Cannabinoide gegen neuropathische Schmerzen

In einer Pressemitteilung berichtet die Medienagentur APA-OTS über neue Hinweise auf die Wirksamkeit des teilsynthetisch produzierten Tetrahydrocannabinols Dronabinol bei neuropathischen Schmerzen. Bei dieser Form von körperlichem Schmerz ist das Nervensystem selbst der Auslöser.

Nach Ansicht von Prof. Rudolf Likar, Generalsekretär Österreichischen Schmerzgesellschaft, könnten Medikamente auf Basis von Cannabinoiden – etwa Dronabinol – damit künftig eine wichtigere Rolle in der Behandlung spielen. Bislang war die Evidenz für den Einsatz von Cannabinoiden in diesem Bereich gering, ihr Einsatz als Medikament umstritten.

Den Artikel mit Prof. Likars Bewertung der neuen Sachlage zum Themenkomplex Cannabinoide und neuropathische Schmerzen finden Sie hier: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160126_OTS0011/potenzial-fuer-cannabinoide-auch-bei-neuropathischen-schmerzen

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THC drängt Tumorzellen in den Selbstmord

In der breiten Öffentlichkeit ist der medizinische Nutzen von Cannabis meist nur insoweit bekannt, dass die Pflanze – bzw. deren Hauptwirkstoffe THC und CBD – Schmerzen und Übelkeit bei Krebspatienten und Schwerkranken lindern kann. Das Wissen, dass die heilenden Wirkungen viel weiter gehen, gelangt erst langsam über „einschlägige Kreise“ hinaus. Bis zum Durchbruch der Erkenntnisse sind sicher noch weitere Jahre beharrlicher Forschung und Aufklärung notwendig.

Einen besonderen Beitrag dazu leistet die Molekularbiologin Cristina Sanchez von der Universität Complutense Madrid. Über deren Arbeit zu den molekularen Aktivitäten der Cannabinoide berichtet ein Kopp-Online-Artikel. Die wohl wichtigste Beobachtung, die sich im Laufe der Jahre abzeichnete, ist die Fähigkeit des psychoaktiven Bestandteils Tetrahydrocannabinol (THC), Tumorzellen zum „Selbstmord“ zu veranlassen, während gesunde Zellen unbehelligt bleiben. Lesen Sie hier, welche weiteren erstaunlichen Entdeckungen Sanchez und ihr Team machten und zu welcher Meinung die Wissenschaftlerin über die Cannabis-Politk der USA gelangt ist.

Quelle: Kopp Online, 01.01.2016, http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/natuerliches-heilen/jonathan-benson/biologin-marihuana-bringt-tumorzellen-dazu-selbstmord-zu-begehen.html

Kann Industriehanf Strahlung „schlucken“?

Hanf ist nicht Marihuana

Hanf bietet viele Nutzungsmöglichkeiten und könnte eine Reihe Nutzpflanzen ersetzen, die viel zu viel Bewässerung und Pestizideinsatz erfordern. Ein weniger bekannter und vielleicht noch interessanterer Fakt ist, dass Hanf schädliche Strahlung „frisst“.

Das Verbot von genmanipulierten Pflanzen fordern Aktivisten bislang ebenso vergeblich wie die Legalisierung von Cannabis Sativa L. – warum gab dann die US-Regierung Bauern jetzt das Recht zum Anbau von Industriehanf, der nichthalluzinogenen Schwesterpflanze von medizinischem Marihuana?

Eigentlich ist klar, dass Industriehanf schon längst hätte legalisiert werden können und müssen. Mit THC-Werten, die so gering sind, dass man schon wie ein Bob Marley oder Snoop Dog rauchen müsste, um „high“ zu werden, war seine Klassifizierung als Droge schlicht lächerlich.

Verseuchte Böden – Radioaktivität in der Nahrungskette

Als der Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 zu schwerer radioaktiver Verstrahlung führte, mussten Anwohner im Umkreis von 30 Kilometern evakuiert werden. Später stellte man noch in 100 Kilometern Entfernung vom Unfallort radioaktive Verseuchung fest. Zwar ist die Fukushima-Strahlung nach wie vor nicht abschließend erfasst, doch die japanische Regierung plant trotzdem, die überfließenden verstrahlten Wassertanks in den Pazifik zu „entsorgen“.

Wie im Tschernobyl-Fall finden Wissenschaftler auch jetzt radioaktive Strahlung und giftige Metalle (u.a. Iod, Cäsium-137, Strontium-90 und Plutonium) in den Böden, Pflanzen und Tieren Japans, aber auch bis an die Westküste der USA und von Kanada bis Mexiko. Sogar die US-Umweltbehörde EPA gab zu, dass jedes lebende Gewebe von radioaktiver Strahlung geschädigt werden kann. Aus Japan werden hohe Raten an Schilddrüsenerkrankungen und Krebs gemeldet und der Ozean stirbt tagtäglich. Für Kinder, die an der US-Westküste geboren werden, rechnen Wissenschaftler mit einem um 28% erhöhtem Vorkommen an Schilddrüsenüberfunktion, einer typische Krankheit bei fortgesetzter Strahlenexposition. Sogar Nutztiere, die Gras von kontaminierten Böden gefressen haben, entwickeln Fleisch mit hohen Konzentrationen dieser Toxine – seit Fukushima nochmals exponentiell mehr.

Ist Hanf die (Er)Lösung?

Dr. Ilya Raskin vom Biotechnologischen Zentrum an der Rutgers Universität war ein Mitglied der Task Force, die von der IAEA geschickt wurde, um die Nahrungsmittelsicherheit in Tschernobyl zu ermitteln. Raskin fand heraus, dass der Boden und damit die Lebensmittelversorgung durch Phytosanierung mit Hanf und anderen Pflanzen vor Vergiftung bewahrt werden kann. Phytosanierung, auch Phytoremediation genannt, ist der Prozess, in dem grüne Pflanzen dem Boden Gifte entziehen. Die Pflanzen können trotz dieser Extraktionen ihrerseits gedeihen. Sie akkumulieren die Toxine in Gewebe und Wurzeln, ohne dabei beschädigt zu werden. Von Sonnenblumen ist seit Jahrhunderten bekannt, dass sie solche Fähigkeiten haben und Schwermetalle oder Pestizide aus dem Boden elimieren. Auch von Senfpflanzen ist ähnliches bekannt, doch wirklich erstaunlich scheinen die „Saugfähigkeiten“ beim Hanf.

Die Legalisierung von Hanf könnte einiges der von Wissenschaftlern erwarteten Toxizität ausgleichen. Glücklicherweise hat Kalifornien, einer der am härtesten betroffenen Bundesstaaten, Industriehanf bereits legalisiert, doch es muss immer noch auf die Berechtigung durch die Bundesregierung warten, bevor es mit dem Anbau beginnen kann. Das Anbaugesetz erlaubt bislang nur den Anbau zu „Forschungszwecken“, der auf bestimmte Institutionen in 10 US-Bundesstaaten beschränkt ist.

Christina Sarich von Nation of Change schreibt dazu:

„George Washington und Thomas Jefferson bauten Hanf an. Im Lichte von Fukushima sollten wir es den Gründervätern gleich tun und es ebenfalls anbauen. Sie können helfen, die Böden zu reinigen, wenn Hanf oder medizinisches Marihuana in Ihrem Staat legalisiert worden ist und helfen, es in weitere Staaten zu tragen, indem Sie sich bei Ihren Abgeordneten und Regierungsvertretern Gehör verschaffen.“

Quelle: Hempforfuture.com, 03.04.2014, http://www.hempforfuture.com/2014/04/03/hemp-plant-found-to-eat-radiation-and-drive-away-toxicity-hemp-fields-should-be-planted-around-fukushima/

Uniklinik Freiburg über Cannabis und Epilepsie

Das Epilepsiezentrum der Freiburger Uniklinik informiert auf seiner Website kurz und bündig über verschiedene Wirkungen von Cannabis-Inhaltsstoffen bei Epilepsie und gibt kurze Einblicke in die Medizingeschichte der Heilpflanze Cannabis. Auch zur aktuellen rechtlichen Situation gibt es eine kurze Stellungnahme.

Die Website erreichen Sie unter www.uniklinik-freiburg.de/epilepsie/ueber-epilepsie/cannabis-und-epilepsien.html.

CBD-Öle: eine Marktübersicht

Cannabidiol (CBD) ist das am häufigsten vorkommende Cannabinoid im Faserhanf und nach Tetrahydrocannabinol (THC) das zweithäufigste in Rauschhanfsorten. Es wirkt nicht psychoaktiv und ist deshalb auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich legal. Allerdings wirkt CBD antibakteriell (selbst gegen manche Keime mit hoher Antibiotikaresistenz), antiepileptisch, angstlösend, entzündungshemmend und entkrampfend. Es kann das Wachstum von Krebszellen hemmen und lindert Übelkeit.

Die meisten medizinischen Wirkungen sind zwar bislang nicht über Tierversuche hinaus belegt, doch schon allein die große Anzahl positiver Erfahrungsberichte überzeugt immer mehr Menschen. Da kommt das Grow-Magazin mit seiner Übersicht über den aktuellen Markt der CBD-Öle gerade recht. Berücksichtigt sind ausschließlich Hersteller, die dem Magazin ihre Produktinformationen zur Verfügung gestellt haben.

Die Übersicht über die CBD-Öle wurde am 23.02.2015 online auf Grow.de veröffentlicht, siehe www.grow.de/Artikelseite_Ausgabe.574.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=838&cHash=27750e78955768a28664d8edcf0c950e.

Komplexe Effekte: Cannabis vermischt mit Nikotin

Warum eigentlich mischen so viele Menschen Cannabis mit Tabak? Selbst in Nordamerika, wo Cannabis traditionell pur geraucht wird, greifen viele Konsumenten hinterher zu Zigaretten. In Europa, Afrika und Asien ist die Tabakmischung im „Joint“ ohnehin Standard. Spielen hier die Traditionen die Hauptrolle, oder eher die Hirnchemie? Versprechen sich die Konsumenten durch das Mischen ein stärkeres „High“? Oder wollen sie im Gegenteil eher die „unentspannten Effekte“ glätten? Die Autorin des Sensiseeds-Blogs geht diesen und weiteren Fragen in einem Artikel nach, um festzustellen, dass die Wahrheit wieder einmal schräger ist als so mancher THC-induzierte Gedankengang.

Quelle: Sensiseeds.com, 22.01.2016, http://sensiseeds.com/de/blog/die-komplexen-effekte-des-mit-cannabis-vermischten-nikotins/

[Video] Cannabis gegen Krebs: eine Spurensuche

„Cannabis gegen Krebs“: Das Randthema findet immer öfter seinen Weg ins Fernsehen. Am 28.1.2016 sendete 3Sat einen ausführlichen Beitrag mit diesem Titel in der Reihe „Wissenschaftsdokumentation“. Die Sprecherin berichtet zu Beginn, wie sie auf das Thema stieß: durch immer häufiger zu lesende Fallgeschichten von Menschen, die Krebs mit Cannabis behandeln. Besonders stach ihr „ein Mann ins Auge, der aussieht wie Indiana Jones“. Dieser „behauptet, dass Cannabis seinen Krebs geheilt und er seitdem selbst tausende erfolgreich damit behandelt hat“. Es handelt sich natürlich um Rick Simpson, der als Pionier der Therapie mit Cannabisöl gilt (daher der Name Rick Simpson Oil; RSO). Die Journalistin schafft es, Simpson persönlich in Kroatien zu treffen und spannende Geschichten und Hintergründe aus erster Hand zu erfahren. Da sie als Wissenschaftlerin in den Geschichten noch keine handfesten Beweise sieht, forscht sie weiter und lässt Patienten, Ärzte und Wissenschaftler zu Wort kommen. Neben den Möglichkeiten kommen dabei auch Grenzen und Unzulänglichkeiten zur Sprache. Für den Zuschauer ergibt sich ein umfassender Einlick in das Thema.

Zwischen den Interviews mit den Patienten und der Fertigstellung der Sendung lagen mehrere Monate, sodass am Schluss nochmal ein vielsagender Blick auf die Entwicklung des Gesundheitszustands der Betreffenden geworfen werden kann.

Hie geht’s zur Sendung in der 3Sat-Mediathek: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=56820

[VIDEO] Cannabis-Extrakt „Charlotte’s Web“ hilft Kindern mit schwerer Epilepsie

Charlotte’s Web ist der Name eines Cannabis-Extrakts mit hohem CBD- und geringem THC-Gehalt, den seine Schöpfer wegen des Ausbleibens von psychoaktiven Wirkungen auch „Hippie’s Disappointment“ (dt. etwa: Enttäuschung des Hippies) nennen. Doch genau deshalb kann es – zum Glück – auch Kindern verabreicht werden. Im Jahr 2011 befreite es die damals 5-jährige Charlotte Figi von den Symptomen ihrer als untherapierbar geltenden Form von Epilepsie. Seitdem trägt der Extrakt den Namen Charlotte’s Web und verhalf zahlreichen weiteren Kindern zu einem weitgehend normalen Leben. Auch der heute 12-jährige Zaki, dessen Leben bis vor drei Jahren ständig auf Messers Schneide stand, gehört dazu. Sehen Sie hier eine kurze englischsprachige Dokumentation über die unglaublichen Heilungserfolge der zwei jungen Patienten.

Quelle: Youtube.com, 13.06.2013, https://youtu.be/S9qkYLtAhSQ

Studie: Cannabidiol (CBD) schützt vor alkoholbedingter Fettleber

Chinesische und US-amerikanische Wissenschaftler haben in Versuchen mit Mäusen die Wirkungen von Cannabidiol (CBD) auf stark alkoholbelastete Mäuselebern untersucht. Wie beim Menschen führt fortgesetzter Alkoholkonsum auch bei Mäusen zur sogenannten Fettleber, die u.a. durch oxidativen Stress und die „Selbstzerfleischung“ von Zellen (Autophagie) entsteht. Die Forscher stießen bei ihren Untersuchungen auf mehrere Mechanismen, mit denen CBD die degenerativen Prozesse in der Mäuseleber hemmt. Die Studie wurde im Fachjournal Free Radical Biology and Medicine veröffentlicht. Sie kann online auf Sciencedirect eingesehen werden.

Quelle: ScienceDirect.com, 04.01,2014, http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0891584913015670

[Fallbericht] Nach Cannabis-Einnahme: Leukämie bei Siebenjähriger zurückgebildet

Die heute 10-jährige Mikayla aus Oregon feiert ihre Freiheit von Leukämie wie einen Geburtstag. Vor drei Jahren hatte sich ihre kurz zuvor diagnosizierte akute lymphoblastische T-Zell-Leukämie vollständig zurückgebildet. Ihre Familie führt die Rettung ihres Lebens auf die Wirkungen von Cannabisöl zurück.

Mikaylas erste Symptome wurden für eine Streptokokken-Infektion gehalten und mit Antibiotika behandelt, was die Verschlechterung ihres Zustands jedoch nicht aufhalten konnte. Erst nach einer Knochenmarkentnahme und anderen belastenden Eingriffen wurde die Leukämie festgestellt. Die ersten Gaben von 1 Gramm Cannabisöl pro Tag bekam Mikayla von ihrer Mutter zunächst „nur“ verabreicht, um die Folgen der Chemotherapie zu lindern. Heute ist die Mutter überzeugt, die Rettung von Mikaylas Leben sei der Cannanisbehandlung zu verdanken.

Die Forderungen nach mehr unvoreingenommener Forschung an den Effekten von Cannabis in der Krebstherapie werden mittlerweile auch von der amerikanischen Krebsgesellschaft vorgetragen.

Den kompletten Fallbericht mitsamt weiterer Details und Hintergründe lesen Sie im englischsprachigen Originalartikel auf TheFreeThoughtProject.com, 04.08.2015, http://thefreethoughtproject.com/10-year-old-girl-treating-cancer-cannabis/