CBD-Öle: eine Marktübersicht

Cannabidiol (CBD) ist das am häufigsten vorkommende Cannabinoid im Faserhanf und nach Tetrahydrocannabinol (THC) das zweithäufigste in Rauschhanfsorten. Es wirkt nicht psychoaktiv und ist deshalb auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich legal. Allerdings wirkt CBD antibakteriell (selbst gegen manche Keime mit hoher Antibiotikaresistenz), antiepileptisch, angstlösend, entzündungshemmend und entkrampfend. Es kann das Wachstum von Krebszellen hemmen und lindert Übelkeit.

Die meisten medizinischen Wirkungen sind zwar bislang nicht über Tierversuche hinaus belegt, doch schon allein die große Anzahl positiver Erfahrungsberichte überzeugt immer mehr Menschen. Da kommt das Grow-Magazin mit seiner Übersicht über den aktuellen Markt der CBD-Öle gerade recht. Berücksichtigt sind ausschließlich Hersteller, die dem Magazin ihre Produktinformationen zur Verfügung gestellt haben.

Die Übersicht über die CBD-Öle wurde am 23.02.2015 online auf Grow.de veröffentlicht, siehe www.grow.de/Artikelseite_Ausgabe.574.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=838&cHash=27750e78955768a28664d8edcf0c950e.

[VIDEO] Cannabis-Extrakt „Charlotte’s Web“ hilft Kindern mit schwerer Epilepsie

Charlotte’s Web ist der Name eines Cannabis-Extrakts mit hohem CBD- und geringem THC-Gehalt, den seine Schöpfer wegen des Ausbleibens von psychoaktiven Wirkungen auch „Hippie’s Disappointment“ (dt. etwa: Enttäuschung des Hippies) nennen. Doch genau deshalb kann es – zum Glück – auch Kindern verabreicht werden. Im Jahr 2011 befreite es die damals 5-jährige Charlotte Figi von den Symptomen ihrer als untherapierbar geltenden Form von Epilepsie. Seitdem trägt der Extrakt den Namen Charlotte’s Web und verhalf zahlreichen weiteren Kindern zu einem weitgehend normalen Leben. Auch der heute 12-jährige Zaki, dessen Leben bis vor drei Jahren ständig auf Messers Schneide stand, gehört dazu. Sehen Sie hier eine kurze englischsprachige Dokumentation über die unglaublichen Heilungserfolge der zwei jungen Patienten.

Quelle: Youtube.com, 13.06.2013, https://youtu.be/S9qkYLtAhSQ

Studie: Cannabidiol (CBD) schützt vor alkoholbedingter Fettleber

Chinesische und US-amerikanische Wissenschaftler haben in Versuchen mit Mäusen die Wirkungen von Cannabidiol (CBD) auf stark alkoholbelastete Mäuselebern untersucht. Wie beim Menschen führt fortgesetzter Alkoholkonsum auch bei Mäusen zur sogenannten Fettleber, die u.a. durch oxidativen Stress und die „Selbstzerfleischung“ von Zellen (Autophagie) entsteht. Die Forscher stießen bei ihren Untersuchungen auf mehrere Mechanismen, mit denen CBD die degenerativen Prozesse in der Mäuseleber hemmt. Die Studie wurde im Fachjournal Free Radical Biology and Medicine veröffentlicht. Sie kann online auf Sciencedirect eingesehen werden.

Quelle: ScienceDirect.com, 04.01,2014, http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0891584913015670

Cannabidiol (CBD) stärkt die Knochen

Wie NTV berichtet, fanden Forscher der Universität Tel Aviv in Experimenten mit Ratten heraus, dass Knochenbrüche durch die Injizierung von Cannabidiol (CBD) schneller verheilen und nach erfolgter Heilung auch bruchfester sind als zuvor. Knochenwachstum und Knochenerhalt werden gleichermaßen gestärkt. Die anderen meist im Hanf enthaltenen Wirkstoffe haben laut der Studie keinen erkennbaren Einfluss auf die Heilung von Brüchen.

Wie das CBD im Körper dabei genau vorgeht, konnten die Forscher noch nicht detailliert entschlüsseln, doch in einem Punkt sind sie sich jetzt schon sicher: „Das medizinische Potenzial von cannabinoiden Präparaten kann nicht geleugnet werden.“

Quelle: N-TV.de, 20.07.2015; http://www.n-tv.de/wissen/Cannabis-hilft-bei-Knochenbruechen-article15553826.html

[Video] Viele Leiden, eine Medizin: Cannabis

Die gute Nachricht zuerst: Schon vor zwei Jahren gab es unvoreingenommene Fernsehbeiträge (siehe Video unten), die über den großen und vielfältigen medizinischen Nutzen von Cannabis berichteten. Die weniger gute Nachricht: der Sender 3Sat, wo der Beitrag in der Sendung „Nano-Spezial“ erschien, erreicht wohl eher nur den relativ bescheidenen Anteil des Fernsehspublikums, der ohnehin die notwendige Aufgeschlossenheit und Aufgeklärtheit für solche Themen mitbringt.

Die Sendung zeigt anhand von Patientenbeispielen und Interviews mit Ärzten und Forschern, wie verschiedene Cannabispräparate bei einem breiten Spektrum schwerer Erkrankungen wie Krebs und Epilepsie ganz konkrete Heilwirkungen entfalten. Und dabei ein so breites Spektrum an Leiden und Beschwerden lindern, dass ganz nebenbei eine Vielzahl an Medikamenten überflüssig wird. Die Sendung legt einen Fokus auf die (legalen) Inhaltsstoffe Cannabinol (CBN) und Cannabidiol (CBD), die keine Rauschwirkung entfalten und auch als Öl oder in Tablettenform konsumiert werden.

Ein guter Anfang ist mit solchen Fernsehbeiträgen allemal gemacht. Noch besser ist, wenn die mittlerweile wissenschaftlich gestützten Informationen über die Heilwirkungen von Cannabis (auch dem illegalen THC) bald dorthin gelangen, wo sie am dringendsten gebraucht werden: zu den Entscheidern und Kranken.

Quelle: 3Sat, nano Spezial, 18.03.2014 via SuchtpraeventionBE: „Cannabis für Kranke“ auf Youtube.com, 20.04.2014; https://youtu.be/d15GO4I8zck

CBD schützt vor Ebola-Virus

Cannabinoide wirken gegen Pilze, Bakterien und Viren – könnten sie sich als Waffe im Kampf gegen Ebola bewähren?

Im Folgenden lesen Sie einige auf Deutsch übersetzte Passagen des Artikels „CBD Protective Against Ebola Virus“ von Dr. David B. Allen, zuerst veröffentlicht am 10.10.2014 auf Cannabisdigest.ca. Den vollen Artikel mit Endnoten finden Sie unter http://cannabisdigest.ca/cbd-protective-ebola-virus/.

„Es gibt gute wissenschaftliche Belege dafür, dass Cannabinoide, besonders Cannabidiol (CBD), das Immunsystem unter Kontrolle halten und somit Schutz vor viralen Infektionen bieten können. (4) Es wurde bereits festgestellt, dass Cannabis Pilze und Bakterien hemmt; es kann als neue  Klasse von Antimikrobiotika angesehen werden, weil sich seine Wirkmechanismen  von anderen Antimikrobiotika unterscheiden. (1)

Ebola ist ein komplexer RNA-Virus, der bewirkt, dass die Zelle ihn durch Pinozytose umfließt [einhüllt], dann kapert der Virus die Zelle um sich zu vermehren. Bei dieser Vermehrung kann es zu vielen Mutationen im RNA-Code kommen, die es schwierig bis unmöglich machen, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Es gibt US-Patente, die beweisen, dass Cannabinoide eine signifikante anti-virale Wirkung zeigen. (3) (4) […]“

Im Mittelteil des Artikels geht Allen detaillierter auf die Wirkmechanismen von Ebola und die Wirkweise von Cannabinoiden ein. Er führt einige belegte positive Effekte von Cannabis auf die Bekämpfung von Hirntumoren, HIV und anderen Leiden an. Schließlich plädiert er:

„[…] Die US-Patente beweisen: Eine Herunterregelung des Immunsystems durch Cannabinoide kann ein Schlüssel für das Überleben von HIV sein, was durchaus auf das Überleben von Ebola-Patienten übertragbar sein könnte. Der direkte [Virus-]abtötende Effekt von Cannabinoiden ist für HIV-Infektionen belegt (4), aber noch nicht für Ebola. […]

Da Cannabis sehr sicher ist, besonders unter ärztlicher Aufsicht, glaube ich, dass es überaus wichtig für die medizinische Gemeinschaft ist, klinische Studien zur Überlebensrate von Ebola an Menschen durchzuführen – ungeachtet der politischen Beschränkungen.“

Europas erstes Ladenlokal für CBD-Produkte öffnet in Amsterdam

Anfang Juni eröffnete in den Niederlanden die CBD Dispensary Amsterdam, das europaweit erste Ladengeschäft für CBD-haltige Produkte. CBD (Cannabidiol) ist einer der medizinisch wirksamen Stoffe der Cannabis-Pflanze und findet Anwendung in der linderung und Heilung diverser Krankheiten. Im Gegensatz zum THC wirkt es nicht berauschend und ist in den meisten Ländern der Welt legal. Das Geschäft kann seit dem 05. Juni 2014 auf der Oudezijds Voorburgwal 242 in Amsterdam besucht werden.

Quelle: Eli (Kein Wietpas!): „Der erste europäische Medical Marijuana Store öffnet seine Türen in Amsterdam“ auf keinwietpas.de, 04.06.2014; http://bit.ly/1hFgQ3w

Anmerkung: Immer wieder verwechseln Menschen CBD-Öl mit RSO (Rick-Simpson-Öl). RSO wird von einer stetig wachensen Anzahl von Menschen zur Behandlung von Krebs genutzt. Im RSO muss jedoch immer auch THC (Tetrahydrocannabinol) enthalten sein, damit es seine volle Wirkung entfalten kann (optimales Verhältnis THC:CBD = 4:1). Reines CBD-Öl kann zwar auch positive Effekte bei Krebs zeitigen, jedoch lange nicht die Erfolge herbeiführen, von denen Anwender des RSOs berichten. Wegen seines hohen THC-Gehalts ist RSO auch in den Niederlanden nach wie vor nicht legal erhältlich.