Rat- und Hinweisgeber zu Cannabisöl (RSO)

Die folgenden neun Hinweise und Ratschläge richten sich an Menschen, die auf der Suche nach Bezugsquellen für medizinisches Cannabisöl (RSO) sind. Cannabisöl ist THC-haltig und daher im deutschsprachigen Raum illegal. Wir möchten mit diesem Artikel niemanden zum Kauf ermutigen – da wir aber aus Leserzuschriften wissen, dass sich viele Patienten vom geltenden Recht nicht abschrecken lassen, möchten wir diesen Menschen zumindest dabei helfen, Betrüger, schwarze Schafe und unlautere Praktiken zu erkennen.

  1. Verwenden Sie keine CBD-Produkte aus Hanf oder nur THC allein. Isoliertes CBD oder THC ist nicht geeignet, um den Krebs zu besiegen. Auch mit einer Mischung aus isoliertem CBD und THC erzielt man nicht dieselben Effekte wie mit echtem Cannabisöl, dem „RSO“ genannten Vollextrakt aus weiblichen medizinischen Cannabispflanzen.
  2. Wisse: CBD stoppt nur die Ausbreitung von Krebs, THC kann den Tod von Krebszellen bewirken. Nur beide Stoffe in Kombination (in Form eines Cannabis-Vollextrakts, siehe 1.) können den Krebs zu beseitigen.
  3. Kaufen Sie nur von erfahrenen Erzeugern. Unerfahrene Hersteller verwenden mitunter Rohstoffe, die Schimmelpilze, Fäkalien oder gesundheitsgefährdende Chemikalien enthalten.
  4. Frisches Cannabisöl aus dem Labor.

    Frisches medizinisches Cannabisöl (RSO) aus dem Labor.

    Erfahrene Hersteller und Labors extrahieren mit „Everclear“ (ein bestimmter Alkohol).

  5. Kaufen Sie niemals aus Quellen, die das Geld vorher zu einem toten Briefkasten gesandt haben wollen. Auch bei sämtlichen Money-Transfer-Überweisung (z.B. Western Union u.ä.) ist höchste Vorsicht geboten. Oft verbergen sich dahinter unseriöse Anbieter – das Geld ist weg und Sie erhalten keine oder minderwertige Ware. Bestehen Sie auf persönlichen Kontakt und eine persönliche Übergabe.
  6. Viele Anbieter werben mit dem Namen Rick Simpson, oft über Facebook oder Foren- bzw. Websitekommentare. Auch hier sollten die Alarmglocken angehen: Rick Simpson hat mehrfach betont, dass er kein Cannabisöl verkauft und warnt regelmäßig vor Betrügern, die in seinem Namen abkassieren.
  7. Vorsicht bei Anbietern von Kapseln und Zäpfchen: Sie können beim Kauf nicht kontrollieren, was wirklich darin enthalten ist! Wenn Sie das Öl mithilfe von Kapseln oder Zäpfchen applizieren möchten, kaufen Sie sich Leerkapseln bzw. geeignete Zäpfchen und bestücken Sie sie selbst.
  8. Die von Rick Simpson propagierte Dosierung von einem Gramm pro Tag entspricht nicht länger dem Forschungsstand. Aktuell sieht es so aus: Die eigene, individuelle Verträglichkeit wird ermittelt, indem Sie mit einer kleinen Menge beginnen und die Dosis langsam steigern. Nehmen Sie die Dosen vor dem Schlafengehen zu sich, da der Körper über Nacht regeneriert und so die besten Effekte erzielt werden können. Haben Sie sich ein wenig an die Wirkung des THCs gewöhnt, können Sie die Dosis weiter erhöhen. Merke: Nehmen Sie zu hohe Dosen zu sich, setzten Sie den Körper und Kreislauf unter Stress, was den Heilerfolg deutlich mindern kann.
  9. Informieren Sie sich so gut es geht über einen Anbieter. Immer häufiger versuchen Trittbrettfahrer im Internet – besonders in den sozialen Netzwerken – die Erfahrung und den Sachverstand von renommierten Experten abzugraben, indem sie unter falschen Namen auftreten (Beispiel Rick Simpson, siehe 6.). Damit diffamieren und diskreditieren sie nicht nur die authentischen Experten, sondern schaden dem Ruf der gesamten Szene. Hier einige erfahrene Berater und Experten, an die Sie sich mit Fragen wenden können:

* Herr Grewe hat uns in der Vergangenheit mehrere dokumentierte Heilungserfolge zukommen lassen, zu finden in unserer Artikelkategorie „Fallberichte„.

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[Fallbericht] RSO bei Lungenkrebs und Diabetes

David, Jahrgang 1958, behandelt sein metastasierendes Adenokarzinom seit August 2015 mit Rick-Simpson-Öl (RSO). Als „Nebenwirkung“ lindert das Öl auch sein Diabetes. Der folgende Beitrag ist ein genehmigter, redaktionell überarbeiteter Auszug aus seinem Blogtagebuch HilftRSOE.blogspot.com.

Beginn der Therapie mit RSO

30.08.2015

Hallo, mein Name ist David. Ich habe nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (Adenokarzinom) im Stadium 4 mit Metastasen in der Lunge und an den Nebennieren. Seit Dezember 2013 diverse Chemotherapien und die damit verbundenen Nebenwirkungen. Ich habe mir nun aufgrund meiner Internetrecherchen das Rick-Simpson-Öl (RSO) besorgt und will es testen. Meine Erfahrungen und Testergebnisse werde ich hier veröffentlichen.

Derzeitiger Gesundheitszustand:

  • Übelkeit und Apetitlosigkeit
  • Schmerzen
  • Belastbarkeit sehr geringfügig
  • 24 Std. Sauerstoff wird seit August 2014 benötigt.

Aufgrund der hohen Kosten habe ich mir erst einmal nur 20 Gramm RSO besorgen können (an dieser Stelle schon einmal Danke an Hans) und hoffe es reicht bis zur nächsten CT im Oktober.

Heute beginne ich also mit dem Öl, ich fange mit 200 Milligramm an. Nach ca. 45 Minuten merke ich den Eintritt des Highs, nach zwei Stunden habe ich Bettschwere.

02.09.2015

Nach drei Tagen der Einnahme stellen sich Veränderungen ein. Ich muss tagsüber öfter zur Toilette, schlafe nun aber nachts deutlich besser. Vorher musste ich nachts vier- bis fünfmal auf die Toilette, nun schlafe ich gute acht Stunden durch. Die Schmerzen sind auch deutlich zurück gegangen. Ich werde nun auf 300 Milligramm täglich erhöhen. Der Appetit kommt nun auch langsam wieder.

16.09.2015

Nach zwei Wochen der Einnahme sind kleine Veränderungen bei der Belastbarkeit zu spüren. Ich nehme nun 470 Milligramm täglich, brauche weniger zusätzlichen Sauerstoff und kann mich auch mal wieder selbständig in der Wohnung bewegen. Da ich auch einen Insulinpflichtigen Diabetes Typ 2 habe, hier der Hinweis, dass sich die Blutzuckerwerte auch verbessert haben, ich brauche nun auch weniger Insulin.

Also alles in allem erstmal alles besser als erwartet, aber erst die CT im Oktober wird zeigen, ob auch der Krebs schon sichtbar angegriffen wurde. Nächste Woche habe ich wieder Chemo, mal schauen was die Nebenwirkungen dann noch machen.

24.09.2015

Gestern hatte ich wieder meine Chemotherapie (Carboplatin), normalerweise müsste es mir deutlich schlechter gehen. Übelkeit hab ich keine und die Atemnot hat sich nicht eingestellt.

27.09.2015

Nun kam doch noch mit Verzögerung eine Verschlechterung des Allgemeinzustands. Freitag und Samstag stellte sich wieder verstärkt Atemnot ein, Übelkeit bis jetzt noch nicht, aber ich habe seit Freitag wieder diese Appetitlosigkeit und kriege kaum etwas runter. Mein Blutzucker ist aber noch immer super, heute nüchtern 100 mg/dl, dabei habe ich seit Mittwoch kein Insulin gespritzt (hatte am Mittwoch nüchtern 49 mg/dl).

28.09.2015

Es geht mir heute deutlich besser. Der Appetit ist zwar schon wieder etwas zurückgekommen, könnte aber noch besser werden. Meine starke Atemnot hat sich auch schon gebessert, somit kann ich zum jetzigen Zeitpunkt sagen, dass es mir nur knapp vier Tage nach der Chemo schlecht ging; vorher waren es ca. 14 Tage.

09.10.2015

Am 01.10. hatte ich meinen CT-Termin und hatte gehofft, dass ich den Befund bei meinem Labortermin beim Onkologen am 07.10. kopiert bekomme, aber leider lag der Befund noch nicht vor. Nächste Woche habe ich ein Arztgespräch beim Onkologen, dann kann ich sagen ob sich am Tumor bzw. an den Metastasen etwas getan hat.

Am 07.10. habe ich den letzten Rest meiner 20 Gramm RSO eingenommen, ich habe meine Bezugsquelle kontaktiert um noch einmal 20 Gramm zu kaufen. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass das RSO in dem Monat der Einnahme meine Lebensqualität deutlich gesteigert hat. Ich hoffe nun, dass ich möglichst schnell Nachschub bekomme.

14.10.2015

Gestern habe ich noch einmal 20 Gramm RSO bekommen und werde die Einnahme also weiterführen. Heute war Besprechung beim Onkologen über den CT-Befund, der in meinen Augen im Großen und Ganzen positiv ausgefallen ist. Im CT-Bericht vom Juli wurde ein Wachstum des Tumors unter der aktuellen Therapie festgestellt. Dass es nun keine negativen Änderungen gibt, ist schon einmal erfreulich. Der Pleuraerguss ist rückläufig, was ich aber schon in den letzten Wochen bemerkt habe – die Atmung hat sich verbessert. Auch die Probleme im Bereich des Brustwirbels und im Becken befinden sind auf dem Weg der Besserung.

Die CT-Befunde von Juli und Oktober zum Nachlesen

CT Bericht Lungenkrebs RSO

CT-Befund vom Juli 2015, Adenokarzinom mit Metastasen (klicken zum vergrößern)

CT Bericht Lungenkrebs RSO

CT-Befund vom Oktober 2015, Adenokarzinom mit Metastasen (klicken zum vergrößern)

[Fallbericht] Nachruf für Conny A.

zuletzt aktualisiert am 22.10.2015

Conny A. wird im Juni 1974 in Nürtingen bei Stuttgart geboren. Im Jahr 2012 lernt sie ihren Lebensgefährten Kosta kennen, der sie die folgenden und gleichzeitig letzten zweieinhalb Jahre ihres Lebens begleitet. Conny ist eine optimistische, starke Frau; lustig, ehrlich und lebensfroh. Heute, am 14. Oktober, gedenken wir ihrem Todestag.

Connys Krankengeschichte beginnt im Juli 2013. Weil sie unter Beckenschmerzen leidet, unterzieht sie sich einer Knochen-Szintigrafie. Die kleinen Flecken, die dabei an Becken und Wirbelsäule zum Vorschein kommen, deuteten die Ärzte als Verkalkungen.

Weil Connys Beschwerden nicht besser werden, lässt sie sich im März 2014 erneut untersuchen. Diesmal lautet die Diagnose auf Krebs: zwei Lungenherde mit Metastasen, unter anderem in der Leber und der Wirbelsäule.

Am 30. April geben sich Conny und Kosta das Ja-Wort, nicht lange, bevor Conny im Mai 2014 die erste Chemotherapie mit Capecitabin (Xeloda) beginnt. Parallel beginnt sie mit der Einnahme von medizinischem Cannabis-Öl (RSO).

Eine Zwischenuntersuchung am 22. Juli gibt Anlass zur Hoffung: Die Lebermetastasen sind komplett verschwunden, die Metastasen in der Wirbelsäule nicht mehr sichtbar. Conny ist den Umständen entsprechend wohlauf. Bis zum August 2014 ist sie – von Knochenschmerzen abgesehen – schmerzfrei. Ihren guten Zustand schreibt sie dem RSO zu. Es ersetzt ihre Schmerzmittel, beschert ihr einen ruhigen Schlaf und wirkt den Nebenwirkungen der Chemotherapie entgegen. Besonders glücklich ist sie darüber, dass sie vom schmerzhaften Hand-Fuß-Syndrom verschont bleibt, das bei Xeloda-Behandlungen häufig auftritt.

Conny A. auf einer Gedenkkarte ihres Mannes Kosta.

Conny A. auf einer Gedenkkarte ihres Mannes Kosta.

Bei einer Spiegelung der Lunge wird im August 2014 ein Pleuraerguss festgestellt, der durch Metastasen verursacht wurde. Nach der Spiegelung – und eventuell, so vermutet ihr Mann, erst wegen ihr – wird Connys Zustand zunehmend schlechter: Wasser in der Lunge verursacht Atemprobleme – doch immerhin kann sie ihre Leber mithilfe des RSOs entlasten, das sie nach wie vor als hilfreich und heilsam empfindet. Im September erhöht sie die tägliche Dosis des Öls.

Am 09. Oktober 2014 hat Conny einen OP-Termin: Ihr soll eine Pleuradrainage* gelegt werden, mit der sie das Wasser aus der Lunge ablassen kann. Nach der Operation wacht sie am Nachmittag mit starken Schmerzen im linken Bein auf, die bis zum nächsten Vormittag anhalten. Die ganze folgende Nacht über erhält sie mehrere Morphiumspritzen, ihr Bein färbt sich bläulich-schwarz. Ihr Mann Kosta vermutet eine Thrombose, doch die zuständige Ärztin ist anderer Meinung.

Erst am nächsten Tag bestätigt der Chefarzt seinen Verdacht: Conny leidet sehr wohl an einer Thrombose, umgehend wird eine Not-OP eingeleitet – doch nun ist es bereits zu spät. Am 14.10.2014 um 20:00 Uhr – heute vor einem Jahr – verstirbt Conny K. infolge einer Embolie.

Um anderen Patienten in einer ähnlichen Lage das Leid und den frühzeitigen Tod zu ersparen, rät Costa, den Ärzten nicht blind zu vertrauen, sondern alle Diagnosen und Therapien grundsätzlich zu hinterfragen. Besonders bei aggressiven Chemotherapien mahnt er zur Vorsicht:

„Wenn die nicht wirken, ist man austherapiert. Daher ist es besser, es zunächst mit milde Therapien zu versuchen und erst, wenn es unbedingt nötig sein sollte, einer aggressiven Therapie zuzustimmen. Solche Chemotherapien sind so stark, dass sie auch die gesunden Zellen zerstören.“

Kosta rät, sich bei der Diagnose Krebs zunächst einmal selbst schlau zu machen, etwa in Büchern und dem Internet, und unbedingt verschiedene Ärzte zu konsultieren, um sich unterschiedliche Meinungen einzuholen. Gerade bei einer Erstdiagnose rät er von intravenösen Therapien ab.

Unsere Gedanken sind heute nicht nur bei Conny, sondern auch bei allen Frauen und Männern, die ein ähnliches Schicksal ereilt hat und für die es hoffentlich ein glückliches Ende nimmt. Wir hoffen auch, dass dieser Bericht über Connys Schicksal einen kleinen Teil dazu beitragen kann.

* Anmerkung von Kosta: „Hintergrund der Drainage: Patienten mit Lungenmetastasen leiden an einem Pleuraerguss. Es sammelt sich Wasser in der Pleura (Hohlraum der Lunge). Dabei steht die Lunge unter Wasser und der Patient hat teilweise massive Atemschwierigkeiten. Es gibt mehrere Möglichkeiten den Patienten zu helfen wieder einigermaßen zu atmen:

  1. Punktion. Dabei wird eine Nadel am Rücken durch das Rippenfell gestochen und mit der Spritze Wasser abgezogen. Bei zwei bis vier Liter Wasser eine sehr schmerzhafte und langwierige Tortur. Vor allem da man dies sehr oft tun muss, weil Wasser dauernd nachläuft.
  2. Die Verklebung der Pleura mit Talkum. Eine sehr umstrittene Methode die bei vielen Patienten fehlschlägt und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
  3. Pleuradrainagesystem (das, was Conny haben wollte). Es wird eine Drainage eingeführt und am Ende des Drainagesystems wird ein Beutel angestöpselt, der Patient kann selbständig Wasser ablassen. Jedes Mal, wenn der Patient merkt, dass das Atmen schwerer wird, kann er Wasser ablassen, um die Lunge zu entlasten.“