Hans Grewe im Interview

Unseren Lesern ist der Name Hans Grewe wahrschenlich ein Begriff. Der Amsterdamer ist in Holland und Deutschland als Patientenberater tätig und hat uns in den vergangenen Jahren immer wieder interessante Fallberichte zukommen lassen, in denen Patienten von ihren Erfahrungen mit Rick-Simpson-Öl (RSO) bzw. ähnlichen Cannabis-Vollextrakten berichten.

Hans Grewe verfügt nach eigenen Angaben über 30 Jahre Erfahrung im Cannabisanbau und ist seit gut sechs Jahren im Bereich medizinisches Cannabis — Schwerpunkt RSO — als Berater tätig. Nun war Herr Grewe bereit, uns ein Skype-Interview zu geben.

Die Fragen, die wir ihm gestellt haben, basieren hauptsächlich auf typtischen Leserfragen, die uns über die Jahre immer wieder gestellt wurden sowie Fragen, die wir im Netz gefunden haben.

RSO kaufen – (wie) geht das?

HanfHeilt.net (HH): Herr Grewe, welche Möglichkeiten hat man als Patient in Deutschland, RSO zu beziehen? Gibt es einen legalen Weg?

Hans Grewe (HG): Europaweit ist diese besondere Form Cannabisöl verboten und legal eben nicht zu kriegen.

HH: Auch nicht mit ärztlichem Rezept?

HG: Nein.

HH: Und warum ist das immer noch so?

HG: Weil die Pharma es offenbar nicht haben will … Klar, es fehlen auch noch klinische Studien, allerdings war das noch nie ein großes Hindernis, wenn Big Pharma etwas auf den Markt bringen wollte.

HH: Was raten Sie Patienten, die dennoch auf der Suche sind?

HG: Viel Rat darf ich da leider nicht geben, ohne auf dünnem Eis zu stehen. Der Weg könnte so aussehen: Sich im Internet schlau machen und die richtige Seite finden, wo man dann vielleicht Kontakthilfe bekommt.

HH: Kann ich mich an Sie wenden, wenn ich wissen möchte, ob eine bestimmte Quelle zuverlässig ist, zum Beispiel ein Kontakt aus dem Internet?

HG: Die allermeisten sind mir und uns — also meinen Kontakten im Labor in Amsterdam —  nicht hinreichend bekannt, daher will ich nicht pauschal verneinen, dass sie zuverlässig oder seriös sind, dazu fehlt mir die Grundlage. Ohne die Ware selbst getestet und untersucht zu haben, kann ich keine verlässlichen Aussagen machen – außer natürlich, es liegt ein sehr offensichtlicher Betrugsfall vor.

HH: Was halten Sie grundsätzlich vom RSO-Kauf in Onlineshops?

HG: Alles, was Onlineshops verkaufen, ist immer so hergestellt, dass es nicht verboten ist. Es gibt aber immer wieder Shops, die ein bisschen mit den Produktangaben spielen, damit es so aussieht, als wäre mehr THC oder CBD drin als eigentlich ist. Man sollte sich immer vor Augen führen: Wenn ich im Onlineshop etwas Verbotenes verkaufe, machen sie ihn mir zu. Also ist man dort natürlich vorsichtig. Das heißt: Im Endeffekt verkauft ein Onlineshop nur das, was erlaubt ist, und dann kann man davon ausgehen, dass das kein RSO ist.

HH: Was ist mit den illegalen Shops? Die gibt’s ja auch.

HG: Illegale Shops werden natürlich mit Sicherheit keine persönlichen Gespräche führen, und bei Versandgeschäften wär ich so oder so immer vorsichtig. Weil du nie weißt, was du kriegt, und auch nicht weißt, wie die Qualität ist und, und, und. Ich habe da schon die dollsten Geschichten mitbekommen, wo es mich teilweise erschrocken hat, mit was für primitiven Mitteln das Öl hergestellt wird, das grenzt schon an Fahrlässigkeit. Sie nehmen ja auch kein Aspirin, das ihr Nachbar in der Küche zusammengemixt hat! Zum Beispiel sollte heute der biologische Anbau Standard sein. Machen wir schon seit sechs Jahren, während andere noch gar keine Ahnung haben, wie genau das eigentlich funktioniert. Wir arbeiten außerdem mit dem Labor und nicht mit dem Reiskocher, weil unser Anspruch eben nicht ist, irgendwie RSO herzustellen, sondern so hochwertig und zuverlässig wie möglich. Das kann natürlich nicht jeder tun und ich sehe auch kaum jemanden, der es erfolgreich versucht hat. Ich sage manchmal, zugegeben nicht ohne Stolz: Wir fahren schon seit Jahren mit dem Ferrari, wo andere noch mit der Postkutsche fahren. Und ob Ferrari oder Postkutsche, kann man bei solchen Shops eben schlecht vorhersagen, während man nach dem Kauf in der Regel keinen greifbaren Ansprechpartner hat. Das ist reine Glückssache. Ich bin da also eher skeptisch.

RSO herstellen

HH: Und wenn ich mir nun reines CBD-Öl und reines THC-Öl kaufe, beide vermische – erhalte ich dann nicht auch RSO?

HG: Nein, wir haben ja eben keine Cola und Fanta, aus denen man mal eben einen Mezzo-Mix macht. So wird das nichts. Das Öl muss aus einer Pressung kommen, als Vollextrakt. Dazu kommt: CBD- und vor allem THC-Öl gibt es gar nicht in der Qualität und in der Stärke, die du haben musst. Das ganze fällt also eher unter die Kategorie Ammenmärchen – für mich keinen Mezzo-Mix bitte, und auch keine Apfelschorle! (lacht)

HH: Dr. David Meiri fand heraus, dass nicht alle Sorten Cannabisöl bei allen Tumorarten gleich wirken. Ist das die Herausforderung der nächsten Jahre, die Ursache dafür zu finden?

HG: Ja, das ist auch für uns eine Herausforderung. Stand heute: Wir nutzen nur Pflanzen von höchster Qualität, so wie unsere Columbia Mountain, die übrigens nicht zu kaufen ist, weil die nur von uns gezüchtet wird. Darüber hinaus forschen wir natürlich auch, aber es gibt noch keine konkreten Aussagen zu diesem Thema.

HH: Also wird das von Ihnen empfohlene Öl immer aus denselben Sorten gewonnen?

HG: Eigentlich nur zwei: Columbia Mountain und Küsch. Küsch ist nicht ganz so potent wie unsere Columbia, aber auch damit haben wir gute Erfolg beobachten können.

HH: Was ist das beste Verhältnis zwischen THC und CBD im Öl?

HG: Also, Stand heute: CBD zwischen 20 und 26 Prozent solltest du auf jeden Fall haben. Und THC: 50 plus.

HH: Und wie ist das – sind verschiedene Verhältnisse bei verschiedenen Krebsarten oder anderen Krankheiten sinnvoll?

HG: Das ist eigentlich auch ein Ammenmärchen, denn handfeste Informationen gibt es dazu keine. Trotzdem fragen mich immer wieder Menschen, ob es nicht besser wäre, dem Öl noch THC- oder CBD-Öl hinzuzufügen, damit ein gewisses Verhältnis erreicht wird. Aber im Endeffekt ist es ja so: Am Anfang steht das Vollextrakt. Das noch im Nachhinein zu vermischen ist wenig zielführend. Es gibt so dermaßen viele verschiedene Krebsarten und so viele mögliche Zusammensetzungen des Öls, dass es fast schon aberwitzig ist, bei diesem Thema den Experten zu spielen. Meiner Erfahrung nach ist es besser, ein Öl zu finden, das möglichst vielen hilft, und das ist bereits geschehen.

HH: Können Sie mir helfen, wenn ich zu Hause selbst Cannabis-Öl herstellen will?

HG: Helfen könnte ich schon, beratungstechnisch, es ist aber davon abzuraten, weil es viel zu gefährlich ist und viel zu viel passieren kann. Ich habe über die Jahre so viele Unfälle mitbekommen, teilweise sogar von geschulten Fachleuten, da wird man sensibilisiert. Und auch qualitativ gibt es große Unterschiede zwischen Do-it-yourself und Laborqualität. Mit behelfsmäßigem Material – z.B. Reis- oder ähnliche Kocher, Destilliergeräte – erreichst du nie den Reinheitsgehalt, bist nie sicher, ob alles rausgekocht ist, was raus muss. Darum kann ich eigentlich nur davon abraten, alles andere wäre unverantwortlich. Wer es natürlich gerne machen will, sich sehr gut informiert hat und sehr vorsichtig ist – okay. Man muss aber auch dazusagen: Um die Menge und Qualität zu erreichen, die theoretisch erreicht werden kann, muss man schon sehr viel Geld in die Hand nehmen. Für die meisten Privatanwender ist das daher ohnehin keine Option.

RSO einnehmen

HH: Wie viel RSO sollte man als Krebspatient einnehmen und wann?

HG: Das ist von Mensch zu Mensch verschieden, je nach individueller Verträglichkeit. Das Maximum liegt meist bei 0,30 oder 0,35 Gramm. Minimum sollte 0,10 sein. Einmal am Tag abends, weil die Regeneration immer nachts passiert. Außerdem kann man so die Nebenwirkung, also den Rausch, überschlafen, ohne viel davon mitzubekommen.

HH: Viele Menschen versuchen, möglichst auf ein Gramm Öl am Tag zu kommen, wie es Rick Simpson in seinem Protokoll vorschlägt. Wieso sind Sie dafür niedrig zu dosieren?

HG: Ganze einfach: Eine niedrige Dosierung meint, sich langsam an seine persönliche Verträglichkeit heranzutasten. Jeder hat da seine eigene Schwelle. Wenn die überschritten wird, also die Dosis zu hoch wird, setzt das den Körper unter Stress. Und ein gestresster Körper geht natürlich automatisch von der Heilung weg, weil er, vereinfacht gesagt, im Rebelliermodus steckt, nicht im Heilmodus. Deswegen: Langsam und niedrig anfangen, die persönliche Verträglichkeit austesten und dann bei dem bleiben, was gut vertragen wird.

HH: Also spricht nichts gegen hohe Dosen, wenn man sie gut vertragen kann?

HG: Wenn ich eine hohe Dosis gut vertrage, ist das okay. Es ist aber eigentlich ausreichend, zwischen 0,3 bis 0,4 Gramm täglich einzunehmen. Die Kontinuität ist hier viel wichtiger als die exakte Dosis. Wenn der Körper über die Monate gelernt hat, was er da an Unterstützung bekommt, kann er effizient damit arbeiten. Das ist völlig ausreichend. Also: Ein Gramm ist eigentlich viel zu viel. Wer es trotzdem nehmen möchte und gut damit klarkommt, kann es natürlich gerne tun.

HH: Kann man die Gramm in Milliliter umrechnen? Wie ist das beim RSO?

HG: Wir rechnen natürlich in Gramm, weil das RSO Gewicht hat und nicht flüssig ist. Flüssiges RSO gibt es nicht, das muss dann verdünnt sein. Man kann aber ganz grob sagen, dass sich Gewicht zu Volumen ungefähr 1:1 umrechnen lassen, mit etwas Abweichung.

HH: Kann ich RSO auch präventiv einnehmen?

HG: Natürlich, wer es gerne machen will – es schadet nicht, es kann nur helfen; und immer mal wieder etwas zur Prävention ist okay.

HH: Wie sollte man in dem Fall dosieren?

HG: Eine geringere Dosis reicht zur Prävention. Und nicht jeden Tag, sondern z.B. ein- oder zweimal die Woche ist völlig ausreichend.

HH: Wie nimmt man Cannabisöl rektal ein? Wie stellt man Zäpfchen selber her?

HG: Anleitungen zur Zäpfchenherstellung kriegst du bei Google, entweder mit Kakaobutter oder mit Gelantine. Man braucht dazu eine Zäpfchenform, die findet man im Fachhandel. Die so geformten Zäpfchen werden dann kaltgestellt. Wie bei der oralen Einnahme ist es so, dass du erst mal Zäpfchen machst mit, sagen wir mal 0,2 Gramm, weil du rektal ohnehin mehr verträgst, und dann langsam hochgehst. Also machst du dir z.B. immer jeweils fünf Stück fertig und tastest dich so langsam an deine persönliche Verträglichkeit ran. Aber wie gesagt: Genaueres dazu findet man im Netz.

HH: Was ist denn Ihrer Erkenntnis nach besser? Die orale oder rektale Aufnahme von RSO?

HG: Wir empfehlen die orale Einnahme, weil wir bei der rektalen Einnahme nie sicher sind, ob alles dahinkommt, wo es hin soll, um eine Heilung zu erzielen. Die meisten, die das Öl rektal einnehmen, können z.B. nicht mehr schlucken oder möchten einfach den Rausch vermeiden, vertragen dadurch aber natürlich auch mehr. Die rektale Einnahme bietet also für manche Menschen Vorteile, aber oral ist für uns immer noch die bessere Methode.

HH: Einige Menschen sagen ja auch, sie nehmen das Öl rektal ein, um es über die Schleimhäute aufzunehmen; das wäre besser, denn dann käme es schneller ins Blut.

HG: Hört sich vielleicht doof an, aber ich sag immer so schön: Wenn du’s rektal nimmst, gehst nachher eine halbe Stunde oder Stunde später auf die Toilette – dann ist die Frage, wie sich das Öl bis dahin verteilt hat und was davon ankommt, wo es hin soll. Das Problem hat man bei der oralen Einnahme nicht. Aus medizinischer Sicht ist die rektale Wirkung sowieso umstritten, wobei es einige positive Erfahrungsberichte von Anwendern gibt. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden.

HH: Ist die Aufnahme über die Schleimhäute nicht auch im Mund möglich, unter der Zunge zum Beispiel?

HG: Theoretisch auch, wobei du da natürlich den Effekt hast, dass du schneller etwas von der Rauschwirkung merkst.

Erfahrungen mit RSO

HH: Ist eine Behandlung mit RSO bei Krebs im Endstadium sinnvoll? Gibt es noch Hoffnung?

HG: Hoffnung kann es geben. Es ist natürlich schwer, aber wie heißt es so schön: Man soll die Flinte nicht ins Korn werfen. Ich habe schon Menschen betreut, die palliativ entlassen worden sind und auch gute Erfolge erzielt haben; die noch drei Monate hatten und heute bei drei Jahren sind. Das ist natürlich nicht immer so, aber das Öl kann trotzdem sinnvoll und hilfreich sein. Das sollte man im Einzelfall imme abwägen.

HH: Gibt es Erfolge mit RSO bei multipler Sklerose? Haben Sie bereits MS-Patienten betreut?

HG: Persönlich hatte ich nur in zwei oder drei Fällen mit MS zu tun, die Patienten waren mit dem Öl zufrieden, es hat ihnen geholfen. Man kann also von Erfolgen sprechen, aber ich würde hier ungern pauschalisieren. Wie viele Substanzen kann auch Cannabis bei vielen Krankheiten helfen, aber niemand kann dafür derzeit eine Garantie geben.

HH: Wie ist das, wenn man unter Bluthochdruck oder Niedrigblutdruck leidet – gibt es da Gefahren oder Risiken im Umgang mit RSO?

HG: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Bei einem Menschen wirkt es so, bei dem anderen so; bei einem kann der Blutdruck runtergehen, beim anderen hoch. Hat man schon hohen oder niedrigen Blutdruck, muss man vorsichtig damit umgehen. Bis heute haben wir aber bei den vielen Leuten, die auch mit Blutdruckproblemen zu tun hatten und teilweise auch Blutdrucktabletten genommen haben, in all der Zeit noch keine negative Erfahrung gehabt. Ich rate hier allerdings trotzdem zu einem sehr vorsichtigen Vorgehen, im Zweifel gemeinsam mit einem kompetenten Arzt. Je stärker der Hoch- oder Niedrigdruck, desto mehr sollte man aufpassen.

HH: Manche Menschen reagieren auf Cannabis mit Paranoia und Angstzuständen. Können Betroffene trotzdem RSO einnehmen?

HG: Das muss man im Einzelfall sehr vorsichtig austesten. Mit ganz, ganz kleinen Mengen, um zu sehen, wie Körper und Geist reagieren. Es muss nicht sein, dass man auf RSO reagiert wie z.B. auf einen Joint, aber es kann natürlich passieren. Das hängt von der Ursache der Paranoia ab. Wie gesagt, mein Rat wäre: sehr vorsichtig austesten.

HH: Gilt all das, was Sie hier sagen, eigentlich auch für die Behandlung von Kindern?

HG: Wenn Kinder an Krebs leiden, ist RSO eine Option, gar keine Frage. Aber dann bitte ganz, ganz vorsichtig; ganz, ganz klein anfangen und austesten, was das Kind gut verträgt. Und wenn möglich unter ärztlicher Aufsicht.

HH: Und wie ist es bei Tieren?

HG: Wie beim Menschen haben wir auch bei Hunden Krebsheilungen beobachtet. Da ist es aber natürlich so: Die Tiere können sich nicht oder nur bedingt mitteilen. Man kann das RSO also nur aufs Leckerchen geben und dann sehr genau beobachten. Es kann unerwünschte Begleiterscheinungen geben, z.B. Müdigkeit, Einnässen und Erbrechen, deswegen gilt auch hier: Ganz, ganz vorsichtig an die verträgliche Dosis herantasten und dann eben kontinuierlich geben, was gut vertragen wird und nicht mehr.

HH: Was halten Sie von Methadon? Ist eine Kombination mit Cannabis sinnvoll?

HG: Methadon ist als Thema komischerweise hochgeschossen worden, kurz nachdem Cannabis als Blüte freigegeben worden ist, ein paar Wochen später war das. Ob es Erfolge gibt oder ob es hilft, stellen wir in Frage, weil wir im Methadon-Hype auch eine Strategie sehen, Cannabis wieder klein zu machen. Auch beim Methadon gibt es keine ausreichenden Studien dazu, ob es wirklich so hilft, wie viele auf einmal sagen. Man muss sich dann nur fragen: Wer hätte ein Interesse daran, Cannabis mithilfe von Methadon die Schau zu stehlen?

HH: Aber es soll doch ganz vielversprechende Forschungen geben, allen voran von Frau Dr. Claudia Friesen. Die – so geht es jedenfalls durchs Internet – soll nachgewiesen haben, dass Methadon die Effizienz von Chemotherapeutika erhöht, indem es sie tiefer in die Zellen eindringen lässt. Ob das mit Cannabis genau so ist?

HG: Na ja, was auch immer man davon hält, zur Wechselwirkung mit Cannabis ist meines Wissens nichts Gesichertes bekannt. Dazu kommt auch, dass Methadon nicht ohne Weiteres verschrieben wird; das dürfte mindestens so schwer zu bekommen sein wie Cannabis. Wenn man sich dann noch die Nebenwirkungen anschaut, verstehe ich den Hype nicht. Es sei denn, wie gesagt, es steckt eine Absicht dahinter, Cannabis Konkurrenz zu machen.

RSO und Chemotherapie

HH: Heben sich die beabsichtigten Wirkungen von Chemotherapeutika und RSO auf?

HG: Nein, weil Cannabis autark für sich alleine wirkt, das kommt dem Rest nicht ins Gehege. Mit Vorsicht ist es nur zu genießen bei z.B. Morphin – denn da hast du es eigentlich mit einer starken Droge zu tun, die dich wegbeamt, und wenn du dann auch noch Cannabisöl intus hast … da muss man schon ein bisschen aufpassen. Meiner Erfahrung nach kann es helfen, das Morphin um etwa die Hälfte zu reduzieren, damit man nicht zu sehr abdreht.

HH: Gilt das auch für die Nebenwirkungen der Chemotherapeutika?

HG: Nein, zum Glück verhält es sich bei den unerwünschten Nebenwirkungen genau andersherum. Man erholt sich im Schnitt um etwa die Hälfte schneller und es verbessert sich sowohl Appetit und Durst als auch Schlaf – drei Dinge, die sehr wichtig sind während einer Chemo. Ich muss da z.B. an den Erfahrungsbericht eines Krebspatienten denken, der sagte, dass es ihm nur knapp vier Tage lang nach der Chemo schlecht ging; vorher waren es ca. 14 Tage gewesen. So etwas höre ich immer wieder. Ein Arzt sagte einer Klientin sogar mal verwundert, sie sei durch die Chemo marschiert „wie Superman“.

Warnungen vor Hans Grewe?

HH: Ich habe in Facebook-Gruppen Warnungen vor Hans Grewe gelesen. Sind Sie das?

HG: Das ist sehr gut möglich, wobei ich den Verdacht habe, dass es zwischenzeitlich einen Trittbrettfahrer gegeben hat, der mit meinem Namen geworben hat. Aber so oder so: Es gibt immer wieder Menschen, die selber verkaufen wollen und mich dann wahrscheinlich als Konkurrenz sehen – obwohl es in dem Geschäft eigentlich gar keine Konkurrenz gibt, das ist albern. Ja gut, und wer die Warnung für ernst nimmt, der soll das für sich überprüfen und dann selbst entscheiden. Im Netz sind mittlerweile so viele dokumentierte Patientenberichte online, in denen mein Name auftaucht, ich denke, das spricht für sich. Und wenn Leute mir erzählen, wie sie zu mir gekommen sind, höre ich immer wieder den Satz: Sie sind eben der einzige, der fundierte Beweise liefert. [Anm. d. Red.: Siehe z.B. die von uns geprüften Fallberichte, die Hr. Grewe bzw. seine Klienten uns haben zukommen lassen.] Das freut mich natürlich, aber ich mag und mache grundsätzlich keine Verkaufsveranstaltungen. Wir reden hier von schwerkranken Menschen, die Hilfe suchen, da verbietet sich jeder Gedanke in diese Richtung. Es gibt immer Leute, die kontra sind, aber auf der anderen Seite haben wir so vielen Leuten geholfen und so viele sind froh, den Weg mit uns gegangen zu sein. Das ist mir wesentlich wichtiger als die Handvoll Meckerer – die gibt es, wie gesagt, immer.

HH: Was halten Sie denn von der Art und Weise, wie da über Sie geredet wird?

HG: Das ist wie in der Politik: Alle meckern über Frau Merkel, aber keiner macht was. (lacht) Aber wir machen was, helfen den Leuten, und dann gibt’s eben immer wieder welche, die sagen: Das ist alles Abzocke, Verarschung und, und, und. Ich kann das nicht ernst nehmen und lasse das auch nicht an mich heran. Ob diesen Leuten das bewusst ist oder nicht: Sie sind diejenigen, die mit solchen Aussagen andere hinters Licht führen. Und es gibt nicht erst seit gestern sehr viele, die dabei auch noch kommerzielle Interessen verfolgen. Was die Art und Weise angeht, in der die Kritik vorgetragen wird: Daran sollte man schon erkennen, wer seriös ist. Wer es nötig hat, wild um sich zu schießen, soll das meinetwegen tun. Und wer solchen Leuten sein Vertrauen schenken möchte: bitteschön. Ich werde darauf nicht einsteigen und auch nicht versuchen, irgendwen zu überzeugen.

HH: Sind Sie selbst in solchen Facebook-Gruppen aktiv?

HG: Nein. Ich habe mir irgendwann auf Drängen von Bekannten und Klienten ein Facebook-Profil gemacht, in das schaue ich alle paar Tage rein. Ich wurde dann auch in irgendwelche Gruppen eingeladen, da bin ich aber nicht aktiv, dafür fehlt mir nicht nur die Motivation, sondern auch die Zeit. Mich weisen zwar immer wieder Menschen darauf hin, dass in dieser oder jener Gruppe mein Name schlecht gemacht wird oder ähnliches, aber ganz ehrlich, das interessiert mich mittlerweile überhaupt nicht mehr.

HH: Wie können Sie denn so gelassen bleiben, wenn Sie wissen, dass hinter Ihrem Rücken Stimmung gegen Sie gemacht wird?

HG: Wie sagt man so schön? Ein gutes Gewissen ist das beste Ruhekissen. Ich stecke meine Energie in meine Arbeit und nicht in die Abwehr haltloser Angriffe irgendwelcher anonymer Stänker. Wie gesagt, ich sehe das Ganze nicht als Konkurrenzkampf, weil ich a) noch kein Produkt gesehen habe, das unserem gleichkommt und b) über die Jahre so viel gutes Feedback bekommen habe, auch öffentlich, dass ich die Entscheidung jedem selbst überlassen möchte, an wen man sich wendet.

HH: War das schon immer so?

HG: Am Anfang hat mich das schon noch beschäftigt, man ärgert sich eben. Ich habe aber schnell gemerkt, dass in den einschlägigen Gruppen immer dasselbe Muster abläuft: Moderatoren oder Diskutanten mit mehreren Profilen und falschen Namen, die gegen alles schießen, was nicht in ihr Weltbild passt, um es mal vorsichtig zu sagen. An so etwas bin ich heute nicht mehr interessiert. Wer meint, irgendwelche Schlammschlachten starten zu müssen, bitte. Ich vertraue darauf, dass sich Patienten ihre eigene informierte Meinung bilden. Ich verstehe auch gar nicht, warum dieser aggressive Ton in der Szene allgemein so zugenommen hat. Ich kann mir das nur so erklären: Wer selbst nichts zu bieten hat, muss eben die anderen schlecht machen. Wir machen die ganze Sache hier schon so lange, der Druck und Stress kam erst, als medizinisches Cannabis zum Hypethema wurde und offenbar einige Menschen bemerkt haben, dass man damit gutes Geld verdienen kann, wenn man skrupellos genug ist oder sehr aggressiv wirbt. Das hat aber mit der Kernidee – Menschen mit einem hochwertigen Produkt zu helfen – nur noch wenig zu tun.

HH: Verdienen Sie denn kein Geld damit?

HG: Doch, natürlich. Aber ich investiere auch täglich mehrere Stunden in diese Arbeit, und das in meiner Freizeit. Dass ich meine laufenden Kosten wieder raushaben muss und mir eine Entschädigung für die investierte Zeit erlaube, sollte wohl selbstverständlich sein. Hans Grewe ist nicht Jesus Christus! (lacht) Ich kann kein Brot teilen und keinen Fisch vermehren, irgendwie muss der Kühlschrank ja voll werden. Der entscheidende Punkt ist aber: Wir betreiben keine Abzocke. Wer wissen möchte, wieso es kostet, was es kostet, dem erkläre ich das gern in einem privaten Gespräch. Ich habe noch niemanden getroffen, der dafür kein Verständnis hatte – von den anonymen Rowdys auf Facebook mal abgesehen, aber die saßen auch nie mit mir an einem Tisch.

Sonstige Fragen: Politik, Cannabisklinik & Co.

HH: Welche Partei würden Sie als Cannabis-Aktivist wählen?

HG: (lacht) Ehrlich gesagt gar keine. Weil: Erst sind vor den Wahlen alle für Cannabis und reden viel. Und nach den Wahlen ist wieder vor den Wahlen. Mich hat bisher keine Partei wirklich überzeugen können mit ihrer Linie. Und eine Partei nur wegen ihrer Cannabispolitik zu wählen, kann unter Umständen auch ein kräftiger Schuss in den Ofen sein.

HH: Was ist eigentlich aus Ihrer Vision einer Cannabis-Klinik geworden? Da gab es, soweit wir informiert sind, schon länger kein Update mehr von Ihrer Seite.

HG: Nachdem wir zwei gute Gespräche hatten, die uns aber auch deutlich die Grenzen des momentan Machbaren aufgezeigt haben, haben wir das Ganze erst mal in die Zukunft verschieben müssen. Wir sind zwar immer noch am Ball, aber derzeit weniger als vorher, weil wir natürlich auch unser Tagesgeschäft haben. Man kann sagen: Wir sind in eine gute Richtung marschiert und dabei auf Hindernisse gestoßen. Jetzt brauchen wir erst einmal Zeit, um herauszufinden, wie wir die beseitigen können. Dann kann’s weitergehen. Von Aufgeben kann also keine Rede sein.

HH: Haben Sie eigentlich jemals eine Anfrage aus der Pharmaindustrie bekommen, als Berater oder ähnliches tätig zu werden?

HG: Kein Kommentar. (schmunzelt)

HH: Herr Grewe, vielen Dank für das Interview!

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[Fallbericht] Krebsfrei mit Cannabisöl (RSO)

Unser Leser Hans Grewe, Patientenberater aus den Niederlanden, hat uns den Fallbericht einer Klientin weitergeleitet, deren Tante an Krebs erkrankt war. Innerhalb weniger Monaten gelang es der Erkrankten, den Krebs zu besiegen. Neben einer Chemotherapie, die den Tumor im besten Fall einkapseln sollte, nahm sie mit Gutheißen Ihres Arztes täglich ein Cannabis-Vollextrakt ein; eine moderne Variante des durch Rick Simpson bekannt gewordenen RSOs (Rick Simpson Oil). Alles, was vom Krebs geblieben ist, ist Narbengewebe. Es folgt der Bericht der Neffin der Patientin. Weitere Fallberichte anderer PatientInnen finden Sie hier.

Krebs — was nun?

Heute ist einer der schönsten Tage in meinem Leben und das hat eine Menge mit meiner Tante Claudia zu tun, die vor vier Monaten an Krebs erkrankte.

Ich bin ein kritisch denkender Mensch und oft auf der Suche nach Alternativen, gerade wenn es um die Pharmaindustrie und unserer Allgemeinmedizin geht. Nach der Diagnose meiner Tante begann ich zu suchen. Ich bin relativ schnell auf eine mögliche Lösung gestoßen. Das Internet ist voll von Menschen, die behaupten, Krebs sei mithilfe von Marihuana (Wirkstoff THC) zu besiegen.

Operation unmöglich, Chemo wenig erfolgversprechend

Ich erzählte meiner Tante Claudia davon, die anfangs nicht begeistert war. Sie wollte erst mit ihrem behandelnden Arzt darüber reden. Der sagte ihr, das würde ihr nicht schaden und dass er wüsste, dass es Patienten nehmen und es allein schon helfen würde, die Begleiterscheinungen einer Chemotherapie zu lindern. Eine Operation käme sowieso nicht in Frage, da es sich bei ihrem Tumor um einen feinporigen handelt. Der Arzt sagte ihr außerdem, dass die Chemo nichts bewirken würde, außer den Tumor einzukapseln.

Die Therapie mit Cannabis-Öl (RSO bzw. Cannabis-Vollextrakt)

Meine Tante hält nichts von Drogen und hatte Angst vor einer Sucht. Zeitgleich habe ich nicht aufgegeben und ihr mehrere Dokumentationen gezeigt. Nach dem Gespräch mit dem Arzt entschloss Sie sich schließlich zur Therapie mit THC-Extrakt [gemeint ist ein Cannabis-Vollextrakt nach Art des RSO, Anm. d. Red.]. Am 01.04.2017 hat Claudia damit begonnen. Sie hat es selbst abgewogen und in Geleekapseln verpackt. Jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Kapsel.

Erste Erfolge und ein Rückschlag

Ihr erging es die Zeit über gut. Während der Chemos hatte sie trotzdem Appetit und auch körperlich war sie gut drauf. Dann letzte Woche [KW 28/17] ein Rückschlag. Nach einem Verdacht auf einen Schlaganfall wurde meine Tante ins Krankenhaus eingeliefert. Es stellte sich allerdings heraus, dass es das Medikament der Chemotherapie war, das — zum Glück nur kurzzeitig — das Nervensystem im Kopf angegriffen hatte.

Tumorfrei in unter vier Monaten

Bei diesen Untersuchungen wurde ein CT-Bild erstellt. Heute dann das unglaubliche Ergebnis: Meine Tante ist tumorfrei! Der Arzt gratulierte ihr und sagte, Sie habe unglaubliches Glück gehabt. Meine ganze Familie und ich wissen, dass das THC-Extrakt [RSO] meiner Tante das Leben gerettet hat. Die Chemotherapie hätte höchstens ein Einkapseln verrichtet. HÖCHSTENS!
Ihr Tumor ist aber WEG. Der Arzt konnte nichts mehr finden außer einer Vernarbung.

Claudia nach der erfolgreich abgeschlossenen Therapie.

Claudia nach der erfolgreich abgeschlossenen Therapie.

Cannabis kann Krebs heilen

Ich stehe hier mit vollen Namen und schwöre bei Allem was mir lieb und heilig ist.
Es ist wahr! THC kann Krebs heilen! Ich bitte euch diesen Beitrag zu teilen. Es muss Niemand an dieser Krankheit sterben und schon gar nicht schlecht den Rest seines Lebens damit verbringen. THC ist hier in jeder Hinsicht sinnvoll. Jeder sollte das erfahren, denn es sind so viele betroffen. Danke!

Anmerkung der Redaktion: Natürlich spielen auch CBD und andere Pflanzenwirkstoffe eine wichtige Rolle im Heilungsprozess. Die Kombination der verschiedenen Naturstoffe scheint die erwünschte Wirkung von Cannabisextrakten zu begünstigen. Zudem möchten wir anmerken, dass vier Wochen eine sehr kurze Zeitspanne ist, um eine Krebserkrankung auszuheilen. Die Therapie mit Cannabisextrakten kann sich über viele Monate hinziehen, je nach individueller Verfassung und Krankheitsverlauf. Und bei allen Erfolgsgeschichten darf nicht vergessen werden: Cannabis ist kein Wundermittel. Es hat seine Grenzen und es gibt keine Garantie auf Heilung.

Der Fallbericht wurde redaktionell von HanfHeilt.net bearbeitet. Inhaltliche Veränderungen wurden nicht vorgenommen. Vielen Dank an Meike S. für das Verfassen des Berichts (hier das Original bei Facebook) und an Hans Grewe für die Weiterleitung.

[Fallbericht] Krebstherapie mit Cannabisöl – Arzt drängt auf Chemo/Bestrahlung

Alfons (Name geändert) wurde im September 2016 operiert, um einen Hirntumor zu entfernen. Die OP verlief zufriedenstellend, es verblieb lediglich Restturmor- und Narbengewebe, wie auf einem MRT-Bild zwei Monate nach der OP zu erkennen war (s.u.).

Alfons nahm seit der OP keine Medikamente ein, lediglich eine tägliche Dosis medizinisches Cannabisöl (RSO). Ein weiteres MRT-Bild macht weitere vier Monate später neue Hoffnung: Kein Wachstum, eventuell sogar ein Rückgang des Gewebes, so die Aussage des Chefarztes. Doch wenige Stunden später rudert der Arzt zurück, um sowohl der behandelnden Onkologin als auch dem zuständigen Radiologen zu widersprechen. Fast scheint es, als dürfe die Therapie mit dem Cannabisöl allein nicht erfolgreich sein: Alfons wird eine Bestrahlung/Chemo nahegelegt – und der Patient versteht die Welt nicht mehr.

Den folgenden Bericht sowie die Bilder haben wir zwei verschiedenen Mails entnommen, die unser Leser Hans Grewe uns mit Einverständnis des Patienten weitergeleitet hat. Die Ausführungen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und auf Rechtschreibung/Grammatik redaktionell korrigiert.

02. März 2017

MRT 1 - 22-11-2016

MRT vom 22.11.2016, zwei Monate nach der OP.

MRT 2 - 2-3-2017

MRT vom 02.03.2017.

Hallo Hans,

kleines Update: Mein geschildertes Resttumor-/Narbengewebe ist mit dem heutigen MRT-Bild von 12 auf 8 mm geschrumpft. Wollten mir weitere Therapien anbieten. Bleibe ausschließlich bei meinen Weg: OP und Öl, nichts anderes. Für alle Betroffenen: Nur Mut! […]

05.03.2017

Hallo Hans,

wieder ein Update, aber was für eins!

Hatte vorhin , wie berichtet, eine MRT. Nach Begutachtung vom Neurochirurgen zunächst Entwarnung: kein Wachstum, eventuelle Rückbildung. Ich [war] total happy im Krankenhaus [und habe] weitere Therapieangebote dankend abgelehnt.

Soeben [kam ein] Anruf von der Klinik: Ich sollte den Erfolg nicht so herumerzählen (keine Chemo, keine Bestrahlung, nur Öl), denn nach genauerer Bildbeobachtung von Klinikleitung und Radiologen [kam] vom Krankenhaus Folgendes:

Ich hätte angeblich gesagt, dass ich bei Wachstum doch Chemo und Bestrahlung machen würde (aber erst ab lebensgefährlichem Größenwachstum von 3-4 cm). Ich solle mir doch überlegen, doch Chemo und Bestrahlung zu machen. Fühle mich genötigt, den Erfolg auf diese Weise doch noch der Chemo/Bestrahlung zuschreiben zu lassen.

Meine Onkologin sieht kein Wachstum! Eher eine Abnahme, aber die Aussage ihres Chefs wiederspricht sich total mit Belegbarem und wird auch der Ansicht des Radiologen widersprechen.

Da bekommt man ein ganz schön blödes Gefühl und fragt sich, ob da einige Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

[…] [Es] scheint wirklich was dran zu sein, dass so etwas [= Heilerfolge mit Cannabisöl] so lange wie möglich unter den Teppich gekehrt wird. […]

Unglaublich, aber …?

Wir möchten uns nicht erlauben, als unbeteiligte Dritte ein Urteil über die hier geschilderte Situation abzugeben. Sollte sich der Verdacht des Patienten als wahr herausstellen, wäre das allerdings ein kleiner Skandal. Fest steht jedenfalls: Es ist wichtig, sich immer eine zweite und wenn möglich auch eine dritte Meinung einzuholen. Und den Mut nicht zu verlieren. In diesem Sinne wünschen wir allen Betroffenen viel Kraft und eine baldige Genesung!

Erfolg mit Cannabisöl bei operiertem Glioblastom IV und Diabetes Typ II

Den folgenden Fallbericht haben wir einer Email entnommen, die uns der Patientenberater Hr. Hans Grewe mit Erlaubnis des Patienten weitergeleitet hat. Der Text wurde sprachlich und strukturell von der Redaktion angepasst, am Inhalt und Sinn wurde nichts verändert.

„Ich bin seit 1997 Typ-2-Diabetiker. Nehme als Tablettengegner keine Medikamente bzw. kein Insulin. Das hat nach 20 Jahren natürlich die Konsequenz, dass mein Blutzuckerspiegel nüchtern bis auf 350, manchmal sogar 400 gestiegen ist.

Seit Oktober nehme ich wegen meinem operierten Glioblastom IV ausschließlich Cannabisöl und habe Bestrahlung und Chemo abgelehnt. Es ist zur Zeit im MRT eine kleine Kontrastmittelaufnahme zu sehen, die eher auf Narbengewebe / Operationsnarbennekrose [zurückzuführen] sein wird.

Nach nun einen halben Jahr ohne Bestrahlung, ohne Chemo:

  • Kein wirkliches Tumorwachstum
  • Laborwerte bessernd
  • Blutzuckerwerte seit dem Öl ständig bessernd, jetzt fast normal: nüchtern um 110, nach dem Essen um 160 und das ohne irgendein Medikament! (Metformin 800 komplett abgesetzt.)
  • Tumorwachstum noch nicht nachweisbar – und das bei einer Prognose von 3-12 Monaten. Es sind über 6 Monate seit der OP und mir geht es blendend.

Hoffe, dass es anderen auch hilft den Mut zu haben der Alternative den Vortritt zu lassen. Die Schulmedizin ist nicht immer die erste Wahl, nur weil die das meiste Geld hat. Für mich war und ist Cannabis die allererste Wahl. Ich hatte keinen Tag irgendwelche Ängste, Schmerzen, Ausfälle oder sonstige Nebenwirkungen.

Und danke für deine Zeit mit uns Patienten. Wenn es Menschen wie dich nicht geben würde, würde die Welt für uns nicht mehr ganz so gesunden Menschen noch weniger trostvoll sein. Macht weiter so.“

Wir wünschen weiterhin gute Genesung und freuen uns über die positiven Ergebnisse! Weitere Fallberichte finden Sie im Archiv.

Anmerkung der Redaktion: Wir sind der Auffassung, dass jeder Patient seinen individuellen Weg im Umgang mit der Krankheit finden muss – ob der schulmedizinische Zugang der richtige ist, der alternativmedizinische oder eine Kombination der beiden, sollte jeder Patient eigenverantwortlich und gut informiert für sich selbst entscheiden.

[Fallbericht] Cannabis-Öl bei metastasierendem Brustkrebs

Unser Leser, der Patientenberater Hans Grewe hat uns die Email-Kommunikation mit einer Krebspatientin weitergeleitet, deren Cannabis-Öl-(RSO-)Therapie er beratend begleitet. Auf unsere Nachfrage hin hat die Patientin Ihre Krankengeschichte für Sie noch einmal knapp zusammengefasst (Stand: 16.02.2017):

„Mein Name ist Olivia und ich bin 31 Jahre alt. Ich bin 2010 an Brustkrebs erkrankt und 2014 ist die Erkrankung metasiert. Ich hatte eine Knochenmetastase und Lymphknotenmetastasen. Das Öl benutze ich seit knapp 6 Monaten. Die Knochenmetastase ist komplett verschwunden und die Lymphknoten haben sich fast halbiert. Meine Tumormarker sind insgesamt in den letzten 5 Monaten um 400 Einheiten gesunken.“

Im Folgenden lesen Sie Originalauszüge aus Mails, die Olivia an Hans Grewe geschrieben hat. Persönliche Informationen wurden herausgekürzt und der Text wurde marginal zu Gunsten der Lesbarkeit angepasst. Die Auszüge beginnen wenige Wochen nach dem Start ihrer Cannabis-Öl-Therapie.

06.09.2016

„[…] das Öl ist super verträglich (morgens hab ich nur ein bisschen Schwierigkeiten, aber das wird auch besser). Mein Tumormarker ist um 10 Einheiten gesunken. 🙂 Das ist doch mal ein gelungener Start, würde ich sagen. 🙂 […]“

15.09.2016

„[…] Einmal muss ich noch schreiben, weil ich einfach total dankbar bin. Und zwar hatte ich vor ein paar Tagen meine Blutkontrolle und der Tumormarker ist um 100 Einheiten gesunken. Selbst der Arzt hat gestaunt über die kurze Zeit. 🙂 Morgens bin ich allerdings etwas benebelt, deswegen steigere ich die Dosis langsam. […]“

02.11.2016

„[…] Übrigens der Marker ist wieder auf dem Weg nach unten. Hab heute Ergebnisse bekommen. 🙂 […]“

10.11.2016

„Der Marker ist wieder gesunken! 🙂 […]“

13.02.2017

„[…] Ich wollte dir nur sagen: Mein Tumormarker ist enorm gesunken und die Lymphknoten haben fast die normale Größe erreicht. Das ist der Wahnsinn! 🙂 […] In ein paar Monaten will ich auf jeden Fall noch eine Kur beginnen, das funktioniert echt gut. […]“

Wir bedanken uns bei Olivia und Hans für das Teilen ihrer Geschichte und wünschen der Patientin weiterhin eine gute und erfolgreiche Genesung!

Mehr Fallberichte finden Sie in unserem Archiv.

[Fallbericht] Cannabis-Öl bei metastasiertem Prostata-Krebs

Der Patientenberater und Leser unserer Website Hans Grewe hat uns erneut einen Patientenbericht zukommen lassen, den wir gern mit Ihnen teilen. Der volle Name und die Email-Adresse des Patienten sind der Redaktion bekannt, werden aber nicht veröffentlicht.

Diagnose: Prostata-Krebs

Der Patient in diesem Fall nennt sich selbst Robert und ist 69 Jahre alt. Im November 2015 eruntenfuhr er mittels PET-/CT-Diagnose, dass er an einem Prostatatumor litt, der bereits zahlreiche Metastasen in der Wirbelsäule und der linken Hüfte ausgebildet hatte. Was dann geschah, schildert der Patient in einer Email. Der Text wurde zugunsten der Lesbarkeit minimal angepasst, inhaltliche Veränderungen wurden keine vorgenommen. Die Scans der Testergebnisse (siehe unten) wurden von der Redaktion nachgeschwärzt.

Chemo und Bestrahlung abgelehnt

Die vom Urologen im ersten Gespräch empfohlene Chemotherapie lehnte ich ab, ebenso eine Strahlenbehandlung. Akzeptiert hatte ich jedoch als „erste Hilfe“ eine sog. Anti-Hormonbehandlung, die ich allerdings nach einem halben Jahr wieder abgesetzt habe.

Alternative: Cannabis-Öl

Ich nahm mir Zeit, um mich über alternative Behandlungsmöglichkeiten zu
informieren. Zufällig las ich in einer Tageszeitung eine kurze Meldung, die besagte,
dass sich in den USA ein Krebspatient im 4. Stadium mit Cannabis geheilt habe. Ich
begann, mich gründlicher zu informieren. Es war nicht schwer, im Netz Berichte von
Tumorpatienten zu finden, die dank Cannabis-Öl komplett geheilt wurden oder aber
signifikante Besserung erfahren hatten. Die Intensität der vielen Schilderungen
bewirkte, dass ich eine sehr große Zuversicht entwickelte, dass THC-haltiges
Cannabisöl mir helfen würde.

Woher nehmen?

Das Problem war nur: wo bekommt man das Öl her? Verkauf, Erwerb und Verzehr von THC-haltigem Cannabisöl sind bekanntlich fast überall auf der Welt strafbar. Ein Ausflug ins Darknet brachte nichts. Ich forschte weiter, bis ich schließlich nach langem Suchen den entscheidenden Hinweis in einem Patienten-Forum fand. Der Kontakt wurde hergestellt, und nach kurzer Zeit konnte ich 60 Gramm erstklassiges
Cannabisöl (mit ca. 70% THC und ca. 25 % CBD) erwerben.

Die Therapie und ihre Folgen

Dann ging alles sehr schnell. Ich nahm ab Mitte Januar 2016 bis zum heutigen Tag jede Nacht eine Dosis Öl, die ich nach und nach auf 1 Gramm  steigerte. Das einzige spürbare Symptom, das ich hatte (Metastasen-Schmerzen beim Gehen und Liegen), verschwand innerhalb von 4 Wochen und ist bis heute (Januar 2017) nicht wieder aufgetaucht. Nach einem halben Jahr war der PSA von 4800 (!) auf immerhin 14 gefallen, also nahe beim Referenzwert meiner Altersklasse. Auch die Knochenwerte entwickelten sich erfreulich: Nach einigen Monaten war die Aktivität in der Hüfte zum Stillstand gekommen. Mithilfe eines speziellen Bluttests (TKTL1) wurde ebenfalls nach einem guten halben Jahr festgestellt, dass die Krebs-Stammzellen vernichtet waren. Schließlich ergab eine MRT-Untersuchung im Dezember 2016, dass vom Tumor und den Metastasen nur noch inaktive Reste vorhanden waren, mit deren Verschwinden in absehbarer Zeit zu rechnen sei. Ich kann also mit größter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass ich geheilt bin.

Scans der Ergebnisse der zellulären Diagnostik

Ratschläge für Betroffene

Abschließend noch einige Ratschläge für Betroffene:

  1. Nach der Diagnose nicht in Panik verfallen.

  2. Zeit nehmen für gründliche Information bzgl. alternativer Behandlungsmöglichkeiten. (Auf ein paar Tage oder gar Wochen mehr kommt es in den meisten Fällen nicht an.) Eine gute Übersicht findet man in der 9-teiligen TTAC-Dokumentation (www.TheTruthAboutCancer.com) oder auch bei www.CancerTutor.com.

  3. Nicht alles auf eine Karte setzen. Man kann im Vorhinein nicht wissen, welcheBehandlung anschlagen wird. Alle seriösen Experten empfehlen die gleichzeitigeAnwendung einer ganzen Reihe von Behandlungen. Ich habe außer Cannabis-Öl noch folgende Behandlungen in Anspruch genommen:
    – fortlaufende B17-Infusionstherapie
    – Gc-MAF
    – Budwig-Protokoll
    – Natron/Ahornsirup-Protokoll
    – Protandim
    – Salvestrole
    – wöchentliche schamanistische Heilsitzungen

    Dennoch sagt mir mein Gefühl, dass ich den Behandlungserfolg vor allem dem Cannabis-Öl verdanke.

Appell an Betroffene

Zum Schluß noch ein Appell an alle, die sich mit einer Krebs-Diagnose
auseinandersetzen müssen:

Nicht die Nerven verlieren, nicht vor lauter Angst der Schulmedizin blind vertrauen. Krebs ist kein Todesurteil mehr, Krebs ist heilbar.

Wir danken Robert herzlich für seinen Erfahtungsbericht und hoffen, dass auch andere Patienten davon profitieren können. Herzlichen Dank auch an Hans Grewe für die Vermittlung.

Mehr Erfahrungberichte finden Sie in unserem Archiv.

Neues Cannabis-Gesetz betrifft NICHT RSO

Jeder neue Durchbruch auf dem Weg in die Cannabisfreigabe wird euphorisch gefeiert – mitunter etwas zu euphorisch. Auch wir beobachten mit großer Freude, wie die rechtlichen Hürden für Patienten langsam abgebaut werden. Eins möchten wir aber an dieser Stelle ganz deutlich machen:

Der neue Gesetzesentwurf der Deutschen Bundesregierung berührt NICHT den Handel und den Besitz von hochpotentem Cannabis-Öl (RSO).

Dieses ist nach wie vor illegal und nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Wir hoffen, dass wir zumindest die Entkriminalisierung von RSO noch miterleben dürfen und wünschen allen, die mit uns darauf warten, viel Gesundheit und einen langen Atem.

Detailliertere Informationen zum geltenden Recht laut Gesetzesentwurf finden Sie z.B. auf den Seiten von Cannabis-Oel.de unter http://www.cannabis-oel.de/deutschland-legalisiert-cannabis-als-medizin/.

Bilder & Bericht: Cannabis-Öl (RSO) bei metastasierendem Brustkrebs

Den folgenden Bericht mitsamt Bildern hat unser Leser Hans Grewe zur Verfügung gestellt und darf mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin veröffentlicht werden. Was den Bericht besonders macht, sind die zahlreichen Farbfotos, die den Heilungsprozess dokumentieren. Doch sehen Sie selbst …

Zusammenfassung

01Ein Mann leidet seit vier Jahren an mittlerweile metastasiertem Brustkrebs, als seine Frau sich entscheidet, Cannabis-Öl (RSO) für ihn zu besorgen. Unter anfänglicher Aufsicht des Patientenberaters Hans Grewe beginnt ihr Mann mit der Therapie. Neben der innerlichen Einnahme beklebt seine Frau ihm die Hautmetastasen mit Pflastern, auf die je ein Tropfen Öl geträufelt wurde. Die Pflaster werden alle zwei Tage ausgewechselt. Bereits nach wenigen Tagen ist eine optische Verbesserung festzustellen: Die Metastasen schrumpfen und sind nach einigen Monaten nicht mehr zu erkennen. Der Mann wird schließlich als geheilt entlassen.

Bilder: Stationen einer Heilung

Die folgenden Zitate stammen aus einem bebilderten PDF der Frau des Patienten, das der Redaktion vorliegt. Es wurden marginale Änderungen zur Verbesserung der Lesbarkeit vorgenommen. Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern.

Äußerliche Anwendung auf Metastasenbeulen

„Nach wenigen Tagen der Cannabisbehandlung schrumpelten die Metastasenbeulen in sich zusammen.“

50 Prozent Metastasenrückgang in 10 Wochen

„Die Metastasen fühlten sich anfangs an wie wässrig gefüllte Brandblasen. Nach einem Behandlungszeitraum von ca. 10 Wochen, wo alle zwei Tage die Pflaster mit je einem Tropfen Cannabis-Öl beklebt wurden, minimierten sich sämtliche Metastasen um über die Hälfte. Ärzte beobachteten das Phänomen neugierig und fotografierten es auch, äußerten sich aber nicht zu dieser Tatsache. […] Lediglich bei der letzten Besprechung sagte uns sein Arzt aus der Onkologie: Sie haben es geschafft, ich weiß nicht, was Ihnen geholfen hat – ob es unsere Chemotherapie war oder Ihr Cannabis -, aber es ist alles weg, machen sie nun Urlaub erholen Sie sich.“

Geheilt entlassen

„Im März 2016 war er äußerlich sichtbar metastasenfrei, laut MRT, CT und PT auch innerlich. Laut Entlassungsbericht der Onkologie war alles rückläufig!“

Ärztefehler: Tod trotz Heilung

Leider endet die Geschichte hier nicht. Zwei Wochen nach der Entlassung litt der Patient an starken Kopfschmerzen. Zum Abklären suchte er erneut die Klinik auf und wurde dabehalten. Weil die Krankenakte offenbar nicht gelesen wurde, behandelte man ihn dort mit Haldol – die Ärzte gingen fälschlich davon aus, die Schmerzen würden von Metastasen im Kopfbereich herrühren. Sechs Wochen später verstarb er, vermutlich infolge der Nebenwirkungen des Medikaments. Seine Witwe berichtet:

„Er hatte Kopfweh, und da ich ihm nicht irgendetwas geben wollte, brachte ich ihn in die Onkologie, um da ein Schmerzmittel zu bekommen für ihn. Sie mussten ihn stationär aufnehmen, um die Medikamente einzustellen. Leider hat man auf der Station die Berichte nicht gelesen und ihn auf Metastasen im Kopf behandelt, mit je 3×30 Tropfen pro Tag. Er bekam dadurch epileptischen Anfälle, täglich mehrfach, wurde fixiert, er bekam Halluzinationen, Verfolgungswahn – man machte ihn da kaputt, dann sagte man mir, er würde am Wochenende sterben, ich sollte mich verabschieden. Er hörte das, wollte da weg, ich nahm ihn mit Heim, versuchte ihn von den scheiß Halluzinationen runterzukriegen. Er starb ganz schrecklich sechs Wochen später, grausam erstickt.“

Wir wünschen den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen alles Gute und viel Kraft. Hoffen wir gemeinsam, dass die Geschichte seiner Heilung andere Menschen vor Leid oder Tod bewahren kann.

Bayer und Monsanto – eine unheilige Allianz

Gemeinsame Vergangenheit

mobay_logo-svgErinnern Sie sich noch an Mobay? Das zweiköpfige Ungeheuer war eine gemeinsame Schöpfung des deutschen Chemieriesen Bayer und der US-Agrarhydra Monsanto. Der Anlass der Allianz war kein schöner: Im Vietnamkrieg entwickelten sie gemeinsam das Herbizid Agent Orange, um den Vietcong die schützende Deckung des Waldes zu nehmen.

Feindliche Freundliche Übernahme

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Bayer war Teil der I.G. Farben.

Heute steht Monsanto – für viele eine Ausgeburt des Bösen – kurz vor der Übernahme durch Bayer. Der deutsche Konzern ist nicht nur ein direkter Konkurrent Monsantos, sondern tatsächlich eine Ausgeburt des Bösen – zumindest, wenn man bedenkt, dass die Wurzeln der Firma tief in die Kriegswirtschaft NS-Deutschlands ragen.

 

Bayer: Weltapotheke mit dunkler Vergangenheit

Trotz seiner Avancen in Sachen Saatgut und Biotech-Landwirtschaft ist Bayer am bekanntesten für seine Pharmaprodukte. Bayer vertreibt eine gigantische Palette an Medikamenten und gilt als Weltapotheke. Die Ereignisse während des Dritten Reichs werfen jedoch bis heute einen dunklen Schatten auf das Unternehmen.

Monsanto: Gift und Gentechnik

monsanto-152587_640Monsanto wiederum hat traurige Berühmtheit erlangt durchzahlreiche Skandale und hat bei seinen Kritikern den Ruf eines skrupellosen Weltkonzerns, der finanzielle und wirtschaftliche Interessen vor das Wohl und die Sicherheit der Konsumenten stellt. Monsanto-Produkte – etwa das glyphosathaltige Herbizid Roundup – können Menschen krank machen.

Verlockende Versuchung

„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, schrieb uns der Cannabis-Aktivist und Patientenberater Hans Grewe zur geplanten Übernahme Monsantos durch Bayer:

„Wenn die Fusion durchgewunken wird, hat Bayer eine Golddruckmaschine in der Hand: Es kann maßgeschneiderte Medikamente entwickeln, für die es ohne gesundheitsschädliche Chemikalien wie Glyphosat oder unberechenbare Genexperimente gar keinen Bedarf geben würde. Anders gesagt hätte Bayer/Monsanto die Macht, Probleme zu schaffen und die Lösung gleich mit anzubieten – auf globaler Ebene. Wenn es nicht so unmenschlich und verwerflich wäre, könnte man den Einfall bewundern.“

Beispiel Nexavar

Jetzt denken Sie vielleicht, solche Anschuldigungen wären an den Haaren herbeigezogen. Wir erinnern an dieser Stelle jedoch an einen Artikel zu Bayers Krebsmedikament Nexavar (Sorafenib) auf unserer Website. Obwohl sich dieses Mittel unterm Strich als nahezu wirkungslos erwiesen hat – von unerwünschten Nebenwirkungen einmal abgesehen -, vertreibt Bayer es bis heute. Und das zu horrenden Preisen. Im Artikel hieß es seinerzeit:

„Der Bugatti Veyron Super Sport gilt als das teuerste Auto der Welt: Rund zwei Millionen Euro blättert dafür auf die Ladentheke, wer die nötige Pinke hat.

Die deutsche Pharmafirma Bayer setzt allein mit ihrem Krebsmittel Nexavar Jahr für Jahr eine Summe um, die etwa 350 Bugattis entspricht. […]

Nexavar kann in der Regel nicht mehr bewirken als eine statistisch nicht oder kaum relevante Lebensverlängerung von wenigen Monaten, wobei mit starken Nebenwirkungen gerechnet werden muss – und das zum stolzen Preis von jährlich ca. 60.000 Euro pro Patient. […]

Frisches Cannabisöl aus dem Labor.

Cannabisöl

Hans Grewe […] sagte mit Blick auf Nexavar:

‚Mit zehn Prozent von Bayers Nexavar-Umsätzen (sprich: € 77,1 Mio.) hätten 1.000 Patienten eine neunmonatige Kur mit Cannabis-Öl machen können. Und das mit deutlich mehr Erfolg …'“

Satan und Beelzebub unter einem Dach

Will sich Bayer mit Monsantos Hilfe nun einen neuen Fuhrpark finanzieren?  Wir sind skeptisch und hoffen auf eine weise Entscheidung des Kartellamts, die verhindert, dass Satan und Beelzebub in dieselbe WG ziehen. Und nicht zuletzt hoffen wir mit allen betroffenen Patienten auf eine Entkriminalisierung der Herstellung und Nutzung von medizinischem Cannabisöl – das könnte die Pharmaschmieden dieser Welt vielleicht auf den Boden der Tatsachen zurückbringen.

Sind Sie bereit für die letzten Geheimnisse des Cannabis?

Je mehr Cannabis imagemäßig aus der Drogen-Schmuddelecke herauskommt, desto mehr Interesse entwickeln Forscher weltweit, seine Funktionsweise zu verstehen – und die Arten, wie es Krankheiten bekämpfen könnte. Auf dem Gesundheitsportal Curenote können Sie nun ein ausführliches Dossier zur Geschichte dieser Forschung und zu Cannabis selbst lesen. Dessen Überschrift lautet: „Science Seeks to Unlock Marijuana’s Secrets: Are you Ready to Know?“ Es stellt zunächst kurz dar, wie es in den USA und weltweit dazu kam, dass sich die harte Diskriminierung langsam löste und wie daraufhin das Interesse vonseiten der Wissenschaft Schritt für Schritt erwachte. Als nächstes zeigt es, welch mannigfaltige Fragen und neuen Sachzwänge sich durch den neuen Umgang und die neuen Sichtweisen auf die Substanz ergeben.

Schließlich geht es sprichwörtlich ans Eingemachte: die Chemie, die innere Wirkung, die Erforschung dieser Aspekte und die Geschichte des Ganzen. Letztgenannte enthält einen Reichtum an schillernden Irrungen und Wendungen, dass man fast meint, die Pflanze selbst hätte das Ganze mit ihren Wirkungen beeinflusst. Und das Dossier legt noch an Vielfalt und Spannung zu, da anschließend noch eine biologische, eine medizinische und eine genetische Sichtweise auf die Thematik folgen. Lesen Sie hier den vollen Artikel auf Curenote.org vom 12.05.2016: http://curenote.org/science-seeks-to-unlock-marijuanas-secrets-are-you-ready-to-know/