[Fallbericht] Cannabis-Öl bei Lungenkrebs

Der folgende Fallbericht wurde uns vom Patientenberater Hans Grewe aus Amsterdam zugesendet. Persönliche Daten und Hinweise auf die Identität der Patientin wurden entfernt.

Es geht um den Fall einer Frau und Mutter (Anfang 40), die Anfang des Jahres 2015 erfährt, dass sie an Lungen- und Rippenfellkrebs leidet – laut Aussage der Ärzte besteht keine Chance auf Heilung und ihre Lebenserwartung wird auf 24 Monate geschätzt.

Gut ein Jahr später entscheidet Sie sich für eine Therapie mit Cannabis-Öl (RSO). Nach einige Wochen der Einnahme berichtet die Schwester der Erkrankten über deren Zustand:

„Meiner Schwester geht es so viel besser. Ihre Schmerzen sind gelindert, sie schläft wieder ruhiger und ich bilde mir ein, sie sieht bereits viel gesünder aus. Zur Zeit ist sie in der Klinik, um eine Hyperthermie durchzuführen und ich bin gespannt, ob die Ärzte dort eine Veränderung feststellen können.

Auf jeden Fall hat sich ihre Lebensqualität durch das Cannabis-Öl enorm gesteigert.

Zu Beginn der Einnahme des Öls hatte sie schon ein paar Probleme. Sie fühlte sich ‚wie besoffen‘, wenn sie nachts auf die Toilette musste. Ich habe ihr dann geraten, sie soll die Dosis nicht so schnell steigern. Viel hilft nicht viel. Und so handelt sie jetzt auch.“

Wir wünschen der Patientin und ihrer Familie alles Gute! Sollten wir Neuigkeiten erfahren, werden wir diese gern mit Ihnen teilen.

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Cannabis und Chemo: Es geht auch gemeinsam

Und wieder macht ein Fall von Heilung eines „unheilbaren“ Lungenkrebses die Runde: der 50-jährige Darren Miller ist der Meinung, dass er ein solches „Wunder“ einer Kombination aus Cannabisöl und Chemotherapie verdankt. Miller leidete an Lungenkrebs, einer Krebsform, die für geringe Überlebensraten bekannt ist. Auch Darrens Überlebensaussichten standen nicht zum besten – bis er nach umfangreichen Recherchen und Lektüre vieler Erfahrungsberichte seine Chemotherapie um die Anwendung von Cannabisöl erweiterte und damit das Blatt komplett wendete. Dabei hatte Darren nicht nur vor, sein Leben zu verlängern, sondern er wollte es dauerhaft retten.

Mittlerweile ist Darren Miller dabei, seine Erfahrungen mit seinem Lungenkrebs-Bekämpfungs-Rezept weiterzugeben, um Anderen zu helfen, den Weg zur Heilung zu finden. Das Programm, dass er mit seiner Frau leitet, heißt „Compassionate Cannabis“. Ein vielversprechender Name – lesen Sie hier mehr dazu.

Quelle: Trueactivist.com, 16.02.2016, http://www.trueactivist.com/50-year-old-man-cures-lung-cancer-with-cannabis-oil-stuns-cbs-news/

[Fallbericht] Nachruf für Conny A.

zuletzt aktualisiert am 22.10.2015

Conny A. wird im Juni 1974 in Nürtingen bei Stuttgart geboren. Im Jahr 2012 lernt sie ihren Lebensgefährten Kosta kennen, der sie die folgenden und gleichzeitig letzten zweieinhalb Jahre ihres Lebens begleitet. Conny ist eine optimistische, starke Frau; lustig, ehrlich und lebensfroh. Heute, am 14. Oktober, gedenken wir ihrem Todestag.

Connys Krankengeschichte beginnt im Juli 2013. Weil sie unter Beckenschmerzen leidet, unterzieht sie sich einer Knochen-Szintigrafie. Die kleinen Flecken, die dabei an Becken und Wirbelsäule zum Vorschein kommen, deuteten die Ärzte als Verkalkungen.

Weil Connys Beschwerden nicht besser werden, lässt sie sich im März 2014 erneut untersuchen. Diesmal lautet die Diagnose auf Krebs: zwei Lungenherde mit Metastasen, unter anderem in der Leber und der Wirbelsäule.

Am 30. April geben sich Conny und Kosta das Ja-Wort, nicht lange, bevor Conny im Mai 2014 die erste Chemotherapie mit Capecitabin (Xeloda) beginnt. Parallel beginnt sie mit der Einnahme von medizinischem Cannabis-Öl (RSO).

Eine Zwischenuntersuchung am 22. Juli gibt Anlass zur Hoffung: Die Lebermetastasen sind komplett verschwunden, die Metastasen in der Wirbelsäule nicht mehr sichtbar. Conny ist den Umständen entsprechend wohlauf. Bis zum August 2014 ist sie – von Knochenschmerzen abgesehen – schmerzfrei. Ihren guten Zustand schreibt sie dem RSO zu. Es ersetzt ihre Schmerzmittel, beschert ihr einen ruhigen Schlaf und wirkt den Nebenwirkungen der Chemotherapie entgegen. Besonders glücklich ist sie darüber, dass sie vom schmerzhaften Hand-Fuß-Syndrom verschont bleibt, das bei Xeloda-Behandlungen häufig auftritt.

Conny A. auf einer Gedenkkarte ihres Mannes Kosta.

Conny A. auf einer Gedenkkarte ihres Mannes Kosta.

Bei einer Spiegelung der Lunge wird im August 2014 ein Pleuraerguss festgestellt, der durch Metastasen verursacht wurde. Nach der Spiegelung – und eventuell, so vermutet ihr Mann, erst wegen ihr – wird Connys Zustand zunehmend schlechter: Wasser in der Lunge verursacht Atemprobleme – doch immerhin kann sie ihre Leber mithilfe des RSOs entlasten, das sie nach wie vor als hilfreich und heilsam empfindet. Im September erhöht sie die tägliche Dosis des Öls.

Am 09. Oktober 2014 hat Conny einen OP-Termin: Ihr soll eine Pleuradrainage* gelegt werden, mit der sie das Wasser aus der Lunge ablassen kann. Nach der Operation wacht sie am Nachmittag mit starken Schmerzen im linken Bein auf, die bis zum nächsten Vormittag anhalten. Die ganze folgende Nacht über erhält sie mehrere Morphiumspritzen, ihr Bein färbt sich bläulich-schwarz. Ihr Mann Kosta vermutet eine Thrombose, doch die zuständige Ärztin ist anderer Meinung.

Erst am nächsten Tag bestätigt der Chefarzt seinen Verdacht: Conny leidet sehr wohl an einer Thrombose, umgehend wird eine Not-OP eingeleitet – doch nun ist es bereits zu spät. Am 14.10.2014 um 20:00 Uhr – heute vor einem Jahr – verstirbt Conny K. infolge einer Embolie.

Um anderen Patienten in einer ähnlichen Lage das Leid und den frühzeitigen Tod zu ersparen, rät Costa, den Ärzten nicht blind zu vertrauen, sondern alle Diagnosen und Therapien grundsätzlich zu hinterfragen. Besonders bei aggressiven Chemotherapien mahnt er zur Vorsicht:

„Wenn die nicht wirken, ist man austherapiert. Daher ist es besser, es zunächst mit milde Therapien zu versuchen und erst, wenn es unbedingt nötig sein sollte, einer aggressiven Therapie zuzustimmen. Solche Chemotherapien sind so stark, dass sie auch die gesunden Zellen zerstören.“

Kosta rät, sich bei der Diagnose Krebs zunächst einmal selbst schlau zu machen, etwa in Büchern und dem Internet, und unbedingt verschiedene Ärzte zu konsultieren, um sich unterschiedliche Meinungen einzuholen. Gerade bei einer Erstdiagnose rät er von intravenösen Therapien ab.

Unsere Gedanken sind heute nicht nur bei Conny, sondern auch bei allen Frauen und Männern, die ein ähnliches Schicksal ereilt hat und für die es hoffentlich ein glückliches Ende nimmt. Wir hoffen auch, dass dieser Bericht über Connys Schicksal einen kleinen Teil dazu beitragen kann.

* Anmerkung von Kosta: „Hintergrund der Drainage: Patienten mit Lungenmetastasen leiden an einem Pleuraerguss. Es sammelt sich Wasser in der Pleura (Hohlraum der Lunge). Dabei steht die Lunge unter Wasser und der Patient hat teilweise massive Atemschwierigkeiten. Es gibt mehrere Möglichkeiten den Patienten zu helfen wieder einigermaßen zu atmen:

  1. Punktion. Dabei wird eine Nadel am Rücken durch das Rippenfell gestochen und mit der Spritze Wasser abgezogen. Bei zwei bis vier Liter Wasser eine sehr schmerzhafte und langwierige Tortur. Vor allem da man dies sehr oft tun muss, weil Wasser dauernd nachläuft.
  2. Die Verklebung der Pleura mit Talkum. Eine sehr umstrittene Methode die bei vielen Patienten fehlschlägt und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
  3. Pleuradrainagesystem (das, was Conny haben wollte). Es wird eine Drainage eingeführt und am Ende des Drainagesystems wird ein Beutel angestöpselt, der Patient kann selbständig Wasser ablassen. Jedes Mal, wenn der Patient merkt, dass das Atmen schwerer wird, kann er Wasser ablassen, um die Lunge zu entlasten.“

Erfahrungsbericht: Cannabis beim Goodpasture-Syndrom*

Der folgende übersetzte Erfahrungsbericht eines Autoimmun-Patienten namens Matty Kush Harton ist der Facebook-Seite von Rick Simpson entnommen und wurde dort am 19.06.2013 veröffentlicht.

„Heute ist der Tag, auf den ich gewartet habe. Ich halte nun Indizien in meiner Hand, die BELEGEN, dass Cannabis hilfreich zur Behandlung meines Zustands gewesen ist. Es handelt sich um einen Briefwechsel zwischen meinen [behandelnden] Ärzten.

Für jene, die es nicht wissen: Lasst mich euch auf den Stand bringen. Ich habe eine Autoimmunkrankheit, welche die Lunge und die Nieren angreift. Lange Zeit litt ich unter allen möglichen Problemen und brauchte eine Chemotherapie, nur um zu gewährleisten, dass die Anfälle meinem Körper keinen Schaden zufügten.

Nachdem ich bereits eine Weile Cannabis-Konsument gewesen war und dann eine Zeitlang Cannabis-Extrakt [RSO; Rick-Simpson-Öl] eingenommen hatte, war es mir möglich, all meine Medikamente abzusetzen. Darum versuche ich seit ungefähr zwei Jahren, Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und habe meinem Nierenfacharzt jüngst einen großen Haufen Rechercheergebnisse präsentiert und ihn angehalten, eine ganze Reihe von Bluttests [an mir] durchzuführen.

Hier [, in diesem Briefwechsel, ] erkennt mein Nierenfacharzt an, dass Cannabis mir geholfen hat, meine Symptome zu überwinden und dass es einen positiven Effekt auf meinen Blutdruck hatte (was sehr wichtig ist im Verlauf einer chronischen Nierenkrankheit). Meine sämtlichen Blutwerte haben sich verbessert und meine Anti-GBM (der Teil des Immunsystems, der die Nieren und die Lunge angreift) liegen im NORMALEN BEREICH [Anti-GBM = Antikörpern gegen die glomeruläre Basalmembran].

Der Arzt hat auch festgestellt, dass all meine angeführten Symptome wie Entzündung, Hämaturie (Blut im Urin), Husten, Hämoptyse (Blut in der Lunge), Kurzatmigkeit und so weiter gelindert sind. Und das, obwohl ich in den letzten zwei Jahren KEINE konventionellen Medikamente eingenommen habe. Meine Gesundheit ist stabil aufgrund des Cannabis.

Blutwerte verbessern sich nicht einfach, wenn Sie eine progressive Nierenkrankheit haben; das ist bemerkenswert.“

– Matty Kush Harton

* Dass es sich um das Goodpasture-Syndrom handelt, schreibt der Patient in einem Bericht an seinen Arzt, den er auch auf Facebook veröffentlicht hat.