Regelschmerz Ade mit Cannabis-Tampons?

Ein mit Cannabis versetzter Tampon soll Regelschmerzen lindern. Sogar den berüchtigten Krämpfen soll das in den USA auf den Markt gekommene Produkt Einhalt gebieten. Der Gleitgel-Hersteller Foria versetzt dafür seine Zäpfchen auf Kakaobutter-Basis mit den Cannabiswirkstoffen THC und CBD. Das psychoaktive THC soll seine schmerzlindernde Wirkung dabei ausschließlich im Unterleib entfalten, ohne ins Gehirn vorzudringen. Ob und wann es eine Markteinführung in Deutschland gibt, ist allerdings unklar.

Weitere Infos finden Sie auf den Seiten von EditionF.com unter https://editionf.com/Tampon-Regelschmerzen-lindern-Foria und auf der Website des Herstellers der Cannabis-Tampons unter http://foriapleasure.com.

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Sicherheit und Effizienz von Cannabisöl bei Demenz

Sicherheit und Effizienz von medizinischem Cannabisöl für Verhaltens- und Psychologie-Symptome von Demenz

In einer offenen Studie an elf Alzheimer-Patienten führte eine Gruppe von sieben Wissenschaftlern Messungen zur Effizienz und Sicherheit von THC-haltigem Cannabisöl durch. Speziell THC gilt als potentielles Mittel zur Linderung der psychischen Symptome und Verhaltensstörungen bei Demenz. Die Patienten wurden vier Wochen mit Cannabisöl als Zusatz zur Therapie mit Pharmazeutika behandelt und beobachtet. Zehn Patienten beendeten die Studie, bei der signifikante Rückgänge maßgeblicher Symptomer wie Wahnvorstellungen, Reizbarkeit, Aggression oder Apathie festgestellt wurden. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass medizinisches Cannabisöl als sicherer und vielversprechender Zusatz in der Behandlung anzusehen ist.

Erschienen ist die Studie im Journal of Alzheimer’s Disease am 12. Januar 2016. Sie kann auf iospress.com kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Quelle: PubMed.gov, 16.01.2016, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26757043

Cannabinoide gegen neuropathische Schmerzen

In einer Pressemitteilung berichtet die Medienagentur APA-OTS über neue Hinweise auf die Wirksamkeit des teilsynthetisch produzierten Tetrahydrocannabinols Dronabinol bei neuropathischen Schmerzen. Bei dieser Form von körperlichem Schmerz ist das Nervensystem selbst der Auslöser.

Nach Ansicht von Prof. Rudolf Likar, Generalsekretär Österreichischen Schmerzgesellschaft, könnten Medikamente auf Basis von Cannabinoiden – etwa Dronabinol – damit künftig eine wichtigere Rolle in der Behandlung spielen. Bislang war die Evidenz für den Einsatz von Cannabinoiden in diesem Bereich gering, ihr Einsatz als Medikament umstritten.

Den Artikel mit Prof. Likars Bewertung der neuen Sachlage zum Themenkomplex Cannabinoide und neuropathische Schmerzen finden Sie hier: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160126_OTS0011/potenzial-fuer-cannabinoide-auch-bei-neuropathischen-schmerzen

THC drängt Tumorzellen in den Selbstmord

In der breiten Öffentlichkeit ist der medizinische Nutzen von Cannabis meist nur insoweit bekannt, dass die Pflanze – bzw. deren Hauptwirkstoffe THC und CBD – Schmerzen und Übelkeit bei Krebspatienten und Schwerkranken lindern kann. Das Wissen, dass die heilenden Wirkungen viel weiter gehen, gelangt erst langsam über „einschlägige Kreise“ hinaus. Bis zum Durchbruch der Erkenntnisse sind sicher noch weitere Jahre beharrlicher Forschung und Aufklärung notwendig.

Einen besonderen Beitrag dazu leistet die Molekularbiologin Cristina Sanchez von der Universität Complutense Madrid. Über deren Arbeit zu den molekularen Aktivitäten der Cannabinoide berichtet ein Kopp-Online-Artikel. Die wohl wichtigste Beobachtung, die sich im Laufe der Jahre abzeichnete, ist die Fähigkeit des psychoaktiven Bestandteils Tetrahydrocannabinol (THC), Tumorzellen zum „Selbstmord“ zu veranlassen, während gesunde Zellen unbehelligt bleiben. Lesen Sie hier, welche weiteren erstaunlichen Entdeckungen Sanchez und ihr Team machten und zu welcher Meinung die Wissenschaftlerin über die Cannabis-Politk der USA gelangt ist.

Quelle: Kopp Online, 01.01.2016, http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/natuerliches-heilen/jonathan-benson/biologin-marihuana-bringt-tumorzellen-dazu-selbstmord-zu-begehen.html

Kann Industriehanf Strahlung „schlucken“?

Hanf ist nicht Marihuana

Hanf bietet viele Nutzungsmöglichkeiten und könnte eine Reihe Nutzpflanzen ersetzen, die viel zu viel Bewässerung und Pestizideinsatz erfordern. Ein weniger bekannter und vielleicht noch interessanterer Fakt ist, dass Hanf schädliche Strahlung „frisst“.

Das Verbot von genmanipulierten Pflanzen fordern Aktivisten bislang ebenso vergeblich wie die Legalisierung von Cannabis Sativa L. – warum gab dann die US-Regierung Bauern jetzt das Recht zum Anbau von Industriehanf, der nichthalluzinogenen Schwesterpflanze von medizinischem Marihuana?

Eigentlich ist klar, dass Industriehanf schon längst hätte legalisiert werden können und müssen. Mit THC-Werten, die so gering sind, dass man schon wie ein Bob Marley oder Snoop Dog rauchen müsste, um „high“ zu werden, war seine Klassifizierung als Droge schlicht lächerlich.

Verseuchte Böden – Radioaktivität in der Nahrungskette

Als der Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 zu schwerer radioaktiver Verstrahlung führte, mussten Anwohner im Umkreis von 30 Kilometern evakuiert werden. Später stellte man noch in 100 Kilometern Entfernung vom Unfallort radioaktive Verseuchung fest. Zwar ist die Fukushima-Strahlung nach wie vor nicht abschließend erfasst, doch die japanische Regierung plant trotzdem, die überfließenden verstrahlten Wassertanks in den Pazifik zu „entsorgen“.

Wie im Tschernobyl-Fall finden Wissenschaftler auch jetzt radioaktive Strahlung und giftige Metalle (u.a. Iod, Cäsium-137, Strontium-90 und Plutonium) in den Böden, Pflanzen und Tieren Japans, aber auch bis an die Westküste der USA und von Kanada bis Mexiko. Sogar die US-Umweltbehörde EPA gab zu, dass jedes lebende Gewebe von radioaktiver Strahlung geschädigt werden kann. Aus Japan werden hohe Raten an Schilddrüsenerkrankungen und Krebs gemeldet und der Ozean stirbt tagtäglich. Für Kinder, die an der US-Westküste geboren werden, rechnen Wissenschaftler mit einem um 28% erhöhtem Vorkommen an Schilddrüsenüberfunktion, einer typische Krankheit bei fortgesetzter Strahlenexposition. Sogar Nutztiere, die Gras von kontaminierten Böden gefressen haben, entwickeln Fleisch mit hohen Konzentrationen dieser Toxine – seit Fukushima nochmals exponentiell mehr.

Ist Hanf die (Er)Lösung?

Dr. Ilya Raskin vom Biotechnologischen Zentrum an der Rutgers Universität war ein Mitglied der Task Force, die von der IAEA geschickt wurde, um die Nahrungsmittelsicherheit in Tschernobyl zu ermitteln. Raskin fand heraus, dass der Boden und damit die Lebensmittelversorgung durch Phytosanierung mit Hanf und anderen Pflanzen vor Vergiftung bewahrt werden kann. Phytosanierung, auch Phytoremediation genannt, ist der Prozess, in dem grüne Pflanzen dem Boden Gifte entziehen. Die Pflanzen können trotz dieser Extraktionen ihrerseits gedeihen. Sie akkumulieren die Toxine in Gewebe und Wurzeln, ohne dabei beschädigt zu werden. Von Sonnenblumen ist seit Jahrhunderten bekannt, dass sie solche Fähigkeiten haben und Schwermetalle oder Pestizide aus dem Boden elimieren. Auch von Senfpflanzen ist ähnliches bekannt, doch wirklich erstaunlich scheinen die „Saugfähigkeiten“ beim Hanf.

Die Legalisierung von Hanf könnte einiges der von Wissenschaftlern erwarteten Toxizität ausgleichen. Glücklicherweise hat Kalifornien, einer der am härtesten betroffenen Bundesstaaten, Industriehanf bereits legalisiert, doch es muss immer noch auf die Berechtigung durch die Bundesregierung warten, bevor es mit dem Anbau beginnen kann. Das Anbaugesetz erlaubt bislang nur den Anbau zu „Forschungszwecken“, der auf bestimmte Institutionen in 10 US-Bundesstaaten beschränkt ist.

Christina Sarich von Nation of Change schreibt dazu:

„George Washington und Thomas Jefferson bauten Hanf an. Im Lichte von Fukushima sollten wir es den Gründervätern gleich tun und es ebenfalls anbauen. Sie können helfen, die Böden zu reinigen, wenn Hanf oder medizinisches Marihuana in Ihrem Staat legalisiert worden ist und helfen, es in weitere Staaten zu tragen, indem Sie sich bei Ihren Abgeordneten und Regierungsvertretern Gehör verschaffen.“

Quelle: Hempforfuture.com, 03.04.2014, http://www.hempforfuture.com/2014/04/03/hemp-plant-found-to-eat-radiation-and-drive-away-toxicity-hemp-fields-should-be-planted-around-fukushima/