Wie wird Cannabis-Vollextrakt hergestellt? (RSO, Vollspektrum-Öl)

Was ist Cannabis-Vollextrakt (RSO)?

Frisches Cannabisöl aus dem Labor.

Cannabis-Öl aus dem Labor. (Foto: Hans Grewe)

Wie es bekannt wurde

Konzentriertes Cannabis-Vollextrakt wurde durch den Kanadier Rick Simpson unter dem Namen RSO (Rick Simpson Oil) im Internet bekannt. Besondere Aufmerksamkeit erlangte es infolge vieler Erfahrungsberichte von Krebspatienten, die es zur Linderung oder gar Heilung ihrer Erkrankung einsetzen.

Was ist drin, wer kommt dran?

Neben hohen Konzentrationen an THC (min. 50 %) und CBD (min. 20 %) enthält das Öl sämtliche Wirkstoffe der Cannabispflanze. Doch wegen seines hohen THC-Gehalts ist es nicht legal erhältlich, nicht einmal auf Rezept. Das hält Betroffene bis heute nicht davon ab, das Öl selbst herzustellen oder professionell hergestelltes Öl auf dem Schwarzmarkt illegal zu erwerben.

Wie es hergestellt wird

Seit Rick Simpsons Pionierarbeit ist viel geschehen: der Herstellungsprozess wurde verbessert, die Qualität und Verträglichkeit optimiert, die Dosierungsempfehlungen angepasst. Wir möchten Ihnen zeigen, wie ein modernes hochkonzentriertes, medizinisches Cannabis-Vollextrakt heute hergestellt wird:

  1. Aufzucht geeigneter Cannabis-Pflanzen: Professionelle Hersteller verwenden spezielle Züchtungen wie z.B. Columbia Mountain. Der Anbau sollte rein biologisch-organisch erfolgen, d.h. in Bio-Erde, ohne synthetische Düngemittel und ähnliche Kunststoffe. Gute Cannabis-Grower kennen und schätzen biologische Alternativen.
  2. Qualitätskontrolle: Bereits von Anfang an sollte stetig überprüft werden, ob alles abläuft wie gewünscht. Sind die Pflanzen gesund? Stimmt das Licht, der Nährstoffmix? Die Qualitätskontrolle sollte in jedem Produktionsschritt eine wichtige Rolle spielen, um am Ende ein sauberes und hochwertiges Medizinprodukt zu erhalten.
  3. Ernte und Vorbereitung: Das geerntete Pflanzenmaterial wird zunächst gereinigt, um Fremdkörper und Kontaminierungen auszuschließen, anschließend schonend getrocknet und schließlich zerkleinert.
  4. Extraktion: In großen Kesseln werden die Wirkstoffe herausgelöst – also das gesamte Spektrum der Cannabinoide sowie einige sekundäre Pflanzenstoffe. Dafür kommen spezielle Extraktionsanlagen zum Einsatz.
  5. Filtration: Verbleibende Feststoffe werden herausgefiltert, sodass nur die Wirkstofflösung übrig bleibt – das Vollspektrum-Cannabis-Öl.
  6. Abfüllung: Nachdem eine Charge abschließend kontrolliert wurde, wird das Öl abgefüllt, meist in kleine licht- und luftdichten Töpchen, die sofort verschlossen und kühl gelagert werden.

Wir bedanken uns beim Patientenberater Hans Grewe für die Hilfe bei der Zusammenstellung des Bildmaterials und für die Beantwortung von Fragen zum Herstellungsprozess.

Bitte beachten Sie: (1) Dieser Artikel dient lediglich der Information im Sinne einer freien Meinungsbildung. Wir rufen niemanden dazu auf, illegal Cannabis zu konsumieren. (2) Sollten Sie krank sein, konsultieren Sie bitte IMMER einen Arzt und verlassen Sie sich nicht auf Informationen aus dem Internet. (3) Da es bisher keinen ausreichenden wissenschaftlichen Studienkörper gibt, der einwandfrei belegt, dass Cannabis-Vollextrakt Krebs aktiv bekämpfen kann, beruht das Wissen innerhalb der Szene überwiegend auf Erfahrungsberichten von Patienten, auf privater Forschung und auf den wissenschaftlichen Belegen aus Zell- und Tierversuche.

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Video: Israelischer Junge erfährt Linderung durch medizinisches Cannabis

Ein Fallbeispiel aus Israel: Ein zweieinhalbjähriger Junge leidet unter ständigen Anfällen schwerer Epilepsie und den Folgen einer zerebralen Kinderlähmung. Seitdem die zunächst skeptischen Eltern Cannabisöl zur Behandlung verwenden, sind fast alle Symptome verschwunden. Zuvor hatte keine Behandlung gewirkt. Das Video finden Sie untert http://www.citynews.ca/2016/04/02/video-israeli-boy-finds-relief-through-medical-marijuana/.

[Video] Der Fall Michael F. – Cannabis vom Anwalt

Über den Fall des kranken Michael F., der das Recht auf Cannabis-Anbauvor Gercht erwirkt hat, sendete der SWR am 16.04.2016 eine Reportage. Da Michael F. selbst zu geschwächt für ein Interview war, trat seine Frau vor die Kamera. Erkannt werden wollte sie allerdings nicht, da sie wegen des Cannabis-Eigenanbaus befürchtete, Schwierigkeiten mit Nachbarn oder dem Vermieter zu bekommen – obwohl das Ehepaar die Erlaubnis zum Anbau hat und trotz der Tatsache, dass keine bessere Behandlungsmöglichkeit in Sicht ist.

Hier geht es zum Video: http://www.swr.de/landesschau-bw/mannheim-durchbruch-fuer-cannabis-anbau/-/id=122182/did=17283914/nid=122182/qeiamm/index.html

[Video] Cannabis gegen Krebs: eine Spurensuche

„Cannabis gegen Krebs“: Das Randthema findet immer öfter seinen Weg ins Fernsehen. Am 28.1.2016 sendete 3Sat einen ausführlichen Beitrag mit diesem Titel in der Reihe „Wissenschaftsdokumentation“. Die Sprecherin berichtet zu Beginn, wie sie auf das Thema stieß: durch immer häufiger zu lesende Fallgeschichten von Menschen, die Krebs mit Cannabis behandeln. Besonders stach ihr „ein Mann ins Auge, der aussieht wie Indiana Jones“. Dieser „behauptet, dass Cannabis seinen Krebs geheilt und er seitdem selbst tausende erfolgreich damit behandelt hat“. Es handelt sich natürlich um Rick Simpson, der als Pionier der Therapie mit Cannabisöl gilt (daher der Name Rick Simpson Oil; RSO). Die Journalistin schafft es, Simpson persönlich in Kroatien zu treffen und spannende Geschichten und Hintergründe aus erster Hand zu erfahren. Da sie als Wissenschaftlerin in den Geschichten noch keine handfesten Beweise sieht, forscht sie weiter und lässt Patienten, Ärzte und Wissenschaftler zu Wort kommen. Neben den Möglichkeiten kommen dabei auch Grenzen und Unzulänglichkeiten zur Sprache. Für den Zuschauer ergibt sich ein umfassender Einlick in das Thema.

Zwischen den Interviews mit den Patienten und der Fertigstellung der Sendung lagen mehrere Monate, sodass am Schluss nochmal ein vielsagender Blick auf die Entwicklung des Gesundheitszustands der Betreffenden geworfen werden kann.

Hie geht’s zur Sendung in der 3Sat-Mediathek: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=56820

[VIDEO] Cannabis-Extrakt „Charlotte’s Web“ hilft Kindern mit schwerer Epilepsie

Charlotte’s Web ist der Name eines Cannabis-Extrakts mit hohem CBD- und geringem THC-Gehalt, den seine Schöpfer wegen des Ausbleibens von psychoaktiven Wirkungen auch „Hippie’s Disappointment“ (dt. etwa: Enttäuschung des Hippies) nennen. Doch genau deshalb kann es – zum Glück – auch Kindern verabreicht werden. Im Jahr 2011 befreite es die damals 5-jährige Charlotte Figi von den Symptomen ihrer als untherapierbar geltenden Form von Epilepsie. Seitdem trägt der Extrakt den Namen Charlotte’s Web und verhalf zahlreichen weiteren Kindern zu einem weitgehend normalen Leben. Auch der heute 12-jährige Zaki, dessen Leben bis vor drei Jahren ständig auf Messers Schneide stand, gehört dazu. Sehen Sie hier eine kurze englischsprachige Dokumentation über die unglaublichen Heilungserfolge der zwei jungen Patienten.

Quelle: Youtube.com, 13.06.2013, https://youtu.be/S9qkYLtAhSQ

[Video] Viele Leiden, eine Medizin: Cannabis

Die gute Nachricht zuerst: Schon vor zwei Jahren gab es unvoreingenommene Fernsehbeiträge (siehe Video unten), die über den großen und vielfältigen medizinischen Nutzen von Cannabis berichteten. Die weniger gute Nachricht: der Sender 3Sat, wo der Beitrag in der Sendung „Nano-Spezial“ erschien, erreicht wohl eher nur den relativ bescheidenen Anteil des Fernsehspublikums, der ohnehin die notwendige Aufgeschlossenheit und Aufgeklärtheit für solche Themen mitbringt.

Die Sendung zeigt anhand von Patientenbeispielen und Interviews mit Ärzten und Forschern, wie verschiedene Cannabispräparate bei einem breiten Spektrum schwerer Erkrankungen wie Krebs und Epilepsie ganz konkrete Heilwirkungen entfalten. Und dabei ein so breites Spektrum an Leiden und Beschwerden lindern, dass ganz nebenbei eine Vielzahl an Medikamenten überflüssig wird. Die Sendung legt einen Fokus auf die (legalen) Inhaltsstoffe Cannabinol (CBN) und Cannabidiol (CBD), die keine Rauschwirkung entfalten und auch als Öl oder in Tablettenform konsumiert werden.

Ein guter Anfang ist mit solchen Fernsehbeiträgen allemal gemacht. Noch besser ist, wenn die mittlerweile wissenschaftlich gestützten Informationen über die Heilwirkungen von Cannabis (auch dem illegalen THC) bald dorthin gelangen, wo sie am dringendsten gebraucht werden: zu den Entscheidern und Kranken.

Quelle: 3Sat, nano Spezial, 18.03.2014 via SuchtpraeventionBE: „Cannabis für Kranke“ auf Youtube.com, 20.04.2014; https://youtu.be/d15GO4I8zck

[Video] Cannabis als Medizin

Dieses kurze Video über die legalen Möglichkeiten der Behandlung mit Cannabis zeigt in erster Linie das Potenzial von Cannabis als Schmerzmittel auf, lässt jedoch auch andere Nutzen anklingen.

Erschienen ist das Video am 05.11.2015 auf DeutscheWelle.de. Der Sender beschreibt es mit folgenden Worten:

„Forscher und Ärzte sehen in der Hanfpflanze ein hohes therapeutisches Potential. Das liegt an ihren schmerzlindernden, entzündungshemmenden und nervenschützenden Inhaltsstoffen. Medizinischer Cannabis ist jedoch umstritten wie kaum eine Arznei.“

Nachricht von Rick Simpson (volle Länge)

Am 03. November 2014 hatten wir bereits die Kurzform von Rick Simpsons aktueller Ansprache übersetzt. Die ausführlichere Version – eine Übersetzung seiner kompletten Videobotschaft vom 30.10.2014 – können wir Ihnen aus Zeit- und Personalmangel leider erst heute präsentieren. Die Botschaft hat an Aktualität allerdings nicht verloren …
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[Video] nano spezial: „Legalisierung von Cannabis“

Videobeschreibung:

„Auf eine Initiative der Grünen soll der Verkauf von Cannabis an bestimmten Orten in Berlin legalisiert und damit ein Anfang für eine Legalisierung in ganz Deutschland gemacht werden.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler dagegen hält dies für das falsche Signal. Ganz anders in den USA, dort ist Cannabis seit Jahresbeginn in zwei Bundesstaaten im freien Verkauf erhältlich: in Colorado und Washington. Die Droge wird pur und auch verarbeitet in anderen Produkten, zum Beispiel in Kosmetikartikeln, Energy Drinks und Schokolade angeboten. In Denver, Hauptstadt des US-Bundesstaats Colorado, können Touristen sogar eine Stadtrundfahrt mit Blick hinter die Kulissen der Cannabis-Wirtschaft buchen.

Welche Risiken birgt die Legalisierung von Cannabis? Wird sich damit die Anzahl der Drogenabhängigen in Deutschland erhöhen weil Cannabis angeblich eine Einstiegsdroge ist? „nano spezial“ befragt Experten nach dem Für und Wider einer Legalisierung von Cannabis und schaut nach Kalifornien, wo es die umfassendsten Erfahrungen und die breiteste medizinische Forschung über Cannabis gibt.“

Quelle: Begleittext des YouTube-Nutzers AlexZanardi1920 zum Video „nano spezial 14 03 19 09 3sat“ auf YouTube.com, 20.03.2014; http://youtu.be/ZbPksNYJrTc

[Video] Erfahrungsbericht: Cannabis-Öl bei Hautkrebs

In diesem englischsprachigen Videobericht dokumentiert ein Amerikaner namens David Triplett, wie er seinen Hautkrebs mit „Hash-Oil“ (Cannabis-Öl, RSO) erfolgreich überwunden hat. Darüber hinaus erzählt er, wie er selbst auf das Mittel aufmerksam geworden ist.

Das Video mit dem Titel „Cured: A Cannabis Story (A film by David Triplett)“ wurde am 06.07.2010 vom Nutzer chrychek auf YouTube.com veröffentlicht (http://youtu.be/0tghUh4ubbg).