Cannabis-Öl bei metastasiertem Brustkrebs mit zahlreichen Nebenerkrankungen – eine beispiellose Erfolgsgeschichte

Sybille (Name geändert) leidet bereits an Fibromyalgie, Morbus Dercum, Asthma und Polyarthrose, als die Diagnose metastasierter Brustkrebs hinzukommt – unheilbar. Laut Ärzten steht der baldige Tod der Patientin bevor, doch mithilfe hochkonzentrierten Cannabis-Öls gelingt es ihr nicht nur, den Krebs zu überwinden, sondern auch ihre anderen Krankheiten bedeutend zu lindern.

Der folgende Artikel beruht auf den schriftlichen Schilderungen der Patientin sowie der umfangreichen Dokumentation ihrer Diagnostik. Zugesandt hat uns den Bericht und die Dokumente der Patientenberater Hans Grewe aus Amsterdam. Die Identität der Patientin ist der Redaktion bekannt. Sämtliche Angaben der Patientin wurden nach bestem Gewissen überprüft und mit den klinischen Daten verglichen.

Ein bewegtes Leben – trotz und wegen vieler Krankheiten

Sybille, 49 Jahre alt, blickt zurück auf ein bewegtes Leben: Neben vielen privaten Reisen, musste sie aus gesundheitlichen Gründen oft die Arbeitsstelle wechseln. Sie war bereits Konditorin, Bürokauffrau, Steuerfachgehilfin, Dozentin in der Erwachsenenbildung, Alten-, Kranken-, Behindertenbetreuerin, Hundetrainerin Chauffeurin und vieles mehr. Bis sie im letzten Jahr (2017) in Frührente gehen gehen musste.

Gründe dafür muss man nicht lange suchen: Fibromyalgie, Morbus Dercum, Asthma und Polyarthrose (auch am Rücken) beeinträchtigten sie bereits so stark, dass sie seit September 2015 über lange Strecken zum Pflegefall wurde und mehrere Monate nicht aufstehen konnte. Sie war kaum mehr in der Lage, aus eigener Kraft ihre Wohnung zu verlassen. Um ihre Behinderung aufzuhalten oder sogar rückgängig zu machen, waren fünf Bandscheiben-OPs angesetzt. Nach der ersten kam die Diagnose Krebs. Das bedeutete auch: Bis auf weiteres keine OPs möglich.

Doktor Zufall war ein guter Orthopäde

Dass die Krebsdiagnose überhaupt gestellt wurde, war einem Zufall geschuldet: Nach einem Sturz auf die linke Hüfte erkannte ihr Orthopäde als einziger eine verdächtige Stelle auf einem Röntgenbild und veranlasste MRT und CT zur weiteren Diagnose. Das Ergebnis: ein großer Tumor im Hüftknochen und verdächtige Stellen auf der rechten Beckenseite und im Eierstock, wahrscheinlich bösartig. Im Krankenhaus dann die finale Diagnose: hormoneller Brustkrebs mit Knochenmetastasen sowie verdächtigen Stellen in der Lunge und am Eierstock.

Hormoneller Brustkrebs – keine Hoffnung und ein Weg ins Ungewisse

Nach zwei Tagen wurde Sybille ohne konkretere Diagnosen entlassen. Da die Patientin an einem Krankenhaustrauma litt, das sich durch Angstzustände und die Unfähigkeit der Nahrungsaufnahme äußerte, hatte sie bei der Aufnahme um Unterstützung gebeten, die ihr in Form von  psychologischer Hilfe, Schmerztherapie und Wochenendurlaub mit anschließender stationären Wiederaufnahme zugesichert wurde. Umgesetzt wurde davon nach Aussagen der Patientin nichts. Die Gründe bleiben unbekannt.

Bei der Entlassung nach dem zweitägigen Klinikaufenthalt gab man ihr auf den Weg, dass nicht mehr lange zu leben haben würde; die Metastasen könnten jederzeit brechen (beim 7. Halswirbel mit Lebensgefahr). Was genau hormoneller Brustkrebs ist, das hatte ihr nach eigenen Angaben niemand erklärt. Dass ihre Krankenkasse den Palliativdienst anstandslos übernahm, den ihr ihre Onkologin geschickt hatte, sprach eine eigene Sprache.

Unter normalen Umständen ist hormoneller Brustkrebs leicht behandelbar. In ihrem Fall war er allerdings weit fortgeschritten und schnell streuend, weswegen die Ärzte ihr den Stempel „unheilbar“ aufdrückten. Wie lange sie noch hatte, getraute sich niemand zu prognostizieren.

Standardtherapien und die Erkenntnis, sich selbst helfen zu müssen

Auf dem schulmedizinischen Weg erfolgten nun eine Bestrahlung der Knochenmetastasen, Infusionen mit Biphosphonaten sowie eine tablettengestützte endokrine Therapie (Antihormontherapie).

„Außer dass die Ärztin sagte, es würde wohl auf eine Chemo hinauslaufen, wurde mir nichts vorgeschlagen, bis auf das Übliche für den Anfang.“

Sybille beschloss, selbst aktiv zu werden. Sie versuchte es mit einer Ernährungsumstellung, die sie aus verschiedenen Empfehlungen und Protokollen selbst zusammenstellte, da sie die anfangs angestrebte Budwig-Diät aufgrund ihres Reizdarms nicht vertrug. Dazu gehörten auch verschiedene pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel; immer nach dem Motto: „Wenn es nicht hilft, schadet es wenigstens nicht.“

Zusätzlich probierte sie es mit Wochenkuren aus dem alternativmedizinischen Spektrum, darunter Laetril-Infusionen, hochdosiertes Vitamin C und Thymus-Milz-Therapie.

Auftritt Cannabis: eine alte Bekannte

Sybilles erste Wahl in ihrem Bestreben, den Krebs zu überwinden, war allerdings eine alte Bekannte:

„Ich wurde schon sehr früh auf Cannabis aufmerksam (durch Freunde mit MS z.B.) und habe mich deshalb immer schon sehr dafür interessiert, seit ich die so viel bessere Wirkung gegenüber der herkömmlichen Medikamente selbst gesehen habe. Zudem habe ich viele Freunde in Holland und Israel und deshalb immer schon Infos, die der Realität entsprechen (nicht wie in Deutschland). Unweigerlich stößt man deshalb auch auf das [Cannabis-]Öl. Nachdem die Diagnose Krebs bei mir feststand und weil ich selbst Personen kenne, die laut Schulmedizin schon längst die Radieschen von unten ansehen müssten, war Cannabis-Öl das erste Mittel der Wahl für mich. Unheilbar? Das wollen wir doch mal sehen. Noch dazu, wo damit zu rechnen war, dass es auch bei all meinen anderen Erkrankungen hilfreich sein würde.“

Nach eigenen Recherchen fand Sybille den Kontakt zu einem Vermittler, der ihr unter der Hand geeignetes Cannabis-Öl besorgen konnte. Auf dessen Empfehlung begann Sie mit einer minimalen Dosis, die sie langsam steigerte; über zwei bis drei Monate hinweg auf ein Gramm des Öls täglich. Sie nahm sich fest vor, damit so lange weiterzumachen, bis mittels schulmedizinischer Diagnostik keine Befunde mehr nachweisen waren. Danach wollte sie zur Prävention eine geringere Erhaltungsdosis einnehmen.

Art der Einnahme und Nebenwirkungen

Sybille mischte das Cannabis-Öl mit Kokosöl und füllte das Gemisch in Kapseln. Da sie oft aus dem Haus musste, nahm sie es nur am Abend ein, gemeinsam mit dem Abendessen, damit es sie im Alltag nicht störte. Denn besonders anfangs machten ihr die Nebenwirkungen zu schaffen; das bedeutet konkret der Rauschzustand, der bei höheren Dosen einsetzt und den sie als „belämmertes Gefühl“ beschreibt:

„Durch meine zahlreichen Lebensmittel- und Medikamentenunverträglichkeiten hatte ich Angst es nicht zu vertragen. Zwei Jahre lang hatte mein Hausarzt wegen meiner Schmerzen die Analgetika- und BTM-Liste rauf und runter ausprobiert. Immer mit dem selben Erfolg: keinem. Dafür aber mit erheblichen Nebenwirkungen sowie einer allmählichen Analgetikaintoleranz. Aber zu meinem Glück vertrage ich das Öl ausgezeichnet und inzwischen ist das belämmerte Gefühl so gut wie weg und hilft sogar beim Schlafen.

Anfangs hatte ich schon Probleme, als ich auf einem Gramm war; ich bin oft den ganzen Tag nicht wirklich wach geworden. Aber man gewöhnt sich schnell daran und kann natürlich mit Uhrzeit und Verteilung auf den Tag so agieren, dass man keine Probleme mehr hat.

Nebenwirkungen habe ich jetzt so gut wie keine mehr, bis auf den trockenen Mund, was bei mir aber schätzungsweise deshalb schlimmer ist als bei den meisten, weil ich das Problem durch die Fibromyalgie sowieso habe.“

Erste Besserungen nach drei Wochen Minimaldosis: Asthmalinderung

„Bereits nach kurzer Zeit (ca. drei Wochen bei minimaler Dosis) wurde mein Asthma um so viel besser, dass ich eine Situation überlebt habe, die für mich ohne Cannabis-Öl in meiner vorherigen Verfassung (auch mit den anderen Opiaten) ohne Hilfe absolut tödlich gewesen wäre. Heute brauche ich für das Asthma keine Medikamente mehr. Zwar habe ich das Notfallspray immer noch dabei, es aber seit November 2017 nicht mehr gebraucht.“

Nach drei Monaten: Schmerzlinderung, normale Entzündungswerte, Rückkehr der Lebenskraft

„Die Schmerzen in den Gelenken wurde nach ca. drei Monaten jeden Tag besser und verbessern sich immer noch“,

wundert sich Sybille. Das Erstaunlichste für sie war der markante Unterschied zwischen ihrer vorherigen totalen Schwerbehinderung (laut Ausweis 100% aGB) und der Fähigkeit, wieder einen einigermaßen normalen Alltag bewältigen zu können. „Für mich ein Wunder“, sagt Sybille – ein Wunder, das sie dem Cannabis zuschreibt.

Außerdem nahmen die Schmerzen der Fibromyalgie und des Morbus Dercum ab:

„Auch da wird es jeden Tag besser, ebenso sind die vielfältigen Begleiterscheinungen der Fibromyalgie auf ein absolut erträgliches Maß gesunken.

Schmerzen vom Krebs hatte ich zum Glück nur nach der Bestrahlung und der ersten Infusion an der Metastase links in Becken und der Hüftpfanne. Aber auch dort wird es täglich besser.

Alleine dafür, dass ich nach über zwei Jahren wieder normale Entzündungswerte habe, bin ich unendlich dankbar. Die Schwäche, die mir über ein Jahr das Leben zur Hölle gemacht hat, ist so gut wie weg und ich kann endlich wieder einiges anpacken, das seit fast zwei Jahren unmöglich war.“

Sybille bezeichnet das Öl im Hinblick auf ihre vielen Erkrankungen als Lebensretter in jeder Beziehung:

„Es ist das einzige Mittel, das mich vom Pflegefall wieder zu einem normalen Menschen gemacht hat. Dem Öl habe ich es zu verdanken, endlich wieder in einem menschenwürdigen Zustand leben zu können.“

Kein Befund und eine fassungslose Radiologin

Sybilles Krebs wurde am 14.07.2017 diagnostiziert; war aber nach Schätzungen der Ärzte bereits sechs bis neun Monate unentdeckt geblieben. Im September 2017 begann sie das Cannabis-Öl einzunehmen. Ein halbes Jahr später dann das Unfassbare:

„Am 29.03.2018 konnte ich in die fassungslosen Augen der Radiologin blicken. Man hatte den Ultraschall hergerichtet, aber sie meinte, das bräuchte es nicht, denn wenn man in der Mammographie nichts sieht, dann per Ultraschall erst recht nicht. Sie ging mit mir die alten und die neuen Aufnahmen durch, fragte ständig und mehrfach: Sind Sie operiert worden, bestrahlt, Antikörper, Chemo usw. usw. Bei jedem Nein meinerseits wurden ihre Augen größer.“

Im ärztlichen Bericht vom 29.03.2018 heißt es:

„Der bekannte Mammatumor links ist nicht mehr erkennbar.“

Bei allen Metastasen war ein erheblicher Rückgang erkennbar sowie die Bildung neuer Knochensubstanz.

Wie es weiter geht

Mittlerweile hat Sybille es geschafft, ein Rezept für Cannabisblüten zu bekommen, da es als einziges Mittel gegen ihre vielen Krankheiten zu helfen scheint. Aber auch das weitaus stärke Cannabis-Öl würde sie nicht zur Krebstherapie weiterempfehlen:

„Es hat mich davon erlöst ein Quasi-Pflegefall zu sein und hat mir schon bevor ich es für den Krebs in der erforderlichen Menge eingenommen habe das Leben gerettet, weil es  mein Asthma fast geheilt hat. Ich brauchte vier Medikamente. Heute brauche ich keines mehr und ich habe seit fünf Monaten keinen einzigen Anfall gehabt.

Die Schmerzen des Weichteilrheumas sowie alle anderen Symptome und Begleiterscheinungen wie Reizdarm usw. werden seit sechs Monaten jeden Tag besser. Die Schmerzen des Morbus Dercum sind ebenfalls auf ein erträgliches Maß gesunken. Die Entzündungen aller Gelenke (Polyarthrose und Weichteilrheuma) und damit die Schmerzen wurden ebenfalls jeden Tag besser, sodass ich heute keine Angst mehr haben muss, an schlechten Tagen nicht aus dem Haus zu kommen.

Was den Krebs angeht; das Ergebnis der Mammographie dürfte für sich sprechen.

So oder so: Das Cannabis-Öl macht das Leben wieder lebenswert, egal in welchem Stadium der Krebs ist, egal welche Form vorliegt, egal welche anderen Erkrankungen einem das Leben noch zur Hölle machen. Es nimmt Schmerzen und Entzündungen, hilft der Psyche und steigert auf alle Fälle das Lebensgefühl enorm. Ich würde es vorbehaltlos empfehlen.“

Ob der Krebs endgültig besiegt ist, werden die Nachuntersuchungen zeigen. Sofern uns diese vorliegen werden, werden wir berichten. Mehr Fallberichte finden Sie hier.

Anmerkung der Redaktion

Der Redaktion liegt eine umfangreiche Dokumentation der Diagnostik der Patientin vor, die ihren Bericht stützt. Die Identität der Patientin ist der Redaktion ebenfalls bekannt. Wir danken der Patientin dafür, ihre Geschichte mit der Öffentlichkeit zu teilen, freuen uns über ihre Genesung, wünschen ihr weiterhin alles Gute auf ihrem Weg und hoffen, dass auch andere Menschen mit ähnlichem Schicksal einen solch positiven Ausweg finden. Vielen Dank auch an Hans Grewe, der uns den Fallbericht und die Dokumente der Patientin zugänglich gemacht hat.

Wir möchten und müssen darauf hinweisen, dass hochdosiertes Cannabis-Öl aufgrund seines THC-Gehalts im deutschsprachigen Raum illegal ist und nicht einmal ärztlich verordnet werden kann. Geschichten wie die von Sybille machen deutlich, wieso wir hier einen Handlungsbedarf aufseiten der Gesetzgeber sehen. Denn so lange die Gesetzeslage bleibt, wie sie ist, müssen wir Sie nachdrücklich belehren, dass wir den Kauf und die Einnahme hochdosierten Cannabis-Öls weder empfehlen noch billigen. Der Fallbericht dient lediglich der Information im Sinne eines demokratischen und freiheitlichen Miteinanders sowie dem uneingeschränkten Zugang zu Informationen im Sinne einer freien Meinungsbildung.

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