Bayer und Monsanto – eine unheilige Allianz

Gemeinsame Vergangenheit

mobay_logo-svgErinnern Sie sich noch an Mobay? Das zweiköpfige Ungeheuer war eine gemeinsame Schöpfung des deutschen Chemieriesen Bayer und der US-Agrarhydra Monsanto. Der Anlass der Allianz war kein schöner: Im Vietnamkrieg entwickelten sie gemeinsam das Herbizid Agent Orange, um den Vietcong die schützende Deckung des Waldes zu nehmen.

Feindliche Freundliche Übernahme

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Bayer war Teil der I.G. Farben.

Heute steht Monsanto – für viele eine Ausgeburt des Bösen – kurz vor der Übernahme durch Bayer. Der deutsche Konzern ist nicht nur ein direkter Konkurrent Monsantos, sondern tatsächlich eine Ausgeburt des Bösen – zumindest, wenn man bedenkt, dass die Wurzeln der Firma tief in die Kriegswirtschaft NS-Deutschlands ragen.

 

Bayer: Weltapotheke mit dunkler Vergangenheit

Trotz seiner Avancen in Sachen Saatgut und Biotech-Landwirtschaft ist Bayer am bekanntesten für seine Pharmaprodukte. Bayer vertreibt eine gigantische Palette an Medikamenten und gilt als Weltapotheke. Die Ereignisse während des Dritten Reichs werfen jedoch bis heute einen dunklen Schatten auf das Unternehmen.

Monsanto: Gift und Gentechnik

monsanto-152587_640Monsanto wiederum hat traurige Berühmtheit erlangt durchzahlreiche Skandale und hat bei seinen Kritikern den Ruf eines skrupellosen Weltkonzerns, der finanzielle und wirtschaftliche Interessen vor das Wohl und die Sicherheit der Konsumenten stellt. Monsanto-Produkte – etwa das glyphosathaltige Herbizid Roundup – können Menschen krank machen.

Verlockende Versuchung

„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt“, schrieb uns der Cannabis-Aktivist und Patientenberater Hans Grewe zur geplanten Übernahme Monsantos durch Bayer:

„Wenn die Fusion durchgewunken wird, hat Bayer eine Golddruckmaschine in der Hand: Es kann maßgeschneiderte Medikamente entwickeln, für die es ohne gesundheitsschädliche Chemikalien wie Glyphosat oder unberechenbare Genexperimente gar keinen Bedarf geben würde. Anders gesagt hätte Bayer/Monsanto die Macht, Probleme zu schaffen und die Lösung gleich mit anzubieten – auf globaler Ebene. Wenn es nicht so unmenschlich und verwerflich wäre, könnte man den Einfall bewundern.“

Beispiel Nexavar

Jetzt denken Sie vielleicht, solche Anschuldigungen wären an den Haaren herbeigezogen. Wir erinnern an dieser Stelle jedoch an einen Artikel zu Bayers Krebsmedikament Nexavar (Sorafenib) auf unserer Website. Obwohl sich dieses Mittel unterm Strich als nahezu wirkungslos erwiesen hat – von unerwünschten Nebenwirkungen einmal abgesehen -, vertreibt Bayer es bis heute. Und das zu horrenden Preisen. Im Artikel hieß es seinerzeit:

„Der Bugatti Veyron Super Sport gilt als das teuerste Auto der Welt: Rund zwei Millionen Euro blättert dafür auf die Ladentheke, wer die nötige Pinke hat.

Die deutsche Pharmafirma Bayer setzt allein mit ihrem Krebsmittel Nexavar Jahr für Jahr eine Summe um, die etwa 350 Bugattis entspricht. […]

Nexavar kann in der Regel nicht mehr bewirken als eine statistisch nicht oder kaum relevante Lebensverlängerung von wenigen Monaten, wobei mit starken Nebenwirkungen gerechnet werden muss – und das zum stolzen Preis von jährlich ca. 60.000 Euro pro Patient. […]

Frisches Cannabisöl aus dem Labor.

Cannabisöl

Hans Grewe […] sagte mit Blick auf Nexavar:

‚Mit zehn Prozent von Bayers Nexavar-Umsätzen (sprich: € 77,1 Mio.) hätten 1.000 Patienten eine neunmonatige Kur mit Cannabis-Öl machen können. Und das mit deutlich mehr Erfolg …'“

Satan und Beelzebub unter einem Dach

Will sich Bayer mit Monsantos Hilfe nun einen neuen Fuhrpark finanzieren?  Wir sind skeptisch und hoffen auf eine weise Entscheidung des Kartellamts, die verhindert, dass Satan und Beelzebub in dieselbe WG ziehen. Und nicht zuletzt hoffen wir mit allen betroffenen Patienten auf eine Entkriminalisierung der Herstellung und Nutzung von medizinischem Cannabisöl – das könnte die Pharmaschmieden dieser Welt vielleicht auf den Boden der Tatsachen zurückbringen.

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Australien: erstes Bundesland vor Cannabis-Legalisierung

Vielleicht hat Paul Lawrence den Stein ins Rollen gebracht. Lawrence hatte die Australische Regierung beschuldigt, eine potentielle Heilmethode für Krebs zu „ignorieren“. Der 53-jährige spricht aus eigener Anschauung: In einer 43 stündigen Operation waren ihm mehrere Titanstäbe in die Wirbelsäule implantiert worden, nachdem eine seltene Krebsform dort einen Tumor von der Größe eines Footballs ausgebildet hatte. Neben dem Tumor wurden Paul drei Rückenwirbel entfernt. Zuvor war ihm noch gesagt worden, dass er wohl kaum überleben werde.

Inzwischen sind 6 Jahre vergangen und Paul Lawrence kämpft darum, die Droge zu legalisieren, die für ihn effektiver war als alle von den Ärzten versuchten Behandlungen. Die Ärzte konnten den Krebs nicht vollständig aus seinem Körper entfernen, doch sie konnten ihm Zeit kaufen. Das allerdings zu einem hohen Preis:

„Ich nahm bis zu zehn Pillen pro Tag. Ich bekam das, was ich eine „Vergiftungs-Kernschmelze“ nannte – verdammt viel schlimmer als ein Alkoholkater. Eines Tages war ich nicht mehr fähig, meinen Sohn zur Schule zu bringen. Daraufhin ging ich auf kalten Entzug von allem. Es dauerte zwei Monate, bis die schwere Wolke sich von meinem Geist hob und Klarheit zurückkam.“

Paul forschte nach Alternativen und begann Cannabis in verschiedenen Formen zu nehmen: von Öl unter der Zunge bis zu frischen Blättern in seinen Smoothies. Nebenwirkungen waren Hunger- und Müdigkeitsgefühle. Ansonsten: „Meine jetzige Lebensqualität ist im Vergleich zu der, die ich vor zwei Jahren hatte, absolut unglaublich.“

Lawrence glaubt ohne jeden Zweifel, dass Cannabis effektiv und sicher ist:

„Es gibt eine Heilmethode für Krebs. Warum hüpft nicht die ganze Welt vor Freude und umarmt sie? Ich verstehe es nicht …“

Mehr zu Pauls Fall sowie eine Einschätzung seines Onkologen lesen Sie hier (Achtung, explizite Bilder).

Im Februar 2016 schließlich brachte die australische Regierung Gesetze auf den Weg, die den Anbau von medizinischem Marijunana legalisieren sollen. Die Regierung des Bundesstaats New South Wales gab an, den Gebrauch von Cannabis bei Erwachsenen im Endstadium zu erproben.

Am Dienstag den 12.4. ist dann ein konkretes Gesetz durch die Regierung des Bundesstaats Victoria verabschiedet worden. Es ermöglicht Patienten in „außergewöhnlichen Umständen“ an medizinisches Cannabis zu gelangen und soll einen sicheren Rahmen schaffen, in dem die schmerzlindernde Droge hergestellt, in Umlauf gebracht und in qualitativ hochwertiger Form verfügbar gemacht wird. Ein „Office of Medicinal Cannabis“ soll Produktion und Verschreibung durch Ärzte überwachen. Weitere Einzelheiten zu Regelungen und Ablauf der neuen Gesetze lesen Sie hier.

Quellen: Yahoo News, 06.04.2016, https://au.news.yahoo.com/a/31284485/there-is-a-cure-cancer-patient-demands-marijuana-be-legalised-in-australia/ und Mashable.com, 12.04.2016, http://mashable.com/2016/04/12/medical-cannabis-victoria/

Medizinisches Cannabis: Schritt für Schritt in die Legalität

Positive Rauchsignale von Skandinavien bis Südamerika

Cannabisverkauf – ein Geschäft im Schatten

Das Geschäft mit Cannabis umgibt selbst dort, wo es im legalen Rahmen statt findet, oft eine schattenhaft Aura. Dazu muss man nicht weit schauen: Schon die niederländischen Coffeeshops stehen vor der so genannten achterdeurproblematiek – dem Hintertürproblem. Denn auch, wenn der Verkauf von Cannabis in den Niederlanden in einem strengen Rahmen geduldet wird, sind Anbau und Einfuhr illegal. Daraus ergibt sich eine skurrile Situation: Den Coffeeshops ist es gestattet, etwas zu verkaufen, das es eigentlich gar nicht geben darf. Und durch das Risiko der Anlieferer, in flagranti ertappt zu werden, diktieren diese hohe Preise, die sich von denen auf dem Schwarzmarkt kaum unterscheiden.

Grünes Licht aus den USA

Seit Anfang 2014 der Cannabisverkauf im US-Bundesstaat Colorado legalisiert wurde, weht ein frischer, neuer Wind durch die Szene. Colorado und auch andere Staaten in den USA haben massiv dazu beigetragen, dass der Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken weltumspannend neu diskutiert und ausgehandelt wird. Zu verdanken ist dieser Umstand zum einen einer starken Lobbyarbeit von (Medi-)Cannabis-Interessenverbänden und dem wachsenden wissenschaftlichen Interesse an der Pflanze und ihren Wirkstoffen als Heilmittel.

Neue Chancen in der Zukunft

Cannabis, gerade medizinisches Cannabis, ist ein Markt mit Zukunft. Von Skandinavien bis Südamerika gibt es immer mehr Menschen, die schon jetzt die Weichen stellen, um nach der vollständigen Legalisierung von Cannabis zu medizinischen Zwecken auf diesem neuen Markt mitzumischen. Einer dieser Visionäre ist der Niederländer Hans Grewe, ehemaliger Grower, Patientenberater und Cannabis-Netzwerker. Sein Ziel ist nach eigenen Angaben die Etablierung der ersten Europäischen Cannabis-Klinik. In einem Facebook-Beitrag schildert er, wie die Netzwerkarbeit für die Umsetzung dieses Projekts aussehen kann:

„Von Ende März bis Ende April hatte ich ein paar erfolgreiche und informative Wochen mit neuen Ideen, Gesprächen und Abschlüssen:

In einem Dörfchen nicht unweit vom kolumbianischen Städtchen Santa Marta wurde mit dort anbauenden Growern ein Konzept für drei neue medizinische Cannabissorten besprochen und abgesegnet. In der ersten Phase werden die Samen für die neue Gattung erzeugt. Die Pflanzen werden in mehreren Schritten biologisch angebaut, gezüchtet und dann in letzter Instanz erforscht und getestet. Es ist unser Antrieb die Kultur der Pflanze, die bei weitem nicht ausgeschöpft ist, weiter voran zu treiben und neue Wege zu beschreiten, um den Krankheiten die Stirn zubieten. […]“

Kolumbianisches Cannabis?

Tatsächlich hat Kolumbien – bei vielen verschrien als Kokainkanone Südamerikas – in letzter Zeit häufig in den Medien von sich reden gemacht, und zwar explizit im Zusammenhang mit medizinischem Cannabis. Bereits im Jahr 2014

„hatte der Präsident Kolumbiens, Juan Manuel Santos, die Sympathie seiner Regierung für ein medizinisches Cannabis-Programm kundgetan und angekündigt, Cannabis zu medizinischen Zwecken auch in Kolumbien zu legalisieren“,

schrieb der Deutsche Hanfverband am 23. Dezember 2015. Und weiter:

„Die Regierung argumentiert, sie wolle Patienten die Möglichkeit geben, ihr Gras nicht weiter vom Schwarzmarkt und somit den kolumbianischen Kartellen zu beziehen. Kolumbien stehe somit an vorderster Front der Länder, die natürliche Ressourcen nutzen, um Krankheiten zu bekämpfen, sagte der Präsident […].

Wer zukünftig Cannabis als Medizin anbauen möchte, kann sich um eine staatliche Anbaulizenz bewerben, die von der Drogenüberwachungsbehörde des Landes ausgestellt wird.“

Laut einem Bericht des Deutschlandradios soll das kolumbianische Cannabis zwar auch der eigenen Bevölkerung zugute kommen, vor allem soll die Pflanze aber legal in den Export gehen.

Von Kolumbien nach Dänemark

Hans Grewe weiter:

„Zwei sehr gute Gespräche fanden in Dänemark statt. Da es in der Schweiz und Österreich in Sachen europäische Cannabis-Klink momentan leider kein Vorankommen gibt, suchen wir auch hier neue Ansprechpartner. Dazu zählt ein politischer und sehr interessanter Kontakt innerhalb der Liberalen. Auch ein Facharzt aus der Uniklink in Odense ist sehr interessiert an künftigem Austausch und Zusammenarbeit in Sachen Cannabis-Öl.
Viele Parlamentarier sind für die Legalisierung von Cannabis (Sozialdemokraten, Sozialisten, Sozialliberale, Liberale und Grüne). Die konservativen Parteien, die momentan an der Macht sind, sind allerdings dagegen. Es gibt sogar eine Hanfpartei, die aber nicht im Parlament sitzt.“

Dänemark gehört zu den Ländern, die den Konsum von Cannabis tolerieren, der Besitz und Handel ist jedoch illegal. Allerdings werden seit einiger Zeit politische Debatten darüber geführt, die geltenden Gesetze und Bestimmungen zu ändern. Am 11. Dezember 2015

„begann das Parlament einen Gesetzesvorschlag der [Partei] Alternativet zu diskutieren, nach dem Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert werden soll. […] eine Reihe von Parteien unterstützt die Alternativet, gemeinsam könnten sie den Vorschlag mit einer knappen Mehrheit durch das Parlament winken“,

so Philip Tees in einem Beitrag für die Copenhagen Post.

Tatsächlich gibt es bereits ganz konkrete Vorschläge, wie eine Legalisierung Dänemark auch wirtschaftlich stärken könnte:

„Die kleinen Inseln Dänemarks kämpfen ums Überleben, könnten aber bald eine neue Bestimmung als Cannabis-Farmen bekommen, wenn das Parlament dem Antrag auf Legalisierung von Cannabis für medizinische Zwecke zustimmt“,

schrieb Tess in einem weiteren Artikel für die Copenhagen Post vom 04. März 2016.

Weltweite (Hanf-)Seilschaften

Die hier vorgestellten Personen und Organisationen, die eine Legalisierung bzw. neue Strukturen und Möglichkeiten im Cannabusiness vorantreiben stellen nur einen kleinen Ausschnitt derer dar, die anderswo auf der Welt ähnliches tun und ähnliches hoffen – wie auch Hans Grewe, der sich wünscht,

„dass sich die politische Situation in Sachen Cannabis in Europa weiter zum Guten entwickelt und wir in absehbarer Zeit eine Cannabis-Klinik realisieren können … vielleicht sogar mit potentem neuen Mediwiet aus Kolumbien […]“

Im Sinne aller Patienten, die von diesem und ähnlichen Vorhaben profitieren könnten, wünschen wir das auch.

Kann Industriehanf Strahlung „schlucken“?

Hanf ist nicht Marihuana

Hanf bietet viele Nutzungsmöglichkeiten und könnte eine Reihe Nutzpflanzen ersetzen, die viel zu viel Bewässerung und Pestizideinsatz erfordern. Ein weniger bekannter und vielleicht noch interessanterer Fakt ist, dass Hanf schädliche Strahlung „frisst“.

Das Verbot von genmanipulierten Pflanzen fordern Aktivisten bislang ebenso vergeblich wie die Legalisierung von Cannabis Sativa L. – warum gab dann die US-Regierung Bauern jetzt das Recht zum Anbau von Industriehanf, der nichthalluzinogenen Schwesterpflanze von medizinischem Marihuana?

Eigentlich ist klar, dass Industriehanf schon längst hätte legalisiert werden können und müssen. Mit THC-Werten, die so gering sind, dass man schon wie ein Bob Marley oder Snoop Dog rauchen müsste, um „high“ zu werden, war seine Klassifizierung als Droge schlicht lächerlich.

Verseuchte Böden – Radioaktivität in der Nahrungskette

Als der Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 zu schwerer radioaktiver Verstrahlung führte, mussten Anwohner im Umkreis von 30 Kilometern evakuiert werden. Später stellte man noch in 100 Kilometern Entfernung vom Unfallort radioaktive Verseuchung fest. Zwar ist die Fukushima-Strahlung nach wie vor nicht abschließend erfasst, doch die japanische Regierung plant trotzdem, die überfließenden verstrahlten Wassertanks in den Pazifik zu „entsorgen“.

Wie im Tschernobyl-Fall finden Wissenschaftler auch jetzt radioaktive Strahlung und giftige Metalle (u.a. Iod, Cäsium-137, Strontium-90 und Plutonium) in den Böden, Pflanzen und Tieren Japans, aber auch bis an die Westküste der USA und von Kanada bis Mexiko. Sogar die US-Umweltbehörde EPA gab zu, dass jedes lebende Gewebe von radioaktiver Strahlung geschädigt werden kann. Aus Japan werden hohe Raten an Schilddrüsenerkrankungen und Krebs gemeldet und der Ozean stirbt tagtäglich. Für Kinder, die an der US-Westküste geboren werden, rechnen Wissenschaftler mit einem um 28% erhöhtem Vorkommen an Schilddrüsenüberfunktion, einer typische Krankheit bei fortgesetzter Strahlenexposition. Sogar Nutztiere, die Gras von kontaminierten Böden gefressen haben, entwickeln Fleisch mit hohen Konzentrationen dieser Toxine – seit Fukushima nochmals exponentiell mehr.

Ist Hanf die (Er)Lösung?

Dr. Ilya Raskin vom Biotechnologischen Zentrum an der Rutgers Universität war ein Mitglied der Task Force, die von der IAEA geschickt wurde, um die Nahrungsmittelsicherheit in Tschernobyl zu ermitteln. Raskin fand heraus, dass der Boden und damit die Lebensmittelversorgung durch Phytosanierung mit Hanf und anderen Pflanzen vor Vergiftung bewahrt werden kann. Phytosanierung, auch Phytoremediation genannt, ist der Prozess, in dem grüne Pflanzen dem Boden Gifte entziehen. Die Pflanzen können trotz dieser Extraktionen ihrerseits gedeihen. Sie akkumulieren die Toxine in Gewebe und Wurzeln, ohne dabei beschädigt zu werden. Von Sonnenblumen ist seit Jahrhunderten bekannt, dass sie solche Fähigkeiten haben und Schwermetalle oder Pestizide aus dem Boden elimieren. Auch von Senfpflanzen ist ähnliches bekannt, doch wirklich erstaunlich scheinen die „Saugfähigkeiten“ beim Hanf.

Die Legalisierung von Hanf könnte einiges der von Wissenschaftlern erwarteten Toxizität ausgleichen. Glücklicherweise hat Kalifornien, einer der am härtesten betroffenen Bundesstaaten, Industriehanf bereits legalisiert, doch es muss immer noch auf die Berechtigung durch die Bundesregierung warten, bevor es mit dem Anbau beginnen kann. Das Anbaugesetz erlaubt bislang nur den Anbau zu „Forschungszwecken“, der auf bestimmte Institutionen in 10 US-Bundesstaaten beschränkt ist.

Christina Sarich von Nation of Change schreibt dazu:

„George Washington und Thomas Jefferson bauten Hanf an. Im Lichte von Fukushima sollten wir es den Gründervätern gleich tun und es ebenfalls anbauen. Sie können helfen, die Böden zu reinigen, wenn Hanf oder medizinisches Marihuana in Ihrem Staat legalisiert worden ist und helfen, es in weitere Staaten zu tragen, indem Sie sich bei Ihren Abgeordneten und Regierungsvertretern Gehör verschaffen.“

Quelle: Hempforfuture.com, 03.04.2014, http://www.hempforfuture.com/2014/04/03/hemp-plant-found-to-eat-radiation-and-drive-away-toxicity-hemp-fields-should-be-planted-around-fukushima/

Komplexe Effekte: Cannabis vermischt mit Nikotin

Warum eigentlich mischen so viele Menschen Cannabis mit Tabak? Selbst in Nordamerika, wo Cannabis traditionell pur geraucht wird, greifen viele Konsumenten hinterher zu Zigaretten. In Europa, Afrika und Asien ist die Tabakmischung im „Joint“ ohnehin Standard. Spielen hier die Traditionen die Hauptrolle, oder eher die Hirnchemie? Versprechen sich die Konsumenten durch das Mischen ein stärkeres „High“? Oder wollen sie im Gegenteil eher die „unentspannten Effekte“ glätten? Die Autorin des Sensiseeds-Blogs geht diesen und weiteren Fragen in einem Artikel nach, um festzustellen, dass die Wahrheit wieder einmal schräger ist als so mancher THC-induzierte Gedankengang.

Quelle: Sensiseeds.com, 22.01.2016, http://sensiseeds.com/de/blog/die-komplexen-effekte-des-mit-cannabis-vermischten-nikotins/

Rat- und Hinweisgeber zu Cannabisöl (RSO)

Die folgenden neun Hinweise und Ratschläge richten sich an Menschen, die auf der Suche nach Bezugsquellen für medizinisches Cannabisöl (RSO) sind. Cannabisöl ist THC-haltig und daher im deutschsprachigen Raum illegal. Wir möchten mit diesem Artikel niemanden zum Kauf ermutigen – da wir aber aus Leserzuschriften wissen, dass sich viele Patienten vom geltenden Recht nicht abschrecken lassen, möchten wir diesen Menschen zumindest dabei helfen, Betrüger, schwarze Schafe und unlautere Praktiken zu erkennen.

  1. Verwenden Sie keine CBD-Produkte aus Hanf oder nur THC allein. Isoliertes CBD oder THC ist nicht geeignet, um den Krebs zu besiegen. Auch mit einer Mischung aus isoliertem CBD und THC erzielt man nicht dieselben Effekte wie mit echtem Cannabisöl, dem „RSO“ genannten Vollextrakt aus weiblichen medizinischen Cannabispflanzen.
  2. Wisse: CBD stoppt nur die Ausbreitung von Krebs, THC kann den Tod von Krebszellen bewirken. Nur beide Stoffe in Kombination (in Form eines Cannabis-Vollextrakts, siehe 1.) können den Krebs zu beseitigen.
  3. Kaufen Sie nur von erfahrenen Erzeugern. Unerfahrene Hersteller verwenden mitunter Rohstoffe, die Schimmelpilze, Fäkalien oder gesundheitsgefährdende Chemikalien enthalten.
  4. Frisches Cannabisöl aus dem Labor.

    Frisches medizinisches Cannabisöl (RSO) aus dem Labor.

    Erfahrene Hersteller und Labors extrahieren mit „Everclear“ (ein bestimmter Alkohol).

  5. Kaufen Sie niemals aus Quellen, die das Geld vorher zu einem toten Briefkasten gesandt haben wollen. Auch bei sämtlichen Money-Transfer-Überweisung (z.B. Western Union u.ä.) ist höchste Vorsicht geboten. Oft verbergen sich dahinter unseriöse Anbieter – das Geld ist weg und Sie erhalten keine oder minderwertige Ware. Bestehen Sie auf persönlichen Kontakt und eine persönliche Übergabe.
  6. Viele Anbieter werben mit dem Namen Rick Simpson, oft über Facebook oder Foren- bzw. Websitekommentare. Auch hier sollten die Alarmglocken angehen: Rick Simpson hat mehrfach betont, dass er kein Cannabisöl verkauft und warnt regelmäßig vor Betrügern, die in seinem Namen abkassieren.
  7. Vorsicht bei Anbietern von Kapseln und Zäpfchen: Sie können beim Kauf nicht kontrollieren, was wirklich darin enthalten ist! Wenn Sie das Öl mithilfe von Kapseln oder Zäpfchen applizieren möchten, kaufen Sie sich Leerkapseln bzw. geeignete Zäpfchen und bestücken Sie sie selbst.
  8. Die von Rick Simpson propagierte Dosierung von einem Gramm pro Tag entspricht nicht länger dem Forschungsstand. Aktuell sieht es so aus: Die eigene, individuelle Verträglichkeit wird ermittelt, indem Sie mit einer kleinen Menge beginnen und die Dosis langsam steigern. Nehmen Sie die Dosen vor dem Schlafengehen zu sich, da der Körper über Nacht regeneriert und so die besten Effekte erzielt werden können. Haben Sie sich ein wenig an die Wirkung des THCs gewöhnt, können Sie die Dosis weiter erhöhen. Merke: Nehmen Sie zu hohe Dosen zu sich, setzten Sie den Körper und Kreislauf unter Stress, was den Heilerfolg deutlich mindern kann.
  9. Informieren Sie sich so gut es geht über einen Anbieter. Immer häufiger versuchen Trittbrettfahrer im Internet – besonders in den sozialen Netzwerken – die Erfahrung und den Sachverstand von renommierten Experten abzugraben, indem sie unter falschen Namen auftreten (Beispiel Rick Simpson, siehe 6.). Damit diffamieren und diskreditieren sie nicht nur die authentischen Experten, sondern schaden dem Ruf der gesamten Szene. Hier einige erfahrene Berater und Experten, an die Sie sich mit Fragen wenden können:

* Herr Grewe hat uns in der Vergangenheit mehrere dokumentierte Heilungserfolge zukommen lassen, zu finden in unserer Artikelkategorie „Fallberichte„.

Nexavar: Bayers zahnloser Goldesel

Anmerkung der Redaktion: Der folgende Artikel wurde ursprünglich am 15.04.2014 in einem eingestellten Weblog veröffentlicht. Da er dort nicht mehr online ist, durften wir ihn mit freundlicher Genehmigung erneut – mit einigen kleinen redaktionellen Veränderungen – veröffentlichen.

Geld oder Leben?

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Der Bugatti Veyron Super Sport. Bild: von Supermac1961 [CC-BY-2.0]

Der Bugatti Veyron Super Sport gilt als das teuerste Auto der Welt: Rund zwei Millionen Euro blättert dafür auf die Ladentheke, wer die nötige Pinke hat.

Die deutsche Pharmafirma Bayer setzt allein mit ihrem Krebsmittel Nexavar Jahr für Jahr eine Summe um, die etwa 350 Bugattis entspricht: Ca. 700 Millionen Euro fließen dank Nexavar durch Bayers Hände – jährlich! Die hohe Summe ist Ausdruck des ebenso hohen Verkaufspreises: Eine Nexavar-Behandlung kostet die Krankenkassen ca. 60.000 Euro pro Patient und Jahr. Das entspricht dem Wert eines 100-Quadratmeter-Fertighauses aus Stein.

Doch ist das Mittel sein Geld wirklich wert? Ein Blick auf die Geschichte Nexavars hinterlässt einen zweifelhaften Beigeschmack … Weiterlesen

Cannabis bei Diabetes

Auf seiner Facebook-Seite behauptet Cannabis-Öl-Ikone Rick Simpson:

„Diabetiker, denen die Krankheit gerade erst diagnostiziert wurde, sind normalerweise einfach zu heilen, oft sind sie in kurzer Zeit krankheitsfrei. Aber bei Patienten, die schon lange Zeit betroffen sind und seit Jahren an den Auswirkungen der Krankheit leiden, braucht es meist länger. Selbst schwer geschädigte Patienten können innerhalb von sechs Wochen kein Insulin mehr brauchen, wenn sie hochwertiges Öl sachgemäß einnehmen. Leider kann es viel länger dauern, bis die Schäden geheilt werden, die im Körper entstehen – aber wenn man sich genug Zeit nimmt, können die meisten davon kuriert werden.“

Quelle: Zitat auf Rick Simpsons offizieller Facebook-Seite, 15.08.2013; http://on.fb.me/1DSuqXR

Ist diese Aussage haltbar? Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Artikel und Studien zum Thema Cannabis und Diabetes vor – bitte machen Sie sich Ihr eigenes Bild: Weiterlesen

CBD schützt vor Ebola-Virus

Cannabinoide wirken gegen Pilze, Bakterien und Viren – könnten sie sich als Waffe im Kampf gegen Ebola bewähren?

Im Folgenden lesen Sie einige auf Deutsch übersetzte Passagen des Artikels „CBD Protective Against Ebola Virus“ von Dr. David B. Allen, zuerst veröffentlicht am 10.10.2014 auf Cannabisdigest.ca. Den vollen Artikel mit Endnoten finden Sie unter http://cannabisdigest.ca/cbd-protective-ebola-virus/.

„Es gibt gute wissenschaftliche Belege dafür, dass Cannabinoide, besonders Cannabidiol (CBD), das Immunsystem unter Kontrolle halten und somit Schutz vor viralen Infektionen bieten können. (4) Es wurde bereits festgestellt, dass Cannabis Pilze und Bakterien hemmt; es kann als neue  Klasse von Antimikrobiotika angesehen werden, weil sich seine Wirkmechanismen  von anderen Antimikrobiotika unterscheiden. (1)

Ebola ist ein komplexer RNA-Virus, der bewirkt, dass die Zelle ihn durch Pinozytose umfließt [einhüllt], dann kapert der Virus die Zelle um sich zu vermehren. Bei dieser Vermehrung kann es zu vielen Mutationen im RNA-Code kommen, die es schwierig bis unmöglich machen, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Es gibt US-Patente, die beweisen, dass Cannabinoide eine signifikante anti-virale Wirkung zeigen. (3) (4) […]“

Im Mittelteil des Artikels geht Allen detaillierter auf die Wirkmechanismen von Ebola und die Wirkweise von Cannabinoiden ein. Er führt einige belegte positive Effekte von Cannabis auf die Bekämpfung von Hirntumoren, HIV und anderen Leiden an. Schließlich plädiert er:

„[…] Die US-Patente beweisen: Eine Herunterregelung des Immunsystems durch Cannabinoide kann ein Schlüssel für das Überleben von HIV sein, was durchaus auf das Überleben von Ebola-Patienten übertragbar sein könnte. Der direkte [Virus-]abtötende Effekt von Cannabinoiden ist für HIV-Infektionen belegt (4), aber noch nicht für Ebola. […]

Da Cannabis sehr sicher ist, besonders unter ärztlicher Aufsicht, glaube ich, dass es überaus wichtig für die medizinische Gemeinschaft ist, klinische Studien zur Überlebensrate von Ebola an Menschen durchzuführen – ungeachtet der politischen Beschränkungen.“

Cannabinoide & Magnesium bei Diabetes

Im Folgenden wiedergegeben ist der Anfang eines Artikels von Dr. Mark Sircus, der in deutscher Übersetzung im NEXUS-Magazin #49 erschienen ist. Der volle Artikel ist auf den Seiten des NEXUS-Magazins kostenfrei lesbar.

Diabetes, Cannabinoid-Therapie & Magnesium

von Dr. Mark Sircus

Jeder zehnte Deutsche leidet an Diabetes Typ 2. Die wenigsten Patienten aber sind sich darüber bewusst, dass viele gängige Medikamente ihre Situation langfristig verschlimmern statt zu lindern. Neue Erkenntnisse führen die Entstehung von Diabetes auf Entzündungen zurück, die durch einen Magnesiummangel hervorgerufen werden. Die Cannabinoide aus medizinischem Marihuana könnten Abhilfe schaffen.

Die Forscher gelangten zu der Überzeugung, dass die Bestätigung der immunmodulatorischen Eigenschaften von CBD „zur klinischen Anwendung dieser Substanz zur Prävention von Diabetes Typ 1“ und möglicherweise auch anderen Autoimmunkrankheiten führen könnte. Sie erklärten, dass viele Patienten, die die Diagnose Diabetes Typ 1 erhalten, noch über genügend Insulin produzierende Zellen verfügen und somit als Kandidaten für eine Immunmodulations-Therapie in Frage kommen.

Bioaktive Cannabinoide entfalten entzündungshemmende Wirkungen. Marihuana kann in äußerlich aufzutragenden Cremes verwendet werden, um neuropathische Schmerzen oder Kribbeln in Händen und Füßen zu lindern. Cannabis hilft gegen das diabetisch bedingte „Restless-Legs-Syndrom“ (RLS), sodass die Patienten besser schlafen können. „Den Patienten wird empfohlen einen Vaporizer zu verwenden oder Cannabis zu rauchen, um besser einschlafen zu können.“

Studien zeigen, dass THC die Folgen der Insulinresistenz weitgehend aufhebt. Die Ergebnisse stützen frühere Erkenntnisse, wonach das Rauchen von Cannabis den Blutzuckerspiegel von Diabetikern senkt (Gallant, Odei-Addo, Frost, Levendal, 2009).

Cannabidiol schützt die retinalen Neuronen, indem es die Glutaminsynthetase-Aktivität auch im Falle einer Diabeteserkrankung aufrechterhält. Im Rahmen neuerer Forschungen über die Modulation der Cannabinoidrezeptoren im menschlichen Körper fand Dr. Gregory I. Liou, ein Molekularbiologe des Medical College von Georgia heraus, dass Cannabidiol (eine Cannabisverbindung) das Überhandnehmen durchlässiger Blutgefäße in den Augen, das mit diabetischer Retinopathie einhergeht, verhindern kann. In den Vereinigten Staaten stellt die diabetische Retinopathie, die als Hauptursache für Erblindungen gilt, für mehr als 16 Millionen erwachsene Amerikaner ein großes Gesundheitsproblem dar. [Weiterlesen]