Cannabinoide & Magnesium bei Diabetes

Im Folgenden wiedergegeben ist der Anfang eines Artikels von Dr. Mark Sircus, der in deutscher Übersetzung im NEXUS-Magazin #49 erschienen ist. Der volle Artikel ist auf den Seiten des NEXUS-Magazins kostenfrei lesbar.

Diabetes, Cannabinoid-Therapie & Magnesium

von Dr. Mark Sircus

Jeder zehnte Deutsche leidet an Diabetes Typ 2. Die wenigsten Patienten aber sind sich darüber bewusst, dass viele gängige Medikamente ihre Situation langfristig verschlimmern statt zu lindern. Neue Erkenntnisse führen die Entstehung von Diabetes auf Entzündungen zurück, die durch einen Magnesiummangel hervorgerufen werden. Die Cannabinoide aus medizinischem Marihuana könnten Abhilfe schaffen.

Die Forscher gelangten zu der Überzeugung, dass die Bestätigung der immunmodulatorischen Eigenschaften von CBD „zur klinischen Anwendung dieser Substanz zur Prävention von Diabetes Typ 1“ und möglicherweise auch anderen Autoimmunkrankheiten führen könnte. Sie erklärten, dass viele Patienten, die die Diagnose Diabetes Typ 1 erhalten, noch über genügend Insulin produzierende Zellen verfügen und somit als Kandidaten für eine Immunmodulations-Therapie in Frage kommen.

Bioaktive Cannabinoide entfalten entzündungshemmende Wirkungen. Marihuana kann in äußerlich aufzutragenden Cremes verwendet werden, um neuropathische Schmerzen oder Kribbeln in Händen und Füßen zu lindern. Cannabis hilft gegen das diabetisch bedingte „Restless-Legs-Syndrom“ (RLS), sodass die Patienten besser schlafen können. „Den Patienten wird empfohlen einen Vaporizer zu verwenden oder Cannabis zu rauchen, um besser einschlafen zu können.“

Studien zeigen, dass THC die Folgen der Insulinresistenz weitgehend aufhebt. Die Ergebnisse stützen frühere Erkenntnisse, wonach das Rauchen von Cannabis den Blutzuckerspiegel von Diabetikern senkt (Gallant, Odei-Addo, Frost, Levendal, 2009).

Cannabidiol schützt die retinalen Neuronen, indem es die Glutaminsynthetase-Aktivität auch im Falle einer Diabeteserkrankung aufrechterhält. Im Rahmen neuerer Forschungen über die Modulation der Cannabinoidrezeptoren im menschlichen Körper fand Dr. Gregory I. Liou, ein Molekularbiologe des Medical College von Georgia heraus, dass Cannabidiol (eine Cannabisverbindung) das Überhandnehmen durchlässiger Blutgefäße in den Augen, das mit diabetischer Retinopathie einhergeht, verhindern kann. In den Vereinigten Staaten stellt die diabetische Retinopathie, die als Hauptursache für Erblindungen gilt, für mehr als 16 Millionen erwachsene Amerikaner ein großes Gesundheitsproblem dar. [Weiterlesen]

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