles Kommunikationsangebot – nicht nur für Mediziner -, das man bei Sensiseeds übrigens nicht als Einbahnstraße versteht, sondern als Einladung zum Dialog. Kontaktaufnahme und Fragen sind erwünscht.

Alles Weitere auf der Website Sensiseeds. com unter https://sensiseeds.com/de/blog/cannabinoide-der-medizin-ein-uberblick-fur-arzte-und-fachpersonal/

Cannabis bei posttraumatischer Belastungsstörung

Immer mehr US-Staaten wägen eine Legalisierung von Cannabis ab, um Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) bei Kriegsheimkehrern zu behandeln. Doch für viele Vetranen ist diese Debatte schon gelaufen. Sie verwenden Cannabis in wachsendem Maße, ob es nun illegal bleibt oder nicht. Auch die fehlende Anerkennung durch den Vetranenverband, weil Wirksamkeitsnachweise durch größere Studien noch ausstehen, spielt hierbei keine Rolle.

Teilweise kommt die Forschung zwar zu gegenteiligen Aussagen, doch viele ehemaligen Soldaten berichten, dass Cannabis ihnen helfe Angst, Schlaflosigkeit und Alpträume zu handhaben – während verschriebene Medikamente wie Klonopin und Zoloft nicht wirkten oder sie sich wie Zombies fühlen ließen. Es gibt allerdings auch Fälle, bei denen Behandlungsversuche mit Cannabis wenig geholfen oder gar die Lage durch eine neue Abhängigkeit und anderes verschlimmert haben. Einige Fallberichte finden Sie im unten verlinkten Originalartikel von CBSNews.

Alles in allem gibt es trotz berechtigter Einwände genügend Hinweise auf positive Wirkungen von medizinischem Cannabis bei Posttraumatischen Belastungsstörungen, um generelle Verbote infrage zu stellen und weitere Forschung an der Thematik zu rechtfertigen.

Mehr dazu im Originalartikel auf cbsnews.com vom 22.03.2016 unter http://www.cbsnews.com/news/more-veterans-using-marijuana-for-ptsd/