Wie wird Cannabis-Vollextrakt hergestellt? (RSO, Vollspektrum-Öl)

Was ist Cannabis-Vollextrakt (RSO)?

Frisches Cannabisöl aus dem Labor.

Cannabis-Öl aus dem Labor. (Foto: Hans Grewe)

Wie es bekannt wurde

Konzentriertes Cannabis-Vollextrakt wurde durch den Kanadier Rick Simpson unter dem Namen RSO (Rick Simpson Oil) im Internet bekannt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte es infolge vieler Erfahrungsberichte von Krebspatienten, die es zur Linderung oder gar Heilung ihrer Erkrankung einsetzen.

Was ist drin, wer kommt dran?

Neben hohen Konzentrationen an THC (min. 50 %) und CBD (min. 20 %) enthält das Öl sämtliche Wirkstoffe der Cannabispflanze. Doch wegen seines hohen THC-Gehalts ist es nicht legal erhältlich, nicht einmal auf Rezept. Das hält Betroffene bis heute nicht davon ab, das Öl selbst herzustellen oder professionell hergestelltes Öl auf dem Schwarzmarkt illegal zu erwerben.

Wie es hergestellt wird

Seit Rick Simpsons Pionierarbeit ist viel geschehen: der Herstellungsprozess wurde verbessert, die Qualität und Verträglichkeit optimiert, die Dosierungsempfehlungen angepasst. Wir möchten Ihnen zeigen, wie ein modernes hochkonzentriertes, medizinisches Cannabis-Vollextrakt heute hergestellt wird:

  1. Aufzucht geeigneter Cannabis-Pflanzen: Professionelle Hersteller verwenden spezielle Züchtungen wie z.B. Columbia Mountain. Der Anbau sollte rein biologisch-organisch erfolgen, d.h. in Bio-Erde, ohne synthetische Düngemittel und ähnliche Kunststoffe. Gute Cannabis-Grower kennen und schätzen biologische Alternativen.
  2. Qualitätskontrolle: Bereits von Anfang an sollte stetig überprüft werden, ob alles abläuft wie gewünscht. Sind die Pflanzen gesund? Stimmt das Licht, der Nährstoffmix? Die Qualitätskontrolle sollte in jedem Produktionsschritt eine wichtige Rolle spielen, um am Ende ein sauberes und hochwertiges Medizinprodukt zu erhalten.
  3. Ernte und Vorbereitung: Das geerntete Pflanzenmaterial wird zunächst gereinigt, um Fremdkörper und Kontaminierungen auszuschließen, anschließend schonend getrocknet und schließlich zerkleinert.
  4. Extraktion: In großen Kesseln werden die Wirkstoffe herausgelöst – also das gesamte Spektrum der Cannabinoide sowie einige sekundäre Pflanzenstoffe. Dafür kommen spezielle Extraktionsanlagen zum Einsatz.
  5. Filtration: Verbleibende Feststoffe werden herausgefiltert, sodass nur die Wirkstofflösung übrig bleibt – das Vollspektrum-Cannabis-Öl.
  6. Abfüllung: Nachdem eine Charge abschließend kontrolliert wurde, wird das Öl abgefüllt, meist in kleine licht- und luftdichten Töpchen, die sofort verschlossen und kühl gelagert werden.

Wir bedanken uns beim Patientenberater Hans Grewe für die Hilfe bei der Zusammenstellung des Bildmaterials und für die Beantwortung von Fragen zum Herstellungsprozess.

Bitte beachten Sie: (1) Dieser Artikel dient lediglich der Information im Sinne einer freien Meinungsbildung. Wir rufen niemanden dazu auf, illegal Cannabis zu konsumieren. (2) Sollten Sie krank sein, konsultieren Sie bitte IMMER einen Arzt und verlassen Sie sich nicht auf Informationen aus dem Internet. (3) Da es bisher keinen ausreichenden wissenschaftlichen Studienkörper gibt, der einwandfrei belegt, dass Cannabis-Vollextrakt Krebs aktiv bekämpfen kann, beruht das Wissen innerhalb der Szene überwiegend auf Erfahrungsberichten von Patienten, auf privater Forschung und auf den wissenschaftlichen Belegen aus Zell- und Tierversuche.

Advertisements

HanfHeilt.net bei Youtube – Videos mit Erfahrungsberichten

HanfHeilt.net ist nun auch bei Youtube vertreten. Auf unserem Kanal laden wir kleine Clips hoch, die interessante Erfahrungsberichte beinhalten. Die Vollversionen der Berichte mit allen Details finden Sie nach wie vor auf unserer Website.

hhyt

[Fallbericht] Cannabis-Öl bei Brustkrebs: deutliche Linderung nach wenigen Monaten

R. ist eine junge Mutter von zwei Kindern. Zweieinhalb Jahre kämpft sie mit tripel-negativem Brustkrebs, der am Ende Knochen- und Lungenmetastasen ausbildet. Zwei Chemotherapien, Bestrahlung, Immuntherapie und diverse alternativmedizinische Maßnahmen später fällt sie den Entschluss, es mit Cannabis-Vollextrakt (RSO) zu probieren.

Angst vor Betrügern

Keine so einfach Sache:

„Ich würde sehr gerne RSO ausprobieren, aber wie komme ich daran? Ich habe keine Zeit auf Betrüger hereinzufallen und ich kenne mich in dem Gebiet nicht aus.“

Mit diesen Worten wendet sie sich an den Patientenberater Herrn Hans Grewe, der uns die Kommunikation zwischen ihm und der Patientin mit deren Einverständnis weitergeleitet hat. (Beiden vielen Dank dafür.)

Tolle Ergebnisse des Körperscans

Anfang Oktober, gut drei Monate nach Beginn der Cannabis-Öl-(RSO-)Kur, gibt es eine erste frohe Botschaft:

„Mein letzter Scan ist erstaunlicherweise wirklich gut gewesen. Viele Metastasen sind zurückgegangen und die Lunge scheint gerade frei zu sein, Gott sei Dank.“

Überraschter Arzt

Der behandelnde Professor eines süddeutschen Klinikums war mehr als überrascht über diesen Befund und brachte der Patientin gegenüber sein Staunen zum Ausdruck. Auch Herr Grewe war überrascht von der Geschwindigkeit der Genesung. Auf Nachfrage schrieb er uns:

„Das ist tatsächlich nicht die Regel. Wir haben zwar immer mal wieder Patienten, bei denen nach einigen Wochen oder wenigen Monaten schon so deutliche Effekte zu sehen sind, aber es kann auch deutlich länger dauern. Grundsätzlich sollte man mit mindestens drei Monaten rechnen, bis hin zu zehn Monate und in Einzelfällen länger. Es hängt natürlich auch davon ab, wie gut das Öl vertragen wird, wie hoch man dosieren kann, ohne dass es unangenehme Nebenwirkungen gibt und viele Faktoren mehr. Aber in diesem Fall können wir uns einfach freuen und die Daumen drücken, dass es so weiter geht.“

Genau das möchten auch wir hiermit tun. Der Patientin und ihren Kindern alles Gute – ebenso wie allen anderen Patienten mit einem ähnlichen Schicksal. Nicht aufgeben!

Kurzbericht: Cannabis-Öl lindert Prostatakrebs

Den folgenden Bericht hat uns – einmal mehr – unser Leser Hans Grewe zukommen lassen, Patientenberater aus Amsterdam. Vielen Dank an den Patienten Herrn D. (Identität ist der Redaktion bekannt) für das Teilen seiner Erfahrungen und an Hr. Grewe für die Weiterleitung.

„Ich versuche seit zwei Jahren meinen Prostatakrebs mit alternativen Mitteln zu bekämpfen. Der Krebs hat bei mir leider schon gestreut und alle Lymphknoten, die Knochen und die Blase befallen.

Nach der täglichen Einnahme von 0,5 g Cannabis[-Öl] habe ich nach sechs Monaten den fantastischen Erfolg erzielt, dass keine Lymphknoten mehr befallen sind. Auch die Knochenmetastasen sind deutlich kleiner geworden. Leider ist aber der Prostatakrebs geblieben.“

Wir wünschen gute Besserung und ein erfreuliches Ende dieser schwierigen Reise – diese Wünsche gelten nicht nur Herrn D., sondern allen Lesern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.

[Fallbericht] Mit Cannabis-Öl erfolgreich gegen Brustkrebs

Den folgenden Brief schrieb die Mutter einer Brustkrebspatientin nach erfolgreicher Behandlung mit Cannabis-Öl an den Patientenberater Hr. Hans Grewe. Wir bedanken uns für die Weiterleitung. Der Text wurde sprachlich leicht angepasst und anonymisiert, am Inhalt haben wir nichts verändert. Die Identität der betroffenen Personen ist der Redaktion bekannt.

Lieber Hans,

im Februar diesen Jahres erkrankte meine Mutti drei Wochen vor Beginn ihrer Rente an Brustkrebs. Durch einen glücklichen Zufall erfuhren wir von dir. Nach nun fast einem Dreivierteljahr möchte ich dir eine kurze Rückmeldung bez. des Krankheitsverlaufs geben.

Frisches Cannabisöl aus dem Labor.

Cannabis-Öl aus dem Labor im Plastiktopf.

Nach der zweiten Chemotherapie hat meine Mutti angefangen das Öl einzunehmen. Anfangs ohne Wirkung, nach leichter Erhöhung der Dosis eine Wirkung, wie du sie beschrieben hattest.

Das Öl nahm sie täglich über den gesamten Zeitraum der Chemotherapie ein. Die Blutwerte waren immer alle im Normbereich und mit Erbrechen und Übelkeit musste sie sich zum Glück auch nicht plagen.

Nach bereits sechs Wochen war der Tumor um die Hälfte geschrumpft (das war Mitte April). Die letzten drei Chemos, die für Juli angedacht waren, konnten entfallen, da kein Tumor mehr sichtbar war. So konnten wir alle unseren geplanten Familienurlaub in Spanien verbringen.

Nach unserem Urlaub hatte meine Mutti dann gleich ihren OP-Termin. Man konnte die Stelle vorher schon gar nicht mehr markieren, da kein Tumor mehr auffindbar war. Auch dieses Ergebnis war einfach einmalig. Keine Tumorzellen mehr vorhanden, keine befallen Lymphknoten (Histoergebnis). Auch die Bestrahlung wurde auf drei Wochen verkürzt. Nächste Woche ist sie damit fertig.

Wir sind alle so dankbar, dass wir dich gefunden und kennengelernt haben und dass meine Mutti das alles auch so mitgemacht hat, ohne jemals daran zu zweifeln oder schlecht über dieses Thema zu denken. Ihr geht es so prima!

Viele liebe Grüße

H. und Familie

Cannabis-Öl bei metastasiertem Brustkrebs mit zahlreichen Nebenerkrankungen – eine beispiellose Erfolgsgeschichte

Sybille (Name geändert) leidet bereits an Fibromyalgie, Morbus Dercum, Asthma und Polyarthrose, als die Diagnose metastasierter Brustkrebs hinzukommt – unheilbar. Laut Ärzten steht der baldige Tod der Patientin bevor, doch mithilfe hochkonzentrierten Cannabis-Öls gelingt es ihr nicht nur, den Krebs zu überwinden, sondern auch ihre anderen Krankheiten bedeutend zu lindern.

Der folgende Artikel beruht auf den schriftlichen Schilderungen der Patientin sowie der umfangreichen Dokumentation ihrer Diagnostik. Zugesandt hat uns den Bericht und die Dokumente der Patientenberater Hans Grewe aus Amsterdam. Die Identität der Patientin ist der Redaktion bekannt. Sämtliche Angaben der Patientin wurden nach bestem Gewissen überprüft und mit den klinischen Daten verglichen.

Ein bewegtes Leben – trotz und wegen vieler Krankheiten

Sybille, 49 Jahre alt, blickt zurück auf ein bewegtes Leben: Neben vielen privaten Reisen, musste sie aus gesundheitlichen Gründen oft die Arbeitsstelle wechseln. Sie war bereits Konditorin, Bürokauffrau, Steuerfachgehilfin, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Alten-, Kranken-, Behindertenbetreuerin, Hundetrainerin Chauffeurin und vieles mehr. Bis sie im letzten Jahr (2017) in Frührente gehen gehen musste.

Gründe dafür muss man nicht lange suchen: Fibromyalgie, Morbus Dercum, Asthma und Polyarthrose (auch am Rücken) beeinträchtigten sie bereits so stark, dass sie seit September 2015 über lange Strecken zum Pflegefall wurde und mehrere Monate nicht aufstehen konnte. Sie war kaum mehr in der Lage, aus eigener Kraft ihre Wohnung zu verlassen. Um ihre Behinderung aufzuhalten oder sogar rückgängig zu machen, waren fünf Bandscheiben-OPs angesetzt. Nach der ersten kam die Diagnose Krebs. Das bedeutete auch: Bis auf weiteres keine OPs möglich.

Doktor Zufall war ein guter Orthopäde

Dass die Krebsdiagnose überhaupt gestellt wurde, war einem Zufall geschuldet: Nach einem Sturz auf die linke Hüfte erkannte ihr Orthopäde als einziger eine verdächtige Stelle auf einem Röntgenbild und veranlasste MRT und CT zur weiteren Diagnose. Das Ergebnis: ein großer Tumor im Hüftknochen und verdächtige Stellen auf der rechten Beckenseite und im Eierstock, wahrscheinlich bösartig. Im Krankenhaus dann die finale Diagnose: hormoneller Brustkrebs mit Knochenmetastasen sowie verdächtigen Stellen in der Lunge und am Eierstock.

Hormoneller Brustkrebs – keine Hoffnung und ein Weg ins Ungewisse

Nach zwei Tagen wurde Sybille ohne konkretere Diagnosen entlassen. Da die Patientin an einem Krankenhaustrauma litt, das sich durch Angstzustände und die Unfähigkeit der Nahrungsaufnahme äußerte, hatte sie bei der Aufnahme um Unterstützung gebeten, die ihr in Form von  psychologischer Hilfe, Schmerztherapie und Wochenendurlaub mit anschließender stationären Wiederaufnahme zugesichert wurde. Umgesetzt wurde davon nach Aussagen der Patientin nichts. Die Gründe bleiben unbekannt.

Bei der Entlassung nach dem zweitägigen Klinikaufenthalt gab man ihr auf den Weg, dass nicht mehr lange zu leben haben würde; die Metastasen könnten jederzeit brechen (beim 7. Halswirbel mit Lebensgefahr). Was genau hormoneller Brustkrebs ist, das hatte ihr nach eigenen Angaben niemand erklärt. Dass ihre Krankenkasse den Palliativdienst anstandslos übernahm, den ihr ihre Onkologin geschickt hatte, sprach eine eigene Sprache.

Unter normalen Umständen ist hormoneller Brustkrebs leicht behandelbar. In ihrem Fall war er allerdings weit fortgeschritten und schnell streuend, weswegen die Ärzte ihr den Stempel „unheilbar“ aufdrückten. Wie lange sie noch hatte, getraute sich niemand zu prognostizieren.

Standardtherapien und die Erkenntnis, sich selbst helfen zu müssen

Auf dem schulmedizinischen Weg erfolgten nun eine Bestrahlung der Knochenmetastasen, Infusionen mit Biphosphonaten sowie eine tablettengestützte endokrine Therapie (Antihormontherapie).

„Außer dass die Ärztin sagte, es würde wohl auf eine Chemo hinauslaufen, wurde mir nichts vorgeschlagen, bis auf das Übliche für den Anfang.“

Sybille beschloss, selbst aktiv zu werden. Sie versuchte es mit einer Ernährungsumstellung, die sie aus verschiedenen Empfehlungen und Protokollen selbst zusammenstellte, da sie die anfangs angestrebte Budwig-Diät aufgrund ihres Reizdarms nicht vertrug. Dazu gehörten auch verschiedene pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel; immer nach dem Motto: „Wenn es nicht hilft, schadet es wenigstens nicht.“

Zusätzlich probierte sie es mit Wochenkuren aus dem alternativmedizinischen Spektrum, darunter Laetril-Infusionen, hochdosiertes Vitamin C und Thymus-Milz-Therapie.

Auftritt Cannabis: eine alte Bekannte

Sybilles erste Wahl in ihrem Bestreben, den Krebs zu überwinden, war allerdings eine alte Bekannte:

„Ich wurde schon sehr früh auf Cannabis aufmerksam (durch Freunde mit MS z.B.) und habe mich deshalb immer schon sehr dafür interessiert, seit ich die so viel bessere Wirkung gegenüber der herkömmlichen Medikamente selbst gesehen habe. Zudem habe ich viele Freunde in Holland und Israel und deshalb immer schon Infos, die der Realität entsprechen (nicht wie in Deutschland). Unweigerlich stößt man deshalb auch auf das [Cannabis-]Öl. Nachdem die Diagnose Krebs bei mir feststand und weil ich selbst Personen kenne, die laut Schulmedizin schon längst die Radieschen von unten ansehen müssten, war Cannabis-Öl das erste Mittel der Wahl für mich. Unheilbar? Das wollen wir doch mal sehen. Noch dazu, wo damit zu rechnen war, dass es auch bei all meinen anderen Erkrankungen hilfreich sein würde.“

Nach eigenen Recherchen fand Sybille den Kontakt zu einem Vermittler, der ihr unter der Hand geeignetes Cannabis-Öl besorgen konnte. Auf dessen Empfehlung begann Sie mit einer minimalen Dosis, die sie langsam steigerte; über zwei bis drei Monate hinweg auf ein Gramm des Öls täglich. Sie nahm sich fest vor, damit so lange weiterzumachen, bis mittels schulmedizinischer Diagnostik keine Befunde mehr nachweisen waren. Danach wollte sie zur Prävention eine geringere Erhaltungsdosis einnehmen.

Art der Einnahme und Nebenwirkungen

Sybille mischte das Cannabis-Öl mit Kokosöl und füllte das Gemisch in Kapseln. Da sie oft aus dem Haus musste, nahm sie es nur am Abend ein, gemeinsam mit dem Abendessen, damit es sie im Alltag nicht störte. Denn besonders anfangs machten ihr die Nebenwirkungen zu schaffen; das bedeutet konkret der Rauschzustand, der bei höheren Dosen einsetzt und den sie als „belämmertes Gefühl“ beschreibt:

„Durch meine zahlreichen Lebensmittel- und Medikamentenunverträglichkeiten hatte ich Angst es nicht zu vertragen. Zwei Jahre lang hatte mein Hausarzt wegen meiner Schmerzen die Analgetika- und BTM-Liste rauf und runter ausprobiert. Immer mit dem selben Erfolg: keinem. Dafür aber mit erheblichen Nebenwirkungen sowie einer allmählichen Analgetikaintoleranz. Aber zu meinem Glück vertrage ich das Öl ausgezeichnet und inzwischen ist das belämmerte Gefühl so gut wie weg und hilft sogar beim Schlafen.

Anfangs hatte ich schon Probleme, als ich auf einem Gramm war; ich bin oft den ganzen Tag nicht wirklich wach geworden. Aber man gewöhnt sich schnell daran und kann natürlich mit Uhrzeit und Verteilung auf den Tag so agieren, dass man keine Probleme mehr hat.

Nebenwirkungen habe ich jetzt so gut wie keine mehr, bis auf den trockenen Mund, was bei mir aber schätzungsweise deshalb schlimmer ist als bei den meisten, weil ich das Problem durch die Fibromyalgie sowieso habe.“

Erste Besserungen nach drei Wochen Minimaldosis: Asthmalinderung

„Bereits nach kurzer Zeit (ca. drei Wochen bei minimaler Dosis) wurde mein Asthma um so viel besser, dass ich eine Situation überlebt habe, die für mich ohne Cannabis-Öl in meiner vorherigen Verfassung (auch mit den anderen Opiaten) ohne Hilfe absolut tödlich gewesen wäre. Heute brauche ich für das Asthma keine Medikamente mehr. Zwar habe ich das Notfallspray immer noch dabei, es aber seit November 2017 nicht mehr gebraucht.“

Nach drei Monaten: Schmerzlinderung, normale Entzündungswerte, Rückkehr der Lebenskraft

„Die Schmerzen in den Gelenken wurde nach ca. drei Monaten jeden Tag besser und verbessern sich immer noch“,

wundert sich Sybille. Das Erstaunlichste für sie war der markante Unterschied zwischen ihrer vorherigen totalen Schwerbehinderung (laut Ausweis 100% aGB) und der Fähigkeit, wieder einen einigermaßen normalen Alltag bewältigen zu können. „Für mich ein Wunder“, sagt Sybille – ein Wunder, das sie dem Cannabis zuschreibt.

Außerdem nahmen die Schmerzen der Fibromyalgie und des Morbus Dercum ab:

„Auch da wird es jeden Tag besser, ebenso sind die vielfältigen Begleiterscheinungen der Fibromyalgie auf ein absolut erträgliches Maß gesunken.

Schmerzen vom Krebs hatte ich zum Glück nur nach der Bestrahlung und der ersten Infusion an der Metastase links in Becken und der Hüftpfanne. Aber auch dort wird es täglich besser.

Alleine dafür, dass ich nach über zwei Jahren wieder normale Entzündungswerte habe, bin ich unendlich dankbar. Die Schwäche, die mir über ein Jahr das Leben zur Hölle gemacht hat, ist so gut wie weg und ich kann endlich wieder einiges anpacken, das seit fast zwei Jahren unmöglich war.“

Sybille bezeichnet das Öl im Hinblick auf ihre vielen Erkrankungen als Lebensretter in jeder Beziehung:

„Es ist das einzige Mittel, das mich vom Pflegefall wieder zu einem normalen Menschen gemacht hat. Dem Öl habe ich es zu verdanken, endlich wieder in einem menschenwürdigen Zustand leben zu können.“

Kein Befund und eine fassungslose Radiologin

Sybilles Krebs wurde am 14.07.2017 diagnostiziert; war aber nach Schätzungen der Ärzte bereits sechs bis neun Monate unentdeckt geblieben. Im September 2017 begann sie das Cannabis-Öl einzunehmen. Ein halbes Jahr später dann das Unfassbare:

„Am 29.03.2018 konnte ich in die fassungslosen Augen der Radiologin blicken. Man hatte den Ultraschall hergerichtet, aber sie meinte, das bräuchte es nicht, denn wenn man in der Mammographie nichts sieht, dann per Ultraschall erst recht nicht. Sie ging mit mir die alten und die neuen Aufnahmen durch, fragte ständig und mehrfach: Sind Sie operiert worden, bestrahlt, Antikörper, Chemo usw. usw. Bei jedem Nein meinerseits wurden ihre Augen größer.“

Im ärztlichen Bericht vom 29.03.2018 heißt es:

„Der bekannte Mammatumor links ist nicht mehr erkennbar.“

Bei allen Metastasen war ein erheblicher Rückgang erkennbar sowie die Bildung neuer Knochensubstanz.

Wie es weiter geht

Mittlerweile hat Sybille es geschafft, ein Rezept für Cannabisblüten zu bekommen, da es als einziges Mittel gegen ihre vielen Krankheiten zu helfen scheint. Aber auch das weitaus stärke Cannabis-Öl würde sie nicht zur Krebstherapie weiterempfehlen:

„Es hat mich davon erlöst ein Quasi-Pflegefall zu sein und hat mir schon bevor ich es für den Krebs in der erforderlichen Menge eingenommen habe das Leben gerettet, weil es  mein Asthma fast geheilt hat. Ich brauchte vier Medikamente. Heute brauche ich keines mehr und ich habe seit fünf Monaten keinen einzigen Anfall gehabt.

Die Schmerzen des Weichteilrheumas sowie alle anderen Symptome und Begleiterscheinungen wie Reizdarm usw. werden seit sechs Monaten jeden Tag besser. Die Schmerzen des Morbus Dercum sind ebenfalls auf ein erträgliches Maß gesunken. Die Entzündungen aller Gelenke (Polyarthrose und Weichteilrheuma) und damit die Schmerzen wurden ebenfalls jeden Tag besser, sodass ich heute keine Angst mehr haben muss, an schlechten Tagen nicht aus dem Haus zu kommen.

Was den Krebs angeht; das Ergebnis der Mammographie dürfte für sich sprechen.

So oder so: Das Cannabis-Öl macht das Leben wieder lebenswert, egal in welchem Stadium der Krebs ist, egal welche Form vorliegt, egal welche anderen Erkrankungen einem das Leben noch zur Hölle machen. Es nimmt Schmerzen und Entzündungen, hilft der Psyche und steigert auf alle Fälle das Lebensgefühl enorm. Ich würde es vorbehaltlos empfehlen.“

Ob der Krebs endgültig besiegt ist, werden die Nachuntersuchungen zeigen. Sofern uns diese vorliegen werden, werden wir berichten. Mehr Fallberichte finden Sie hier.

Anmerkung der Redaktion

Der Redaktion liegt eine umfangreiche Dokumentation der Diagnostik der Patientin vor, die ihren Bericht stützt. Die Identität der Patientin ist der Redaktion ebenfalls bekannt. Wir danken der Patientin dafür, ihre Geschichte mit der Öffentlichkeit zu teilen, freuen uns über ihre Genesung, wünschen ihr weiterhin alles Gute auf ihrem Weg und hoffen, dass auch andere Menschen mit ähnlichem Schicksal einen solch positiven Ausweg finden. Vielen Dank auch an Hans Grewe, der uns den Fallbericht und die Dokumente der Patientin zugänglich gemacht hat.

Wir möchten und müssen darauf hinweisen, dass hochdosiertes Cannabis-Öl aufgrund seines THC-Gehalts im deutschsprachigen Raum illegal ist und nicht einmal ärztlich verordnet werden kann. Geschichten wie die von Sybille machen deutlich, wieso wir hier einen Handlungsbedarf aufseiten der Gesetzgeber sehen. Denn so lange die Gesetzeslage bleibt, wie sie ist, müssen wir Sie nachdrücklich belehren, dass wir den Kauf und die Einnahme hochdosierten Cannabis-Öls weder empfehlen noch billigen. Der Fallbericht dient lediglich der Information im Sinne eines demokratischen und freiheitlichen Miteinanders sowie dem uneingeschränkten Zugang zu Informationen im Sinne einer freien Meinungsbildung.

Cannabis-Öl (RSO) bei Lebertumor

Anm. d. Red.: Der folgende Bericht erschien ursprünglich am 30.03.2018 auf der Website http://www.cannabis-oel.de. Der Repost erfolgt mit freundlicher Genehmigung.


Wir bedanken uns bei Stefan für das Zusenden des Berichtes und wünschen ihm dass er den Kampf gegen seinen Krebs gewinnt:

Cannabis-Öl (RSO) bei Lebertumor

Hier kurz zu meiner Krankengeschichte:

Bei mir wurde ein neuroendokriner Tumor in meiner Leber festgestellt, das war 2016, davor hatte ich leider auch Probleme mit der Krankheit. Daraufhin wurden einige Behandlungen durchgeführt. Anfangs schien diese Behandlungen erfolgreich zu sein. Es stellte sich aber nach ca. einen halben Jahr das Gegenteil heraus. Eine Operation ließ sich nicht durchführen, da sich der Tumor in der Mitte der Leber eingenistet hatte. Mein seelischer Zustand verschlechterte sich und ich empfand Schmerzen in meiner rechten Oberbauchseite. Bei den letzten ärztlichen Besprechungen verschrieb man mir daraufhin ein Tumor-Medikament, welches ich bis heute auch noch nehme. Ich war aber zu diesem Zeitpunkt am Ende meiner Kräfte, da las ich auf eurer Internetseite über das Cannabis-Öl.

Daraufhin traf ich mich mit Hans.

Ab diesem Zeitpunkt nahm ich das Cannabis-Öl. Das war Mitte November letzten Jahres.

Hier zu meinen Erfahrungen mit Cannabis-Öl:

Ich nehme seit ca. 4 ½ Monaten Cannabis-Öl zu mir. Die Dosierung nahm ich anfangs wie Hans mir es aufgetragen hatte. Schlafen konnte ich damit sehr gut und das gilt heute noch. Bei mir stellte sich aber morgens ein absoluter seltsamer Zustand ein, ein innerlicher Unruhezustand, der sich schlecht beschreiben lässt. Das fing sofort nach dem Wachwerden im Bett an, meistens gegen 6:00 Uhr. Nach dem Aufstehen musste ich mich fortwährend bewegen und mir schossen Gedanken durch den Kopf wie z.B. ich lebe nicht mehr lang, wann platzt der Tumor in mir, jetzt bekomme ich gleich Schmerzen und so weiter. Ich kam mir vor wie auf einem Karussell, ich drehte mich im Kreis und konnte keinen positiven Gedanken finden. Dieses beschissene Gefühl ging oftmals bis in den Nachmittag.

Mein Hausarzt verschrieb mir was zum Beruhigen, was aber nicht half.

Wenn ich nicht in der Wohnung herumgelaufen bin, war ich auf der Couch gelegen. Jeder Tag verlief gleich. Die einzige Freude, die ich in dieser Zeit empfunden habe, war die Tatsache endlich in das Bett gehen zu können um zu schlafen. Das Cannabis-Öl war für diese Zweck absolut genial. Rauschzustände traten bei mir nie ein, schade vielleicht ;).

Zuvor hatte ich immer ein Problem mit dem Durchschlafen. Ich wachte nachts auf und konnte nicht mehr einschlafen. Was blieb, war nur der Gang in das Wohnzimmer, auf die Couch und den Fernseher einzuschalten. Zu mehr hatte ich keine Kraft aber auch keine Ideen um diesen Zustand zu ändern! Seitdem ich Cannabis-Öl nehme ist das Schlafen kein Problem mehr, zum Glück. Gute Schlafqualität ist ungemein wichtig für die Generation von Körper und Geist.

Meine Dosierung hatte ich jetzt auf 0,25 g hochgeschraubt und ich wollte noch nicht auf die 0,3 g erhöhen. Mein Bewusstsein drehte sich nur um das Ding in meinem Körper, was anderes konnte ich mir nicht vorstellen. Irgendwie sah ich einen Zusammenhang mit meiner schlechten Psyche und der inneren Unruhe mit der Dosierung von Cannabis-Öl.

Eines abends ging ich später als gewollt ins Bett und die Wirkung des Cannabis-Öl setzte ein. Mein Herz fing an zu rasen, ich dachte meine Brust wird gesprengt. Zum Glück schlief ich ein. Daraufhin reduzierte ich die Menge auf ca. 0,035- 0,040 g. Das rezeptfreie Mittel Vomex half mir morgens bzw. tagsüber etwas ruhiger zu werden, eigentlich ist das ein Mittel gegen Übelkeit! Mir ging es nach dieser Umstellung nach ca. 2 Wochen wieder besser. Ich wurde wieder ruhiger und meine Gedanken stabilisierten sich.

Es war eine sehr anstrengende und kraftraubende Zeit für mich und meine Familie.

Zu dem Thema Alkohol und Cannabis-Öl habe ich eine Erfahrung gemacht, die ich nicht nochmal erleben möchte. Bei einer Familienfeier trank ich ausnahmsweise abends gegen 19:00 zum Essen ein Bier, danach noch ein ¼ Rotwein, also gar nicht einmal so viel. Gegen ca. 21:00 Uhr nahm ich mir meine Ration, die zu diesem Zeitpunkt reduzierte Menge von 0,08 g und ging später ins Bett. Nachts gegen 3:00 Uhr wurde ich wach aufgrund von Übelkeit und der mir bekannten beschissenen Unruhe. Ich wollte sterben so schlecht war mir und schlafen konnte ich auch nicht mehr. Am folgenden Morgen ging das so weiter und das den ganzen Tag!

Also Finger weg vom Alkohol, das verträgt sich nicht. Schon gar nicht, wenn der zeitliche Abstand zwischen Alkoholkonsum und der Cannabis-Öl-Einnahme so kurz hintereinander liegt Ich hätte es wissen müssen.

Und jetzt zu etwas Positiven. Anfang Februar stand ein Kontroll-MRT bei mir an. Das Ergebnis dieser Untersuchung war ein stabiler Befund, d.h. das Ding war nicht mehr gewachsen. Das war ein riesiger Erfolg für mich. Jetzt kommt es noch besser: Ende März stand ein Ultraschall-Termin für mich auf den Plan. Dabei stellte man fest, dass der Tumor, der mich so stresst ca. 1cm kleiner geworden ist!!!! Ich fiel aus allen Wolken, konnte es kaum fassen. Einfach phänomenal, so weitermachen wie bisher sagte ich mir. Langsam werde ich lockerer.

Was ich in meinem Leben noch geändert habe ist folgendes:

Mein Ernährung habe ich auf low-carb umgestellt, das ist eine Ernährungsform mit einem sehr geringen Kohlehydrateanteil, wobei der Zucker komplett in jeglicher Art vom Speiseplan gestrichen ist. Zudem nehme ich sehr viele verschiedene Nahrungsergänzungsmittel seit der Zeit zu mir. Ebenso spritze ich mir Lektinol seit schon ca.10 Jahren 2-3 mal in der Woche in den Bauch. Seit Dezember letzten Jahres nehme ich locale Hyperthermie-Sitzungen incl. Vitamin C Infusionen 1-2 mal die Woche.

Wenn mich jemand fragt, ob das Cannabis-Öl den bisherigen Erfolg ausmacht, kann ich nicht nein sagen. Ob ich es weiter nehme ist kein Frage, das mache ich auf jeden Fall. Auch wenn es bei mir so gering dosiert ist hat es seine Wirkung!

Ich drücke euch und mir selbst die Daumen, um von einer heimtückischen, beschissenen Krankheit geheilt zu werden. Niemals aufgeben, auch wenn man auf dem Boden in der Scheiße liegt und immer wieder aufstehen muss.

LG

Stefan

Hans Grewe im Interview

Unseren Lesern ist der Name Hans Grewe wahrschenlich ein Begriff. Der Amsterdamer ist in Holland und Deutschland als Patientenberater tätig und hat uns in den vergangenen Jahren immer wieder interessante Fallberichte zukommen lassen, in denen Patienten von ihren Erfahrungen mit Rick-Simpson-Öl (RSO) bzw. ähnlichen Cannabis-Vollextrakten berichten.

Hans Grewe verfügt nach eigenen Angaben über 30 Jahre Erfahrung im Cannabisanbau und ist seit gut sechs Jahren im Bereich medizinisches Cannabis — Schwerpunkt RSO — als Berater tätig. Nun war Herr Grewe bereit, uns ein Skype-Interview zu geben.

Die Fragen, die wir ihm gestellt haben, basieren hauptsächlich auf typtischen Leserfragen, die uns über die Jahre immer wieder gestellt wurden sowie Fragen, die wir im Netz gefunden haben.

RSO kaufen – (wie) geht das?

HanfHeilt.net (HH): Herr Grewe, welche Möglichkeiten hat man als Patient in Deutschland, RSO zu beziehen? Gibt es einen legalen Weg?

Hans Grewe (HG): Europaweit ist diese besondere Form Cannabisöl verboten und legal eben nicht zu kriegen.

HH: Auch nicht mit ärztlichem Rezept?

HG: Nein.

HH: Und warum ist das immer noch so?

HG: Weil die Pharma es offenbar nicht haben will … Klar, es fehlen auch noch klinische Studien, allerdings war das noch nie ein großes Hindernis, wenn Big Pharma etwas auf den Markt bringen wollte.

HH: Was raten Sie Patienten, die dennoch auf der Suche sind?

HG: Viel Rat darf ich da leider nicht geben, ohne auf dünnem Eis zu stehen. Der Weg könnte so aussehen: Sich im Internet schlau machen und die richtige Seite finden, wo man dann vielleicht Kontakthilfe bekommt.

HH: Kann ich mich an Sie wenden, wenn ich wissen möchte, ob eine bestimmte Quelle zuverlässig ist, zum Beispiel ein Kontakt aus dem Internet?

HG: Die allermeisten sind mir und uns — also meinen Kontakten im Labor in Amsterdam —  nicht hinreichend bekannt, daher will ich nicht pauschal verneinen, dass sie zuverlässig oder seriös sind, dazu fehlt mir die Grundlage. Ohne die Ware selbst getestet und untersucht zu haben, kann ich keine verlässlichen Aussagen machen – außer natürlich, es liegt ein sehr offensichtlicher Betrugsfall vor.

HH: Was halten Sie grundsätzlich vom RSO-Kauf in Onlineshops?

HG: Alles, was Onlineshops verkaufen, ist immer so hergestellt, dass es nicht verboten ist. Es gibt aber immer wieder Shops, die ein bisschen mit den Produktangaben spielen, damit es so aussieht, als wäre mehr THC oder CBD drin als eigentlich ist. Man sollte sich immer vor Augen führen: Wenn ich im Onlineshop etwas Verbotenes verkaufe, machen sie ihn mir zu. Also ist man dort natürlich vorsichtig. Das heißt: Im Endeffekt verkauft ein Onlineshop nur das, was erlaubt ist, und dann kann man davon ausgehen, dass das kein RSO ist.

HH: Was ist mit den illegalen Shops? Die gibt’s ja auch.

HG: Illegale Shops werden natürlich mit Sicherheit keine persönlichen Gespräche führen, und bei Versandgeschäften wär ich so oder so immer vorsichtig. Weil du nie weißt, was du kriegt, und auch nicht weißt, wie die Qualität ist und, und, und. Ich habe da schon die dollsten Geschichten mitbekommen, wo es mich teilweise erschrocken hat, mit was für primitiven Mitteln das Öl hergestellt wird, das grenzt schon an Fahrlässigkeit. Sie nehmen ja auch kein Aspirin, das ihr Nachbar in der Küche zusammengemixt hat! Zum Beispiel sollte heute der biologische Anbau Standard sein. Machen wir schon seit sechs Jahren, während andere noch gar keine Ahnung haben, wie genau das eigentlich funktioniert. Wir arbeiten außerdem mit dem Labor und nicht mit dem Reiskocher, weil unser Anspruch eben nicht ist, irgendwie RSO herzustellen, sondern so hochwertig und zuverlässig wie möglich. Das kann natürlich nicht jeder tun und ich sehe auch kaum jemanden, der es erfolgreich versucht hat. Ich sage manchmal, zugegeben nicht ohne Stolz: Wir fahren schon seit Jahren mit dem Ferrari, wo andere noch mit der Postkutsche fahren. Und ob Ferrari oder Postkutsche, kann man bei solchen Shops eben schlecht vorhersagen, während man nach dem Kauf in der Regel keinen greifbaren Ansprechpartner hat. Das ist reine Glückssache. Ich bin da also eher skeptisch.

RSO herstellen

HH: Und wenn ich mir nun reines CBD-Öl und reines THC-Öl kaufe, beide vermische – erhalte ich dann nicht auch RSO?

HG: Nein, wir haben ja eben keine Cola und Fanta, aus denen man mal eben einen Mezzo-Mix macht. So wird das nichts. Das Öl muss aus einer Pressung kommen, als Vollextrakt. Dazu kommt: CBD- und vor allem THC-Öl gibt es gar nicht in der Qualität und in der Stärke, die du haben musst. Das ganze fällt also eher unter die Kategorie Ammenmärchen – für mich keinen Mezzo-Mix bitte, und auch keine Apfelschorle! (lacht)

HH: Dr. David Meiri fand heraus, dass nicht alle Sorten Cannabisöl bei allen Tumorarten gleich wirken. Ist das die Herausforderung der nächsten Jahre, die Ursache dafür zu finden?

HG: Ja, das ist auch für uns eine Herausforderung. Stand heute: Wir nutzen nur Pflanzen von höchster Qualität, so wie unsere Columbia Mountain, die übrigens nicht zu kaufen ist, weil die nur von uns gezüchtet wird. Darüber hinaus forschen wir natürlich auch, aber es gibt noch keine konkreten Aussagen zu diesem Thema.

HH: Also wird das von Ihnen empfohlene Öl immer aus denselben Sorten gewonnen?

HG: Eigentlich nur zwei: Columbia Mountain und Küsch. Küsch ist nicht ganz so potent wie unsere Columbia, aber auch damit haben wir gute Erfolg beobachten können.

HH: Was ist das beste Verhältnis zwischen THC und CBD im Öl?

HG: Also, Stand heute: CBD zwischen 20 und 26 Prozent solltest du auf jeden Fall haben. Und THC: 50 plus.

HH: Und wie ist das – sind verschiedene Verhältnisse bei verschiedenen Krebsarten oder anderen Krankheiten sinnvoll?

HG: Das ist eigentlich auch ein Ammenmärchen, denn handfeste Informationen gibt es dazu keine. Trotzdem fragen mich immer wieder Menschen, ob es nicht besser wäre, dem Öl noch THC- oder CBD-Öl hinzuzufügen, damit ein gewisses Verhältnis erreicht wird. Aber im Endeffekt ist es ja so: Am Anfang steht das Vollextrakt. Das noch im Nachhinein zu vermischen ist wenig zielführend. Es gibt so dermaßen viele verschiedene Krebsarten und so viele mögliche Zusammensetzungen des Öls, dass es fast schon aberwitzig ist, bei diesem Thema den Experten zu spielen. Meiner Erfahrung nach ist es besser, ein Öl zu finden, das möglichst vielen hilft, und das ist bereits geschehen.

HH: Können Sie mir helfen, wenn ich zu Hause selbst Cannabis-Öl herstellen will?

HG: Helfen könnte ich schon, beratungstechnisch, es ist aber davon abzuraten, weil es viel zu gefährlich ist und viel zu viel passieren kann. Ich habe über die Jahre so viele Unfälle mitbekommen, teilweise sogar von geschulten Fachleuten, da wird man sensibilisiert. Und auch qualitativ gibt es große Unterschiede zwischen Do-it-yourself und Laborqualität. Mit behelfsmäßigem Material – z.B. Reis- oder ähnliche Kocher, Destilliergeräte – erreichst du nie den Reinheitsgehalt, bist nie sicher, ob alles rausgekocht ist, was raus muss. Darum kann ich eigentlich nur davon abraten, alles andere wäre unverantwortlich. Wer es natürlich gerne machen will, sich sehr gut informiert hat und sehr vorsichtig ist – okay. Man muss aber auch dazusagen: Um die Menge und Qualität zu erreichen, die theoretisch erreicht werden kann, muss man schon sehr viel Geld in die Hand nehmen. Für die meisten Privatanwender ist das daher ohnehin keine Option.

RSO einnehmen

HH: Wie viel RSO sollte man als Krebspatient einnehmen und wann?

HG: Das ist von Mensch zu Mensch verschieden, je nach individueller Verträglichkeit. Das Maximum liegt meist bei 0,30 oder 0,35 Gramm. Minimum sollte 0,10 sein. Einmal am Tag abends, weil die Regeneration immer nachts passiert. Außerdem kann man so die Nebenwirkung, also den Rausch, überschlafen, ohne viel davon mitzubekommen.

HH: Viele Menschen versuchen, möglichst auf ein Gramm Öl am Tag zu kommen, wie es Rick Simpson in seinem Protokoll vorschlägt. Wieso sind Sie dafür niedrig zu dosieren?

HG: Ganze einfach: Eine niedrige Dosierung meint, sich langsam an seine persönliche Verträglichkeit heranzutasten. Jeder hat da seine eigene Schwelle. Wenn die überschritten wird, also die Dosis zu hoch wird, setzt das den Körper unter Stress. Und ein gestresster Körper geht natürlich automatisch von der Heilung weg, weil er, vereinfacht gesagt, im Rebelliermodus steckt, nicht im Heilmodus. Deswegen: Langsam und niedrig anfangen, die persönliche Verträglichkeit austesten und dann bei dem bleiben, was gut vertragen wird.

HH: Also spricht nichts gegen hohe Dosen, wenn man sie gut vertragen kann?

HG: Wenn ich eine hohe Dosis gut vertrage, ist das okay. Es ist aber eigentlich ausreichend, zwischen 0,3 bis 0,4 Gramm täglich einzunehmen. Die Kontinuität ist hier viel wichtiger als die exakte Dosis. Wenn der Körper über die Monate gelernt hat, was er da an Unterstützung bekommt, kann er effizient damit arbeiten. Das ist völlig ausreichend. Also: Ein Gramm ist eigentlich viel zu viel. Wer es trotzdem nehmen möchte und gut damit klarkommt, kann es natürlich gerne tun.

HH: Kann man die Gramm in Milliliter umrechnen? Wie ist das beim RSO?

HG: Wir rechnen natürlich in Gramm, weil das RSO Gewicht hat und nicht flüssig ist. Flüssiges RSO gibt es nicht, das muss dann verdünnt sein. Man kann aber ganz grob sagen, dass sich Gewicht zu Volumen ungefähr 1:1 umrechnen lassen, mit etwas Abweichung.

HH: Kann ich RSO auch präventiv einnehmen?

HG: Natürlich, wer es gerne machen will – es schadet nicht, es kann nur helfen; und immer mal wieder etwas zur Prävention ist okay.

HH: Wie sollte man in dem Fall dosieren?

HG: Eine geringere Dosis reicht zur Prävention. Und nicht jeden Tag, sondern z.B. ein- oder zweimal die Woche ist völlig ausreichend.

HH: Wie nimmt man Cannabisöl rektal ein? Wie stellt man Zäpfchen selber her?

HG: Anleitungen zur Zäpfchenherstellung kriegst du bei Google, entweder mit Kakaobutter oder mit Gelantine. Man braucht dazu eine Zäpfchenform, die findet man im Fachhandel. Die so geformten Zäpfchen werden dann kaltgestellt. Wie bei der oralen Einnahme ist es so, dass du erst mal Zäpfchen machst mit, sagen wir mal 0,2 Gramm, weil du rektal ohnehin mehr verträgst, und dann langsam hochgehst. Also machst du dir z.B. immer jeweils fünf Stück fertig und tastest dich so langsam an deine persönliche Verträglichkeit ran. Aber wie gesagt: Genaueres dazu findet man im Netz.

HH: Was ist denn Ihrer Erkenntnis nach besser? Die orale oder rektale Aufnahme von RSO?

HG: Wir empfehlen die orale Einnahme, weil wir bei der rektalen Einnahme nie sicher sind, ob alles dahinkommt, wo es hin soll, um eine Heilung zu erzielen. Die meisten, die das Öl rektal einnehmen, können z.B. nicht mehr schlucken oder möchten einfach den Rausch vermeiden, vertragen dadurch aber natürlich auch mehr. Die rektale Einnahme bietet also für manche Menschen Vorteile, aber oral ist für uns immer noch die bessere Methode.

HH: Einige Menschen sagen ja auch, sie nehmen das Öl rektal ein, um es über die Schleimhäute aufzunehmen; das wäre besser, denn dann käme es schneller ins Blut.

HG: Hört sich vielleicht doof an, aber ich sag immer so schön: Wenn du’s rektal nimmst, gehst nachher eine halbe Stunde oder Stunde später auf die Toilette – dann ist die Frage, wie sich das Öl bis dahin verteilt hat und was davon ankommt, wo es hin soll. Das Problem hat man bei der oralen Einnahme nicht. Aus medizinischer Sicht ist die rektale Wirkung sowieso umstritten, wobei es einige positive Erfahrungsberichte von Anwendern gibt. Das sollte jeder für sich selbst entscheiden.

HH: Ist die Aufnahme über die Schleimhäute nicht auch im Mund möglich, unter der Zunge zum Beispiel?

HG: Theoretisch auch, wobei du da natürlich den Effekt hast, dass du schneller etwas von der Rauschwirkung merkst.

Erfahrungen mit RSO

HH: Ist eine Behandlung mit RSO bei Krebs im Endstadium sinnvoll? Gibt es noch Hoffnung?

HG: Hoffnung kann es geben. Es ist natürlich schwer, aber wie heißt es so schön: Man soll die Flinte nicht ins Korn werfen. Ich habe schon Menschen betreut, die palliativ entlassen worden sind und auch gute Erfolge erzielt haben; die noch drei Monate hatten und heute bei drei Jahren sind. Das ist natürlich nicht immer so, aber das Öl kann trotzdem sinnvoll und hilfreich sein. Das sollte man im Einzelfall imme abwägen.

HH: Gibt es Erfolge mit RSO bei multipler Sklerose? Haben Sie bereits MS-Patienten betreut?

HG: Persönlich hatte ich nur in zwei oder drei Fällen mit MS zu tun, die Patienten waren mit dem Öl zufrieden, es hat ihnen geholfen. Man kann also von Erfolgen sprechen, aber ich würde hier ungern pauschalisieren. Wie viele Substanzen kann auch Cannabis bei vielen Krankheiten helfen, aber niemand kann dafür derzeit eine Garantie geben.

HH: Wie ist das, wenn man unter Bluthochdruck oder Niedrigblutdruck leidet – gibt es da Gefahren oder Risiken im Umgang mit RSO?

HG: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Bei einem Menschen wirkt es so, bei dem anderen so; bei einem kann der Blutdruck runtergehen, beim anderen hoch. Hat man schon hohen oder niedrigen Blutdruck, muss man vorsichtig damit umgehen. Bis heute haben wir aber bei den vielen Leuten, die auch mit Blutdruckproblemen zu tun hatten und teilweise auch Blutdrucktabletten genommen haben, in all der Zeit noch keine negative Erfahrung gehabt. Ich rate hier allerdings trotzdem zu einem sehr vorsichtigen Vorgehen, im Zweifel gemeinsam mit einem kompetenten Arzt. Je stärker der Hoch- oder Niedrigdruck, desto mehr sollte man aufpassen.

HH: Manche Menschen reagieren auf Cannabis mit Paranoia und Angstzuständen. Können Betroffene trotzdem RSO einnehmen?

HG: Das muss man im Einzelfall sehr vorsichtig austesten. Mit ganz, ganz kleinen Mengen, um zu sehen, wie Körper und Geist reagieren. Es muss nicht sein, dass man auf RSO reagiert wie z.B. auf einen Joint, aber es kann natürlich passieren. Das hängt von der Ursache der Paranoia ab. Wie gesagt, mein Rat wäre: sehr vorsichtig austesten.

HH: Gilt all das, was Sie hier sagen, eigentlich auch für die Behandlung von Kindern?

HG: Wenn Kinder an Krebs leiden, ist RSO eine Option, gar keine Frage. Aber dann bitte ganz, ganz vorsichtig; ganz, ganz klein anfangen und austesten, was das Kind gut verträgt. Und wenn möglich unter ärztlicher Aufsicht.

HH: Und wie ist es bei Tieren?

HG: Wie beim Menschen haben wir auch bei Hunden Krebsheilungen beobachtet. Da ist es aber natürlich so: Die Tiere können sich nicht oder nur bedingt mitteilen. Man kann das RSO also nur aufs Leckerchen geben und dann sehr genau beobachten. Es kann unerwünschte Begleiterscheinungen geben, z.B. Müdigkeit, Einnässen und Erbrechen, deswegen gilt auch hier: Ganz, ganz vorsichtig an die verträgliche Dosis herantasten und dann eben kontinuierlich geben, was gut vertragen wird und nicht mehr.

HH: Was halten Sie von Methadon? Ist eine Kombination mit Cannabis sinnvoll?

HG: Methadon ist als Thema komischerweise hochgeschossen worden, kurz nachdem Cannabis als Blüte freigegeben worden ist, ein paar Wochen später war das. Ob es Erfolge gibt oder ob es hilft, stellen wir in Frage, weil wir im Methadon-Hype auch eine Strategie sehen, Cannabis wieder klein zu machen. Auch beim Methadon gibt es keine ausreichenden Studien dazu, ob es wirklich so hilft, wie viele auf einmal sagen. Man muss sich dann nur fragen: Wer hätte ein Interesse daran, Cannabis mithilfe von Methadon die Schau zu stehlen?

HH: Aber es soll doch ganz vielversprechende Forschungen geben, allen voran von Frau Dr. Claudia Friesen. Die – so geht es jedenfalls durchs Internet – soll nachgewiesen haben, dass Methadon die Effizienz von Chemotherapeutika erhöht, indem es sie tiefer in die Zellen eindringen lässt. Ob das mit Cannabis genau so ist?

HG: Na ja, was auch immer man davon hält, zur Wechselwirkung mit Cannabis ist meines Wissens nichts Gesichertes bekannt. Dazu kommt auch, dass Methadon nicht ohne Weiteres verschrieben wird; das dürfte mindestens so schwer zu bekommen sein wie Cannabis. Wenn man sich dann noch die Nebenwirkungen anschaut, verstehe ich den Hype nicht. Es sei denn, wie gesagt, es steckt eine Absicht dahinter, Cannabis Konkurrenz zu machen.

RSO und Chemotherapie

HH: Heben sich die beabsichtigten Wirkungen von Chemotherapeutika und RSO auf?

HG: Nein, weil Cannabis autark für sich alleine wirkt, das kommt dem Rest nicht ins Gehege. Mit Vorsicht ist es nur zu genießen bei z.B. Morphin – denn da hast du es eigentlich mit einer starken Droge zu tun, die dich wegbeamt, und wenn du dann auch noch Cannabisöl intus hast … da muss man schon ein bisschen aufpassen. Meiner Erfahrung nach kann es helfen, das Morphin um etwa die Hälfte zu reduzieren, damit man nicht zu sehr abdreht.

HH: Gilt das auch für die Nebenwirkungen der Chemotherapeutika?

HG: Nein, zum Glück verhält es sich bei den unerwünschten Nebenwirkungen genau andersherum. Man erholt sich im Schnitt um etwa die Hälfte schneller und es verbessert sich sowohl Appetit und Durst als auch Schlaf – drei Dinge, die sehr wichtig sind während einer Chemo. Ich muss da z.B. an den Erfahrungsbericht eines Krebspatienten denken, der sagte, dass es ihm nur knapp vier Tage lang nach der Chemo schlecht ging; vorher waren es ca. 14 Tage gewesen. So etwas höre ich immer wieder. Ein Arzt sagte einer Klientin sogar mal verwundert, sie sei durch die Chemo marschiert „wie Superman“.

Warnungen vor Hans Grewe?

HH: Ich habe in Facebook-Gruppen Warnungen vor Hans Grewe gelesen. Sind Sie das?

HG: Das ist sehr gut möglich, wobei ich den Verdacht habe, dass es zwischenzeitlich einen Trittbrettfahrer gegeben hat, der mit meinem Namen geworben hat. Aber so oder so: Es gibt immer wieder Menschen, die selber verkaufen wollen und mich dann wahrscheinlich als Konkurrenz sehen – obwohl es in dem Geschäft eigentlich gar keine Konkurrenz gibt, das ist albern. Ja gut, und wer die Warnung für ernst nimmt, der soll das für sich überprüfen und dann selbst entscheiden. Im Netz sind mittlerweile so viele dokumentierte Patientenberichte online, in denen mein Name auftaucht, ich denke, das spricht für sich. Und wenn Leute mir erzählen, wie sie zu mir gekommen sind, höre ich immer wieder den Satz: Sie sind eben der einzige, der fundierte Beweise liefert. [Anm. d. Red.: Siehe z.B. die von uns geprüften Fallberichte, die Hr. Grewe bzw. seine Klienten uns haben zukommen lassen.] Das freut mich natürlich, aber ich mag und mache grundsätzlich keine Verkaufsveranstaltungen. Wir reden hier von schwerkranken Menschen, die Hilfe suchen, da verbietet sich jeder Gedanke in diese Richtung. Es gibt immer Leute, die kontra sind, aber auf der anderen Seite haben wir so vielen Leuten geholfen und so viele sind froh, den Weg mit uns gegangen zu sein. Das ist mir wesentlich wichtiger als die Handvoll Meckerer – die gibt es, wie gesagt, immer.

HH: Was halten Sie denn von der Art und Weise, wie da über Sie geredet wird?

HG: Das ist wie in der Politik: Alle meckern über Frau Merkel, aber keiner macht was. (lacht) Aber wir machen was, helfen den Leuten, und dann gibt’s eben immer wieder welche, die sagen: Das ist alles Abzocke, Verarschung und, und, und. Ich kann das nicht ernst nehmen und lasse das auch nicht an mich heran. Ob diesen Leuten das bewusst ist oder nicht: Sie sind diejenigen, die mit solchen Aussagen andere hinters Licht führen. Und es gibt nicht erst seit gestern sehr viele, die dabei auch noch kommerzielle Interessen verfolgen. Was die Art und Weise angeht, in der die Kritik vorgetragen wird: Daran sollte man schon erkennen, wer seriös ist. Wer es nötig hat, wild um sich zu schießen, soll das meinetwegen tun. Und wer solchen Leuten sein Vertrauen schenken möchte: bitteschön. Ich werde darauf nicht einsteigen und auch nicht versuchen, irgendwen zu überzeugen.

HH: Sind Sie selbst in solchen Facebook-Gruppen aktiv?

HG: Nein. Ich habe mir irgendwann auf Drängen von Bekannten und Klienten ein Facebook-Profil gemacht, in das schaue ich alle paar Tage rein. Ich wurde dann auch in irgendwelche Gruppen eingeladen, da bin ich aber nicht aktiv, dafür fehlt mir nicht nur die Motivation, sondern auch die Zeit. Mich weisen zwar immer wieder Menschen darauf hin, dass in dieser oder jener Gruppe mein Name schlecht gemacht wird oder ähnliches, aber ganz ehrlich, das interessiert mich mittlerweile überhaupt nicht mehr.

HH: Wie können Sie denn so gelassen bleiben, wenn Sie wissen, dass hinter Ihrem Rücken Stimmung gegen Sie gemacht wird?

HG: Wie sagt man so schön? Ein gutes Gewissen ist das beste Ruhekissen. Ich stecke meine Energie in meine Arbeit und nicht in die Abwehr haltloser Angriffe irgendwelcher anonymer Stänker. Wie gesagt, ich sehe das Ganze nicht als Konkurrenzkampf, weil ich a) noch kein Produkt gesehen habe, das unserem gleichkommt und b) über die Jahre so viel gutes Feedback bekommen habe, auch öffentlich, dass ich die Entscheidung jedem selbst überlassen möchte, an wen man sich wendet.

HH: War das schon immer so?

HG: Am Anfang hat mich das schon noch beschäftigt, man ärgert sich eben. Ich habe aber schnell gemerkt, dass in den einschlägigen Gruppen immer dasselbe Muster abläuft: Moderatoren oder Diskutanten mit mehreren Profilen und falschen Namen, die gegen alles schießen, was nicht in ihr Weltbild passt, um es mal vorsichtig zu sagen. An so etwas bin ich heute nicht mehr interessiert. Wer meint, irgendwelche Schlammschlachten starten zu müssen, bitte. Ich vertraue darauf, dass sich Patienten ihre eigene informierte Meinung bilden. Ich verstehe auch gar nicht, warum dieser aggressive Ton in der Szene allgemein so zugenommen hat. Ich kann mir das nur so erklären: Wer selbst nichts zu bieten hat, muss eben die anderen schlecht machen. Wir machen die ganze Sache hier schon so lange, der Druck und Stress kam erst, als medizinisches Cannabis zum Hypethema wurde und offenbar einige Menschen bemerkt haben, dass man damit gutes Geld verdienen kann, wenn man skrupellos genug ist oder sehr aggressiv wirbt. Das hat aber mit der Kernidee – Menschen mit einem hochwertigen Produkt zu helfen – nur noch wenig zu tun.

HH: Verdienen Sie denn kein Geld damit?

HG: Doch, natürlich. Aber ich investiere auch täglich mehrere Stunden in diese Arbeit, und das in meiner Freizeit. Dass ich meine laufenden Kosten wieder raushaben muss und mir eine Entschädigung für die investierte Zeit erlaube, sollte wohl selbstverständlich sein. Hans Grewe ist nicht Jesus Christus! (lacht) Ich kann kein Brot teilen und keinen Fisch vermehren, irgendwie muss der Kühlschrank ja voll werden. Der entscheidende Punkt ist aber: Wir betreiben keine Abzocke. Wer wissen möchte, wieso es kostet, was es kostet, dem erkläre ich das gern in einem privaten Gespräch. Ich habe noch niemanden getroffen, der dafür kein Verständnis hatte – von den anonymen Rowdys auf Facebook mal abgesehen, aber die saßen auch nie mit mir an einem Tisch.

Sonstige Fragen: Politik, Cannabisklinik & Co.

HH: Welche Partei würden Sie als Cannabis-Aktivist wählen?

HG: (lacht) Ehrlich gesagt gar keine. Weil: Erst sind vor den Wahlen alle für Cannabis und reden viel. Und nach den Wahlen ist wieder vor den Wahlen. Mich hat bisher keine Partei wirklich überzeugen können mit ihrer Linie. Und eine Partei nur wegen ihrer Cannabispolitik zu wählen, kann unter Umständen auch ein kräftiger Schuss in den Ofen sein.

HH: Was ist eigentlich aus Ihrer Vision einer Cannabis-Klinik geworden? Da gab es, soweit wir informiert sind, schon länger kein Update mehr von Ihrer Seite.

HG: Nachdem wir zwei gute Gespräche hatten, die uns aber auch deutlich die Grenzen des momentan Machbaren aufgezeigt haben, haben wir das Ganze erst mal in die Zukunft verschieben müssen. Wir sind zwar immer noch am Ball, aber derzeit weniger als vorher, weil wir natürlich auch unser Tagesgeschäft haben. Man kann sagen: Wir sind in eine gute Richtung marschiert und dabei auf Hindernisse gestoßen. Jetzt brauchen wir erst einmal Zeit, um herauszufinden, wie wir die beseitigen können. Dann kann’s weitergehen. Von Aufgeben kann also keine Rede sein.

HH: Haben Sie eigentlich jemals eine Anfrage aus der Pharmaindustrie bekommen, als Berater oder ähnliches tätig zu werden?

HG: Kein Kommentar. (schmunzelt)

HH: Herr Grewe, vielen Dank für das Interview!

[Fallbericht] Krebsfrei mit Cannabisöl (RSO)

Unser Leser Hans Grewe, Patientenberater aus den Niederlanden, hat uns den Fallbericht einer Klientin weitergeleitet, deren Tante an Krebs erkrankt war. Innerhalb weniger Monaten gelang es der Erkrankten, den Krebs zu besiegen. Neben einer Chemotherapie, die den Tumor im besten Fall einkapseln sollte, nahm sie mit Gutheißen Ihres Arztes täglich ein Cannabis-Vollextrakt ein; eine moderne Variante des durch Rick Simpson bekannt gewordenen RSOs (Rick Simpson Oil). Alles, was vom Krebs geblieben ist, ist Narbengewebe. Es folgt der Bericht der Neffin der Patientin. Weitere Fallberichte anderer PatientInnen finden Sie hier.

Krebs — was nun?

Heute ist einer der schönsten Tage in meinem Leben und das hat eine Menge mit meiner Tante Claudia zu tun, die vor vier Monaten an Krebs erkrankte.

Ich bin ein kritisch denkender Mensch und oft auf der Suche nach Alternativen, gerade wenn es um die Pharmaindustrie und unserer Allgemeinmedizin geht. Nach der Diagnose meiner Tante begann ich zu suchen. Ich bin relativ schnell auf eine mögliche Lösung gestoßen. Das Internet ist voll von Menschen, die behaupten, Krebs sei mithilfe von Marihuana (Wirkstoff THC) zu besiegen.

Operation unmöglich, Chemo wenig erfolgversprechend

Ich erzählte meiner Tante Claudia davon, die anfangs nicht begeistert war. Sie wollte erst mit ihrem behandelnden Arzt darüber reden. Der sagte ihr, das würde ihr nicht schaden und dass er wüsste, dass es Patienten nehmen und es allein schon helfen würde, die Begleiterscheinungen einer Chemotherapie zu lindern. Eine Operation käme sowieso nicht in Frage, da es sich bei ihrem Tumor um einen feinporigen handelt. Der Arzt sagte ihr außerdem, dass die Chemo nichts bewirken würde, außer den Tumor einzukapseln.

Die Therapie mit Cannabis-Öl (RSO bzw. Cannabis-Vollextrakt)

Meine Tante hält nichts von Drogen und hatte Angst vor einer Sucht. Zeitgleich habe ich nicht aufgegeben und ihr mehrere Dokumentationen gezeigt. Nach dem Gespräch mit dem Arzt entschloss Sie sich schließlich zur Therapie mit THC-Extrakt [gemeint ist ein Cannabis-Vollextrakt nach Art des RSO, Anm. d. Red.]. Am 01.04.2017 hat Claudia damit begonnen. Sie hat es selbst abgewogen und in Geleekapseln verpackt. Jeden Abend vor dem Schlafengehen eine Kapsel.

Erste Erfolge und ein Rückschlag

Ihr erging es die Zeit über gut. Während der Chemos hatte sie trotzdem Appetit und auch körperlich war sie gut drauf. Dann letzte Woche [KW 28/17] ein Rückschlag. Nach einem Verdacht auf einen Schlaganfall wurde meine Tante ins Krankenhaus eingeliefert. Es stellte sich allerdings heraus, dass es das Medikament der Chemotherapie war, das — zum Glück nur kurzzeitig — das Nervensystem im Kopf angegriffen hatte.

Tumorfrei in unter vier Monaten

Bei diesen Untersuchungen wurde ein CT-Bild erstellt. Heute dann das unglaubliche Ergebnis: Meine Tante ist tumorfrei! Der Arzt gratulierte ihr und sagte, Sie habe unglaubliches Glück gehabt. Meine ganze Familie und ich wissen, dass das THC-Extrakt [RSO] meiner Tante das Leben gerettet hat. Die Chemotherapie hätte höchstens ein Einkapseln verrichtet. HÖCHSTENS!
Ihr Tumor ist aber WEG. Der Arzt konnte nichts mehr finden außer einer Vernarbung.

Claudia nach der erfolgreich abgeschlossenen Therapie.

Claudia nach der erfolgreich abgeschlossenen Therapie.

Cannabis kann Krebs heilen

Ich stehe hier mit vollen Namen und schwöre bei Allem was mir lieb und heilig ist.
Es ist wahr! THC kann Krebs heilen! Ich bitte euch diesen Beitrag zu teilen. Es muss Niemand an dieser Krankheit sterben und schon gar nicht schlecht den Rest seines Lebens damit verbringen. THC ist hier in jeder Hinsicht sinnvoll. Jeder sollte das erfahren, denn es sind so viele betroffen. Danke!

Anmerkung der Redaktion: Natürlich spielen auch CBD und andere Pflanzenwirkstoffe eine wichtige Rolle im Heilungsprozess. Die Kombination der verschiedenen Naturstoffe scheint die erwünschte Wirkung von Cannabisextrakten zu begünstigen. Zudem möchten wir anmerken, dass vier Wochen eine sehr kurze Zeitspanne ist, um eine Krebserkrankung auszuheilen. Die Therapie mit Cannabisextrakten kann sich über viele Monate hinziehen, je nach individueller Verfassung und Krankheitsverlauf. Und bei allen Erfolgsgeschichten darf nicht vergessen werden: Cannabis ist kein Wundermittel. Es hat seine Grenzen und es gibt keine Garantie auf Heilung.

Der Fallbericht wurde redaktionell von HanfHeilt.net bearbeitet. Inhaltliche Veränderungen wurden nicht vorgenommen. Vielen Dank an Meike S. für das Verfassen des Berichts (hier das Original bei Facebook) und an Hans Grewe für die Weiterleitung.

[Fallbericht] Krebstherapie mit Cannabisöl – Arzt drängt auf Chemo/Bestrahlung

Alfons (Name geändert) wurde im September 2016 operiert, um einen Hirntumor zu entfernen. Die OP verlief zufriedenstellend, es verblieb lediglich Restturmor- und Narbengewebe, wie auf einem MRT-Bild zwei Monate nach der OP zu erkennen war (s.u.).

Alfons nahm seit der OP keine Medikamente ein, lediglich eine tägliche Dosis medizinisches Cannabisöl (RSO). Ein weiteres MRT-Bild macht weitere vier Monate später neue Hoffnung: Kein Wachstum, eventuell sogar ein Rückgang des Gewebes, so die Aussage des Chefarztes. Doch wenige Stunden später rudert der Arzt zurück, um sowohl der behandelnden Onkologin als auch dem zuständigen Radiologen zu widersprechen. Fast scheint es, als dürfe die Therapie mit dem Cannabisöl allein nicht erfolgreich sein: Alfons wird eine Bestrahlung/Chemo nahegelegt – und der Patient versteht die Welt nicht mehr.

Den folgenden Bericht sowie die Bilder haben wir zwei verschiedenen Mails entnommen, die unser Leser Hans Grewe uns mit Einverständnis des Patienten weitergeleitet hat. Die Ausführungen wurden vor der Veröffentlichung geprüft und auf Rechtschreibung/Grammatik redaktionell korrigiert.

02. März 2017

MRT 1 - 22-11-2016

MRT vom 22.11.2016, zwei Monate nach der OP.

MRT 2 - 2-3-2017

MRT vom 02.03.2017.

Hallo Hans,

kleines Update: Mein geschildertes Resttumor-/Narbengewebe ist mit dem heutigen MRT-Bild von 12 auf 8 mm geschrumpft. Wollten mir weitere Therapien anbieten. Bleibe ausschließlich bei meinen Weg: OP und Öl, nichts anderes. Für alle Betroffenen: Nur Mut! […]

05.03.2017

Hallo Hans,

wieder ein Update, aber was für eins!

Hatte vorhin , wie berichtet, eine MRT. Nach Begutachtung vom Neurochirurgen zunächst Entwarnung: kein Wachstum, eventuelle Rückbildung. Ich [war] total happy im Krankenhaus [und habe] weitere Therapieangebote dankend abgelehnt.

Soeben [kam ein] Anruf von der Klinik: Ich sollte den Erfolg nicht so herumerzählen (keine Chemo, keine Bestrahlung, nur Öl), denn nach genauerer Bildbeobachtung von Klinikleitung und Radiologen [kam] vom Krankenhaus Folgendes:

Ich hätte angeblich gesagt, dass ich bei Wachstum doch Chemo und Bestrahlung machen würde (aber erst ab lebensgefährlichem Größenwachstum von 3-4 cm). Ich solle mir doch überlegen, doch Chemo und Bestrahlung zu machen. Fühle mich genötigt, den Erfolg auf diese Weise doch noch der Chemo/Bestrahlung zuschreiben zu lassen.

Meine Onkologin sieht kein Wachstum! Eher eine Abnahme, aber die Aussage ihres Chefs wiederspricht sich total mit Belegbarem und wird auch der Ansicht des Radiologen widersprechen.

Da bekommt man ein ganz schön blödes Gefühl und fragt sich, ob da einige Angst um ihren Arbeitsplatz haben.

[…] [Es] scheint wirklich was dran zu sein, dass so etwas [= Heilerfolge mit Cannabisöl] so lange wie möglich unter den Teppich gekehrt wird. […]

Unglaublich, aber …?

Wir möchten uns nicht erlauben, als unbeteiligte Dritte ein Urteil über die hier geschilderte Situation abzugeben. Sollte sich der Verdacht des Patienten als wahr herausstellen, wäre das allerdings ein kleiner Skandal. Fest steht jedenfalls: Es ist wichtig, sich immer eine zweite und wenn möglich auch eine dritte Meinung einzuholen. Und den Mut nicht zu verlieren. In diesem Sinne wünschen wir allen Betroffenen viel Kraft und eine baldige Genesung!